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Wir bringen Sicherheit aufs Gleis

Wir bringen Sicherheit aufs Gleis

Im Rekordtempo sicher unterwegs - Das Prestigeprojekt VDE 8 auf den Prüfstand

Das Verkehrsprojekt deutsche Einheit verbindet nicht nur die Regionen Deutschland, sondern auch die Länder Europas enger miteinander. Damit jedoch solch ein Großprojekt gelingt müssen insbesondere die Interoperabilität und Sicherheit gewährleistet sein. TÜV SÜD Rail wurde hierbei in Kooperation mit der Benannten Stelle Eisenbahn-Cert beauftragt, die Anforderungen und Elemente der anspruchsvollen Teilstrecke in Bezug auf Interoperabilität und Sicherheit zu bewerten.

Als eines der Herzstücke des transeuropäischen Korridors von Skandinavien ans Mittelmeer verbindet das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 nicht nur die Regionen Deutschlands, sondern auch die Länder Europas enger miteinander. Neben Geschwindigkeit, Umweltverträglichkeit, Massentauglichkeit und Leistbarkeit sind für das Gelingen eines solchen Großprojekts insbesondere die Interoperabilität und Sicherheit unumgänglich.

Durch die hohen geplanten Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h sowie die anspruchsvolle Topografie sind aufwendige Ingenieurbauwerke wie Talbrücken, Tunnel sowie Wind- und Lärmschutzwände erforderlich. Insbesondere durch die Kombination des instandhaltungsarmen Oberbaues der festen Fahrbahn mit den langen Talbrücken ergeben sich einzigartige Anforderungen. Um dem Anspruch eines der sichersten Verkehrssysteme gerecht zu werden, müssen besonders an die Tunnelbauwerke hohe Anforderungen hinsichtlich der Ereignisvermeidung, -detektion sowie Selbst- und Fremdrettung erfüllen.

Weiterhin können Lokführer bei einer so hohen Geschwindigkeit fest installierte Signale kaum noch zuverlässig erkennen und interpretieren. Daher erfordert die Strecke modernste Systeme für eine automatisierte Zugsicherung und digitale Signaltechnik. Das European Train Control System (ETCS) ist Teil eines künftig europaweiten Leitsystems für den Bahnverkehr – nach einheitlichen Standards.

Aufgrund ihres Fachwissens und ihrer langjährigen Erfahrung wurden TÜV SÜD Rail beauftragt, in Kooperation mit der Benannten Stelle Eisenbahn-Cert die Anforderungen und Elemente der anspruchsvollen Teilstrecke in Bezug auf Interoperabilität und Sicherheit zu bewerten.

Pläne und Technik im Blick

Damit das komplexe Zusammenspiel der Vielzahl von Systemen gelingt, sind unabhängige Prüfungen schon ab der Planungsphase vorgesehen. TÜV SÜD Rail hat die Streckenpläne sowie die eingesetzte Technik begutachtet. Das umfasste nicht nur die Stellwerke, die Trafostationen oder die Zugsicherung, sondern auch die Sicherheitsbeleuchtung und die Notrufanlagen für alle 27 Tunnel. Gefahrmeldeanlagen und eine gesicherte Datenübertragung waren weitere Prüfpunkte.

Aufgrund ihres übergreifenden Know-hows sind die Bahnexperten von TÜV SÜD aktuell bei einem weiteren vergleichbaren Großprojekt eingebunden: dem Bau der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke in Schweden, welche die drei größten Metropolen Stockholm, Göteborg und Malmö miteinander verbindet. Die Verfahren für die Zulassung und Genehmigung sind auch hier umfangreich und komplex. In beiden Fällen müssen sowohl europäische, als auch nationale Anforderungen erfüllt werden.

Termintreuer Neu- und Ausbau

Die Prüfungen der Neubauabschnitte des VDE 8 begann im September 2012. Insgesamt sorgten knapp 20 Gutachter und Sachverständige von TÜV SÜD Rail nicht nur für ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Bauausführung hat überdies von einer verbesserten Terminsicherheit und eingesparten Kosten profitiert, weil Schnittstellenprobleme im Vorfeld erkannt und behoben wurden.

TÜV SÜD ist eines von wenigen Unternehmen, die den Gesamtprozess von der Begutachtung der ersten Pläne bis hin zu den fahrpraktischen Prüfungen bei Schienenfahrzeugen abdecken – und das weltweit. Die Business Unit Rail bietet darüber hinaus Zertifizierungen sowie Schulungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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