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Evolution statt Revolution: Ein Interview mit Geschäftsführer Klaus Bosch

Klaus Bosch, Geschäftsführer der globalen Business Unit Rail, spricht über die Digitalisierung im Bahnbereich, neue Strategien, um diesem Trend zu folgen und langfristige internationalen Ziele.

Klaus Bosch_TSHerr Bosch, in Ihrer Business Unit arbeiten über 700 Mitarbeiter. Was zeichnet Ihre Business Unit Rail aus?

Wir haben über viele Jahre hinweg konsequent Wissen in allen bahntechnischen Disziplinen aufgebaut, inklusive der physischen Prüfung bis zur Begutachtung und Produktzertifizierung im Vorfeld der Zulassung. Anfangs konnten wir nur Komponenten prüfen, jetzt sind wir in der Lage ganze Bahnsysteme zu zertifizieren. In Europa sind wir von Schweden bis Italien vertreten, und auch in Asien haben wir ein Netzwerk von Bahnexperten aufgebaut. Uns ist es wichtig mit unseren Kunden in deren Muttersprache zu kommunizieren. Daher achten wir stark darauf internationale Mitarbeiter idealerweise direkt im Markt vor Ort zu beschäftigen. Was uns weiter ausmacht sind zudem unsere hochmotivierten Mitarbeiter, die stets Interesse an den neuesten Fragestellungen der Sicherheitstechnik haben.

Eines Ihrer strategischen Ziele ist es, weiter global zu wachsen. Was genau können wir darunter zu verstehen?

In den letzten 20 Jahren ist es uns immer wieder gelungen, aufsehenerregende internationale Projekte zu gewinnen: Angefangen mit der Begutachtung des Stellwerkssystems für den Hauptbahnhof Roma Termini in Rom bis hin zu neuen Bahnstrecken, für die wir alle technischen Gewerke wie Bahninfrastruktur, Energietechnik, Signaltechnik und Schienenfahrzeugtechnik komplett begutachten konnten. Auch in Taiwan, Mexiko oder in der Türkei haben wir Projekte abgeschlossen.

Hier wollen wir anknüpfen und zukünftig vermehrt internationale Projekte akquirieren, wobei wir dabei auf unsere bisherigen erfolgreichen Referenzen verweisen können. Durch die immer stärkere Vernetzung unserer deutschen Mitarbeitet mit den ausländischen Kollegen und TÜV SÜD Niederlassungen können wir so Synergien gewinnen und effizienter global agieren. Und wie bereits erwähnt investieren wir nun auch gezielt in den weiteren Aufbau unseres weltweiten Expertennetzwerkes.

Digitalisierung spielt auch bei TÜV SÜD Rail eine große Rolle…

Genau. Ich würde hier aber immer von Evolution und nicht von Revolution sprechen. Unsere Wurzeln liegen ja in der sicheren Rechnertechnik. Wir prüfen und zertifizieren bereits seit den frühen 1980er Jahren komplexe elektronische Rechnersysteme für vielfältige Anwendungen - von Medizintechnik bis Fabrikautomatisierung. Seit circa 40 Jahren wird in Deutschland und anderen Ländern auch bei Bahnanwendungen digitale Rechnertechnik eingesetzt, um Weichen sowie Signale zu steuern und die Geschwindigkeit des Zuges zu überwachen. Im Eisenbahnbereich wird es generell immer digitaler: Die europäische Zugsicherungstechnik ETCS macht es möglich, Züge über eine sichere Funkverbindung zu steuern.

Wie arbeiten Sie und Ihr Team denn konkret daran, digitaler zu werden?

Wir vertiefen ständig unsere Kenntnisse in moderner Rechnertechnik, einschließlich der komplexen Software. Außerdem versuchen wir, unsere Arbeit von monotonen Prüftätigkeiten durch die Entwicklung von softwaregetriebenen Prüftools zu entlasten.

Im Bereich Schienenfahrzeuge gestalten wir den Weg mit von rein physischen Tests von Schienenfahrzeugen zu Simulationswerkzeugen, die die Zeit für aufwändige Prüfungen stark verkürzen.

Trotz Digitalisierung bleibt es jedoch wichtig weiterhin ein „Wir Gefühl“ zu vermittelt. Wie stellen Sie dies sicher?

Wir setzen stark auf den Zusammenhalt im Team. Um globale Projekte effektiv und effizient umzusetzen bleibt es unerlässlich, dass unsere internationalen Experten gut vernetzt sind und eng miteinander zusammenarbeiten.

Wir dürfen uns hier jedoch nicht ausruhen und müssen unsere Expertise weiterhin auf- und ausbauen. Dabei investieren wir viel in die Weiterbildung, in die Autorisierung unserer ausländischen Sachverständigen und den Erfahrungsaustausch innerhalb unserer Business Unit.

Was sind die langfristigen Ziele der Business Unit Rail?

Wir wollen unverändert hohe Qualität liefern, egal an welchem Ort der Welt. Denn in unserem hochsicherheitsrelevanten Bereich geht Qualität vor Expansion. Außerdem arbeiten wir an einer kontinuierlichen Anpassung unseres Portfolios, um für unsere Kunden attraktiv zu bleiben. Auch die Motivation der Mitarbeiter auf hohem Niveau zu halten ist mehr als ein langfristiges Ziel.

Letzte Frage: Bahn oder Auto – wie reisen Sie am liebsten?

Da ist alles dabei! Für Kurzstrecken nehme ich am liebsten das Auto, für die Mittelstrecke die Bahn, für Langstrecken bevorzuge ich das Flugzeug.

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