- Sie lernen die gesetzlichen Anforderungen kennen und wissen, wie Sie diese umsetzen.
- Sie beherrschen die Instrumente, kennen die Rollenverteilung und verstehen die Prozesse im BEM.
- Sie wissen, worauf es beim BEM-Verfahren ankommt und können dies intern sowie extern erfolgreich umsetzen.
BEM Schulung – Weiterbildung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement
Rechtliche Grundlagen, professionelle BEM-Gespräche & praxisnahe Fallarbeit für ein wirksames BEM
Seminar 3 Tage Präsenz / Live Online Einsteiger DE
Ihre Vorteile
Inhalte im Überblick
- Grundlagen: Sie lernen die BEM-Grundlagen und rechtlichen Anforderungen sicher anzuwenden.
- Integration: Wir zeigen Ihnen die Integration des BEM in das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM).
- Datenschutz: Sie erfahren alles Wichtige über Datenschutz und die korrekte Dokumentation.
- Förderung: Wir informieren Sie über relevante Förderstellen und Fördermittel.
- Gesprächsführung: Sie trainieren BEM-Gespräche anhand von Leitfäden und Rollenspielen.
- Maßnahmen: Sie lernen Methoden zur Maßnahmenplanung und für einen zielführenden Abschluss kennen.
- Evaluation: Wir vermitteln Ihnen, wie Sie Prozesse und Erfolge evaluieren.
- Praxis: Sie erarbeiten Praxislösungen für den Umgang mit Herausforderungen und schwierigen Situationen.
Abschluss
Wichtige Hinweise
Zielgruppe
- Personalreferenten, Personalleiter*innen und Personalverantwortliche.
- Betriebs- und Personalräte sowie Schwerbehindertenvertreter*innen (SBV).
- BEM-Beauftragte, Gesundheitsmanager*innen sowie Betriebs- und Werksärzte.
- Führungskräfte und Berater*innen, die ein BEM aufbauen oder weiterentwickeln.
Trainer
Angepasste Kursbeschreibung 2027
Hinweis:
Das Seminar ist auf 18 Teilnehmer begrenzt
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Aufbau und Inhalte der BEM Schulung
Die dreitägige BEM-Schulung vermittelt umfassendes Wissen über das Betriebliche Eingliederungsmanagement und seine rechtlichen Grundlagen. Teilnehmende lernen, wie das BEM effektiv in das Betriebliche Gesundheitsmanagement integriert wird, welche internen und externen Akteure beteiligt sind und welche Kompetenzen erforderlich sind.
Überblick über die Schulungstage zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement:
- Tag 1: Rechtliche Grundlagen, Organisation und Implementierung des BEM
- Tag 2: Kommunikation, Gesprächsführung und Evaluation im BEM-Verfahren
- Tag 3: Praxislösungen, Erfahrungsaustausch und Umgang mit schwierigen Situationen
Tag 1: Rechtliche Grundlagen und organisatorischer Aufbau
Der erste Schulungstag legt das Fundament für ein rechtssicheres und strukturiertes Betriebliches Eingliederungsmanagement. Teilnehmende setzen sich intensiv mit den gesetzlichen Anforderungen auseinander und lernen, wie das BEM sinnvoll in das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) integriert wird.
Behandelt werden unter anderem die Grundlagen, Ziele und Verfahren des BEM sowie die rechtlichen Vorgaben nach § 167 Abs. 2 SGB IX, einschließlich Betriebsvereinbarungen und des Zusammenhangs zwischen BEM und krankheitsbedingter Kündigung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Datenschutz und Dokumentation: Die korrekte Handhabung von BEM‑Akte und Personalakte sowie der Einsatz zentraler Dokumente wie Datenschutzerklärungen oder Schweigepflichtsentbindungen werden praxisnah erläutert.
