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Grünes Bewusstsein: FSC®- und PEFC™-Siegel auf dem Vormarsch im deutschen Lebensmittelhandel

Bei den großen Ketten des Lebensmitteleinzelhandels geht der Trend in Richtung grüne Einkaufspolitik: Damit gewinnen Produkte und Verpackungen an Bedeutung, deren Rohstoffe nachweislich aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen oder recycelt sind.

Die Otto-Gruppe und IKEA haben es vorgemacht: Sie fordern von ihren Lieferanten für holzbasierte Produkte, Kataloge und Papier, zertifiziertes Material aus nachhaltiger Waldwirtschaft oder recycelte Rohstoffe einzusetzen. Jetzt folgen auch Aldi, Lidl und Edeka und schreiben den verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wald in ihren Beschaffungsrichtlinien groß. Für Lieferanten werden damit anerkannte Zertifikate wie vom Forest Stewardship Council® (FSC) oder dem Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes™ (PEFC) immer wichtiger.

Aldi Süd hat beispielsweise in seiner aktuellen Holz-Einkaufspolitik festgelegt, dass sämtliche Produkte aus Papier und Holz bis Ende 2020 eine Produktkettenzertifizierung (CoC ) durch FSC oder PEFC haben oder mindestens 70 Prozent Recyclingmaterial mit entsprechenden Zertifizierungen enthalten müssen (Blauer Engel, FSC Recycled oder PEFC Recycled). Das Gleiche gilt für Primär-, Um- und Transportverpackungen. Aldi Süd-Lieferanten sind damit gefordert, Richtlinien zur nachhaltigen Beschaffung von Holz sowie Produkten und Verpackungen auf Holzbasis nachzuweisen und die Einhaltung der Standards mithilfe eines Managementsystems kontinuierlich zu prüfen.

Lidl hat bei der Umstellung auf nachhaltig produzierte holzbasierte Rohstoffe zunächst die Eigenmarkenartikel in den Fokus gestellt. Bereits im Frühjahr 2018 hat der Discounter seine Non-Food-Lieferanten informiert, dass sämtliche Holz- und holzbasierten Eigenmarkenartikel und Eigenmarkenverpackungsmaterialien von der Bedienungsanleitung bis zum Etikett aus gekennzeichnetem Recyclingmaterial (z. B. „Blauer Engel“) oder FSC-zertifizierter Frischfaser produziert sein sollen. Zudem hat Lidl im Juli 2018 ein „Positionspapier für den Zellulose-Einkauf“ veröffentlicht. Demzufolge sollen bis Ende 2018 alle Lebensmittelverpackungen in Deutschland aus FSC-zertifizierten Frischfasermaterialien gefertigt sein. Bei den Verpackungen von Non-Food-Artikeln wie Textilien, Garten- und Campingartikel, Möbel und Schreibwaren soll die Umstellung auf FSC-zertifizierte Rohstoffe bis 2020 erfolgen.

Edeka verfolgt hinsichtlich der Nachhaltigkeit seiner Produkte und Verpackungen schon seit Längerem hohe Ziele. Schon jetzt bestehen nach eigenen Angaben der Handelsgruppe etwa alle Holz-, Papier- und Tissue-Produkte der Eigenmarken zu 100 Prozent aus recyceltem Material oder FSC-zertifizierten Rohstoffen.

Mit den immer ehrgeizigeren Beschaffungsrichtlinien der Big Player im Einzelhandel wächst der Druck auf alle Lieferanten, für ihre Ware die entsprechenden Gütesiegel nachzuweisen und die erforderliche Dokumentation vorzuhalten.

Zertifizierstelle TÜV SÜD Czech s. r. o., Lizenzcode FSC®A000530

Weitere Informationen:

Ansprechpartnerin: Astrid Schnell, Produktmanagement FSC®/PEFC™ Produktkettenzertifizierung, TÜV SÜD Management Service GmbH

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