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Smartes Badezimmer

Insicht - Das Digitaljournal von TÜV SÜD Product Service

Hausautomatisierung im Nassbereich

Das Thema Hausautomatisierung ist voll im Trend. Das merken auch unsere Prüfer, die im Rahmen unserer professionellen Funkprüfungen immer häufiger entsprechende Produkte auf dem Tisch haben. Die Einsatzgebiete für Hausautomatisierungslösungen sind dabei extrem vielseitig: Lichter schalten sich je nach Tageszeit ein und aus, die Heizung richtet sich nach der Außentemperatur, Kaffeemaschine und Toaster starten den morgendlichen Betrieb zu festgelegten Uhrzeiten und Gartenbesitzer steuern auch im Urlaub ihre Bewässerung bequem per Smartphone. Maßnahmen zur Hausautomatisierung erleichtern den Alltag, helfen dabei, Energie zu sparen, und sind auch in puncto Sicherheit für viele Haushalte eine Bereicherung. Gerade in jüngster Zeit hält das Thema Hausautomatisierung auch in Räume Einzug, in denen man es zunächst kaum vermuten würde: in deutschen Badezimmern.

Laut aktuellen Erhebungen beläuft sich die Gesamtzahl der Bäder in Deutschland auf rund 46,2 Millionen. Ebenfalls interessant: Die Deutschen halten sich im Durchschnitt rund 40 Minuten täglich im Bad auf – Tendenz steigend. Damit ist das Badezimmer der meistgenutzte Raum nach Wohnzimmer und Küche. Kein Wunder also, dass es zunehmend mit in die Hausautomatisierung eingebunden wird.

 

Smartes Badezimmer

Wanne voll per App

Ebenso wie in Wohnzimmer oder Küche bietet auch das Badezimmer unzählige Automatisierungsmöglichkeiten. Wer gern direkt nach der Arbeit oder der morgendlichen Joggingrunde ein heißes Bad genießt, kann bereits auf dem Heimweg per App Wasser in die Wanne einlaufen lassen. Clevere Sensoren garantieren dabei, dass ein Überlaufen ausgeschlossen wird. Auch eventuell vorhandene Belüftungseinrichtungen können automatisch gesteuert werden. Hierzu messen Sensoren die Luftfeuchtigkeit im Bad und geben ab einem zuvor definierten Wert das Kommando zum Lüften an die Anlage weiter.

Leuchtende Beispiele der Automatisierungstechnik

Auch die Beleuchtung lässt sich im Badezimmer steuern – zum Beispiel nach Tageszeit oder Verwendung. So bevorzugt man am frühen Morgen vielleicht helles Licht zum Aufwachen oder Schminken, während der Zustand „volle Wanne“ dem System signalisiert, dass nun eher gedimmtes Licht zum Entspannen gewünscht wird. Auf diese Weise können unzählige verschiedene Lichtszenarien für das Badezimmer festgelegt und automatisch abgerufen werden. Auch die Kopplung der Lichter mit einer Soundanlage ist möglich – für Entspannungsmusik beim Baden oder aktuelle Nachrichten beim morgendlichen Rasieren. Nachts kann ein vernetzter Bewegungsmelder dafür sorgen, dass der Weg zum Bad und auch das Badezimmer selbst automatisch beleuchtet werden – für nächtliche Toilettengänge ganz ohne lästige Lichtschaltersuche.

Einstellen und abduschen

Die Hersteller von Sanitäranlagen heißen den Automatisierungsboom mehrheitlich willkommen und reagieren mit entsprechenden Produkten. Duschsysteme mit hochmoderner Thermostattechnologie lassen es zum Beispiel zu, die Wassertemperatur und -stärke je nach den persönlichen Vorlieben einzelner Familienmitglieder zu speichern und per Knopfdruck abzurufen. Langwieriges Einstellen gehört damit der Vergangenheit an. Auf diese Weise können auch verschiedene Duschszenarien definiert und immer wieder eingespielt werden – zum Beispiel die schnelle Dusche mit genau vorgegebener Wassermenge, die heiße Dusche mit abschließendem kalten Guss, die Dusche mit Massagestrahl gegen Nackenverspannung oder die exakt 38 Grad warme Dusche für die kleinsten Familienmitglieder. Automatisierte Szenarien sind auch für die Badewanne umsetzbar, zum Beispiel mit der individuellen Festlegung bevorzugter Füllhöhen und Wassertemperaturen. Wer das zu verspielt findet und trotzdem von Automatisierungsmaßnahmen profitieren möchte, greift vielleicht eher zu einem der Badsysteme, die Wasserlecks auffinden und ihren Benutzern beim Auffinden eines solchen buchstäblich den Hahn abdrehen, um Wasserschäden zu vermeiden.

Diese und künftige Automatisierungstrends können dazu beitragen, das Badezimmer zum smarten Raum aufzuwerten, in dem man zunehmend mehr Zeit verbringen möchte. Ob das Bad dadurch langfristig dem Wohnzimmer oder der Küche den Beliebtheitsrang abläuft, bleibt natürlich abzuwarten.


 

 

 

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