Tag 2: Kommunikation, Gesprächsführung und Evaluation
Am zweiten Tag steht die praktische Durchführung des BEM-Verfahrens im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernen, wie Sie Rückkehrgespräche strukturiert vorbereiten und durchführen, wie Sie Einladungen formulieren und welche Rollen die Gesprächsteilnehmer*innen einnehmen. Durch die Erstellung und Anwendung von Gesprächsleitfäden in Rollenspielen entwickeln die Teilnehmenden Sicherheit im Umgang mit psychologischen und juristischen Aspekten sowie mit schwierigen Gesprächssituationen. Zudem lernen sie, zielführende Maßnahmen zu planen und BEM Verfahren erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Darüber hinaus vermittelt die Schulung Methoden zur Evaluation von Prozessen und Ergebnissen inklusive relevanter Kennzahlen.
Tag 3: Praxislösungen und Erfahrungsaustausch
Der dritte Schulungstag ist stark praxisorientiert und fördert den direkten Transfer in den Unternehmensalltag. Gemeinsam werden Mustervorlagen analysiert, Datenschutzdokumente an unternehmensspezifische Anforderungen angepasst und praxisnahe Materialien, wie etwa ein Informationsflyer, entwickelt. Teilnehmende profitieren zudem von Erfahrungsaustausch und Diskussionen über interne Maßnahmen, Fördermöglichkeiten und den Umgang mit unterschiedlichen Krankheitsbildern.
Häufige Fragen zur BEM-Weiterbildung
Was ist eine BEM Schulung und für wen ist sie gedacht?
In einer BEM-Schulung werden alle rechtlichen und organisatorischen Informationen vermittelt, die für die Wiedereingliederung von Mitarbeitenden wichtig sind. Sie richtet sich an Führungskräfte wie Personaler*innen, Gesundheitsmanager*innen Ärzt*innen und BEM-Beauftragte.
Was sind die rechtlichen Grundlagen des BEM, die in einer Schulung behandelt werden?
In § 167 Abs. 2 SGB IX ist die Pflicht des Arbeitgebers verankert, BEM nach sechs Wochen krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit innerhalb eines Jahres anzubieten. Weitere rechtliche Aspekte sind die Datenschutzvorgaben der DSGVO, die DGUV Information 206-031 und die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats nach § 87 BetrVG.
Wie lange dauert eine Weiterbildung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement?
Die Weiterbildung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement der TÜV SÜD Akademie dauert 3 Tage.
Was ist betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)?
Betriebliches Eingliederungsmanagement stellt sicher, dass die Eingliederung von Mitarbeitenden mit umfangreichen Krankenzeiten gelingen kann und wie rechtlich vorgesehen abläuft.
Welche Rolle spielt der Betriebsrat im BEM-Prozess und in der Schulung dazu?
Der Betriebsrat ist die Interessensvertretung des Wiedereinzugliedernden und wird deswegen in die Wiedereingliederung einbezogen. Typischerweise hat der Betriebsrat Überwachungsrecht, Initiativrecht und Mitbestimmungsrecht.
Gibt es spezifische BEM Schulungen für Führungskräfte und Personaler?
BEM-Schulungen sind üblicherweise speziell für Führungskräfte und Personaler*innen konzipiert.
Benötige ich Vorwissen, um an einer BEM Schulung teilzunehmen?
Nein, es ist kein spezifisches Vorwissen notwendig, auch wenn Erfahrung als Führungskraft durchaus sinnvoll ist.
Wer ist verantwortlich für das BEM im Unternehmen?
Die Verantwortung für das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) liegt bei der Geschäftsführung.
Wer ist zur Teilnahme an einer BEM-Schulung verpflichtet?
Eine BEM-Schulung ist im Gegensatz zur Durchführung einer BEM nicht verpflichtend. Führungskräften steht es frei, das notwendige Wissen auch außerhalb von Kursen zu erwerben.
Was ist der Unterschied zwischen BEM und einem normalen Wiedereingliederungsplan?
BEM ist ein gesetzlich vorgeschriebener, ergebnisoffener Prozess, während die Wiedereingliederung eine konkrete, meist ärztlich begleitete Maßnahme zur schrittweisen Rückkehr ist.
Wie lange dauert eine Weiterbildung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement?
Die Weiterbildung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement der TÜV SÜD Akademie dauert 3 Tage.