ZNU, „Zero Waste“, SMETA: Geprüftes Nachhaltigkeitsmanagement

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ZNU, „Zero Waste“, SMETA: Geprüftes Nachhaltigkeitsmanagement

Ressourcenschonend wirtschaften, Abfall drastisch reduzieren, soziale Verantwortung übernehmen – TÜV SÜD unterstützt Firmen mit Prüfdienstleistungen zu aktuellen Nachhaltigkeitsstandards.

Umweltmanagementsysteme gewinnen der aktuellen ISO-Erhebung zufolge weltweit an Bedeutung – mehr dazu im Value-Newsletter-Artikel "ISO Survey 2020: Die Ergebnisse im Überblick". Aber auch über die klassischen Umweltthemen hinaus wird es für Firmen immer wichtiger, ihren Kunden und Geschäftspartnern durch unabhängige Zertifizierungen zu zeigen, dass sie ihrer unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Um die ebenso dynamischen wie individuellen Anforderungen zu adressieren, aktualisiert die TÜV SÜD Management Service regelmäßig das breite Spektrum an Zertifizierungsdienstleistungen rund um Nachhaltigkeitsstandards.

Neues Zertifikat: ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften

Seit Mitte dieses Jahres können sich Unternehmen, die im Zuge eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses Schritt für Schritt nachhaltiger werden wollen, von TÜV SÜD Management Service nach dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften der Universität Witten/Herdecke zertifizieren lassen. Dieser integriert zahlreiche Regelwerke, darunter die ISO 50001, ISO 14001, EMAS, GRI und UN Global Compact. Damit ist er der erste praxiserprobte und extern zertifizierbare Standard für nachhaltiges Wirtschaften, der alle drei Dimensionen – Umwelt, Wirtschaft und Soziales – berücksichtigt. Insgesamt 44 Anforderungen weisen den Weg zu einem integrierten und wirksamen Nachhaltigkeitsmanagement für Unternehmen jeder Branche und Größe. Nach einem erfolgreichen Vor-Ort-Audit stellt TÜV SÜD das Zertifikat „ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften“ für drei Jahre aus. Besonders interessant: Bereits in seiner aktuellen 2018 aktualisierten Version deckt der ZNU-Standard zu 80 Prozent die Anforderungen des Lieferkettengesetzes ab, das 2024 in Kraft tritt. Mit der nächsten Revision des Standards strebt der Standardgeber an, dass das ZNU-Regelwerk die Vorgaben des neuen Gesetzes zu 100 Prozent abdeckt.

„Zero Waste“: Abfallmengen systematisch reduzieren

Unternehmen, die Abfälle in ihren betrieblichen Abläufen systematisch vermeiden und so weit wie möglich recyceln wollen, können sich jetzt von TÜV SÜD nach der neuen DIN SPEC 91436 (Referenzmodell zum betrieblichen Abfallmanagement ausgerichtet an einer Vision „Zero Waste“) prüfen lassen. Insbesondere Organisationen mit großem Ressourcenverbrauch – etwa in Industrie und (Lebensmittel-)Einzelhandel – zeigen ihren externen und internen Stakeholdern damit ihren bewussten Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Der systematisierte Ansatz des Standards hilft den Unternehmen, kontinuierlich die Restabfallquote zu minimieren und so Kosten zu sparen. Die DIN SPEC 91436 „Zero Waste“ definiert die Anforderungen an ein betriebliches Abfall- und Wertstoffmanagement und fokussiert Aktivitäten, mit denen entstehende Abfälle gemessen, bewertet, klassifiziert und dokumentiert werden. Zielsetzung ist, nicht recyclingfähige Abfallmengen im Sinne einer effizienten Kreislaufwirtschaft objektiv und nachweisbar zu reduzieren und das nachhaltige Wirtschaften im Unternehmen auf diesem Wege zu fördern. Ein jährliches TÜV SÜD-Audit gleicht die Einhaltung der Anforderung aus dem Standard ab und zeigt Verbesserungspotenzial auf.

Der Standard wurde von der TU Dresden und der PreZero Stiftung u. a. in Zusammenarbeit mit TÜV SÜD entwickelt und steht Anwendern hier kostenlos zur Verfügung.

GRI, Deutscher Nachhaltigkeitsindex, SMETA: Vertrauen schafft Wettbewerbsvorteile

Zudem bietet TÜV SÜD Unternehmen an, ihre nachhaltigen Unternehmensaktivitäten und entsprechende Kennzahlen auf Basis international gültiger Standards und Rahmenwerke zu validieren. Die Begutachtung kann beispielsweise anhand der GRI-G4-Leitlinien der Global Reporting Initiative erfolgen, anhand des Deutschen Nachhaltigkeitskodex oder in Kombination mit EMAS-Umwelterklärungen. Bislang besteht zwar keine Pflicht, den Nachhaltigkeitsbericht prüfen zu lassen. Dennoch unterstützt die Validierung nach anerkannten Standards die glaubwürdige interne und externe Kommunikation der ergriffenen Maßnahmen, begleitet die Optimierungsprozesse und signalisiert die Zukunftsfähigkeit der Organisation.

Unternehmen, die an der international bekannten Online-Plattform SEDEX (Supplier Ethical Data Exchange) teilnehmen, können ihr SMETA (Sedex Members Ethical Trade Audit) seit vielen Jahren schon ebenfalls von TÜV SÜD durchführen lassen. Das Audit fokussiert sich auf die soziale und ethische Leistung von Lieferanten, darunter etwa das Engagement im Bereich Gesundheit und Arbeitssicherheit, das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit sowie die Versammlungsfreiheit. SMETA ist bereits seit 2004 auf dem Markt. TÜV SÜD auditiert Unternehmen im Produktionsumfeld, die ein SEDEX-Mitglied beliefern.

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

Bei Fragen rund um unsere Nachhaltigkeits-Prüfdienstleistungen schicken Sie gerne eine E-Mail an [email protected]

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