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Coradia iLint - ein Zug macht Dampf!

Nicht nur im Sinne einer zukunftsweisenden Fahrzeuggeneration, sondern auch chemisch gesehen produziert die neue Zuggeneration lediglich "Dampf" und gilt somit als CO2-emmisionsfrei betriebenes Fahrzeug im Vergleich zu anderen Triebzügen. TÜV SÜD Rail ist als Prüf- und Inspektionsstelle hierbei in das Projekt Coradia iLint der Firma Alstom involviert, der Entwicklung und Zulassung eines Triebzuges mit Wasserstoffantrieb.

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Coradia iLint - ein Zug macht Dampf!Auf Basis der bereits vielfach verkehrenden Dieseltriebzüge der Bauart Coradia Lint 54 entwickelt Alstom momentan den Coradia iLint, einen Triebzug mit Wasserstoffantrieb, welcher in Kürze kommerziell eingesetzt wird. Die chemisch im Wasserstoff gebundene Energie wird hierbei mittels Brennstoffzellen in elektrische Energie gewandelt. Als Energiespeicher dienen Lithium-Ionen-Batterien.

Diese können zudem Bremsenergie speichern und dienen grundsätzlich als Puffer zwischen den Brennstoffzellen und dem Antrieb. Die Wasserstoffspeicher werden dabei Tanksystemen auf dem Dach untergebracht. Zwei Brennstoffzellensysteme stammen aus kanadischer Produktion.

Der Antrieb des Coradia iLint stellt eine Anfahrzugkraft und eine Leistung zur Verfügung, die mit der bisherigen Fahrzeugvariante mit Dieselantrieb vergleichbar sind. Die Reichweite in voll betanktem Zustand liegt dabei je nach Anforderungsprofil bei über 1.000 Kilometern. Dabei kann der Zug mühelos eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h erreichen.

Seit 3,5 Jahren ist die TÜV SÜD Rail GmbH für die Prüfung und Inbetriebnahme der ersten beiden Prototypen in das Projekt Coradia iLint des Unternehmens Alstom involviert. Während Alstom als Hersteller für die Auslegung und Entwicklung sowie dem Bau der Fahrzeuge zuständig ist, ist TÜV SÜD bei der Anforderungsfixierung und der sicherheitstechnischen Prüfung der Ausführung und der Funktionen involviert.

Aufgrund der systemübergreifenden Sicherheitsprüfung ist TÜV SÜD dabei mit verschiedenen Aufgaben betraut. Die Prüfungen beziehen sich hierbei auf verschiedene Bereiche wie die Energieerzeugungstechnik, die Wasserstoffspeicherung auf dem Fahrzeug sowie die notwendige Tankstellentechnik und Sicherheitstechnik in den Wartungsanlagen. Als übergeordneter Projektleiter koordiniert die TÜV SÜD Rail GmbH hierbei alle zulassungstechnischen Aufgaben bezüglich des Bahnsystems innerhalb des TÜV SÜD Konzerns. tüv-sud.coradia iLint 2

Das Projekt schreitet mit positiven Zwischenergebnisse voran. Alle Teilsysteme sind zum aktuellen Zeitpunkt bereits fast vollständig begutachtet und zertifiziert. Die Gesamtzulassung wird durch das Eisenbahnbundesamt als deutsche Zulassungsbehörde auf Basis eines europäisch gültigen TSI-Zertifikats bereits 2018 erfolgen.

Die bisherigen Dienstleistungen umfassen die Zertifizierung von Subsystemen wie beispielsweise des Wasserstofftanksystems und des Brennstoffzellensystems sowie die übergeordnete sicherheitstechnische Begutachtung im Rahmen des Zusammenwirkens aller Wasserstoffteilsysteme. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf den möglichen Auswirkungen auf die Wasserstofftechnik im Falle von Brandereignissen.

Darüber hinaus sind die TÜV SÜD Experten in die Prüf- und Genehmigungsabläufe bezüglich der Wasserstoffinfrastruktur involviert, wie z.B. die Begutachtung von Wasserstofffüllanlagen. Beim Ausbau der für den Betrieb der Fahrzeuge erforderlichen stationären Wasserstofffüllanlagen moderiert TÜV SÜD Rail die fachlichen Diskussionen der verschiedenen Behörden, um die unterschiedlichen Herangehensweisen der bundeslandspezifischen Behörden zu beachten.

Auch bei Fragestellungen von Fahrzeug- und Anlagenbetreibern sowie Instandhaltern unterstützt TÜV SÜD als Experte. Des Weiteren stehen Workshops mit Feuerwehr und Einsatzkräften, welche an die Wasserstofftechnologie herangeführt werden sollen, sowie Personalschulungen zu speziellen Fachqualifikation im Fokus.

Durch die kontinuierlichen entwicklungsbegleitenden Prüfungen und die damit verbundene Bestätigung der Erfüllung von Sicherheitsanforderungen ist eine Planungssicherheit auch im Hinblick auf nachfolgende bahn- und betriebsspezifisch ausgerichtete Technikmodifikationen beim Fahrzeughersteller gegeben.

Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Konzernbereiche und Experten des TÜV SÜD konnten wesentliche Synergieeffekte genutzt werden. Der immer stärker geforderte Aspekt der ganzheitlichen Betrachtung von Systemen konnte zudem von TÜV SÜD erbracht werden und durch das Projekt konnten die Experten ihren Erfahrungsschatz weiter ausbauen.

Als besondere Herausforderung des Projektes ist zu nennen, dass der Einsatz einer bereits bewährten Wasserstofftechnologie in diesem neuen Umfeld eines besonders frühzeitigen Akzeptanzmanagements bedarf. Da das Marktumfeld einer Wasserstoffwirtschaft weiter heranwachsen wird, möchte TÜV SÜD ein noch stärker aufgestelltes und vernetztes Team für diesen Bereich generieren.

Bei detaillierten Fragen zum Projekt können Sie sich gerne an unsere Experten wenden:

Dr. Jürgen Heyn, Gutachter Brandschutz

Wissenswert

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