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Fahrerlose Transportsysteme

Insicht - Das Digitaljournal von TÜV SÜD Product Service

Schnell, stark, smart

Unser Jahrhundert ist vom Thema Automatisierung geprägt: Roboter und Automaten übernehmen in der Industrie mehr und mehr Arbeiten. Dabei haben sie sich im Laufe der letzten Jahre rasant weiterentwickelt – von einfachen Maschinen, die standardisierte Arbeiten ausführen, hin zu stählernen Kollegen, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten und intelligente Aufgaben meistern. Zur Gattung intelligenter Automatisierungslösungen gehören auch sogenannte Fahrerlosen Transportsysteme.

Fahrerlose Transportsysteme

Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) sind international auf dem Vormarsch und aus den Bereichen Automatisierung, Fertigung und Logistik kaum noch wegzudenken. Bei den fortschrittlichen Helfern handelt es sich im Prinzip um Fördersysteme, bei denen Fahrzeuge Waren innerhalb eines Lagers oder einer Produktionshalle von A nach B transportieren – und zwar ganz ohne einen Menschen am Steuer.

Buchstäblich wegweisend

Dank intelligenter Steuerung und Standortbestimmung wissen Fahrerlose Transportsysteme immer genau, wo sie sich gerade befinden, was sie wo abholen müssen und wohin es anschließend transportiert werden soll. Oft werden sie dabei über Tablets oder Smartphones gesteuert. FTS laufen dabei in der Regel auf Rädern und können sich theoretisch frei im Raum bewegen. Damit sie nicht vom rechten Weg abkommen, verwendet man häufig Indoor-GPS oder Markierungen am Boden, die von den Sensoren der Fahrzeuge erkannt werden und ihnen damit zuverlässig den Weg weisen. Das garantiert auch, dass es nicht zu Kollisionen von zwei oder mehr Fahrzeugen kommt.

Vielerorts kommen bereits Fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz, die über künstliche Intelligenz verfügen. Diese cleveren Maschinen stellen selbstständig fest, dass es gerade einmal nichts für sie zu tun gibt, und fahren in diesem Fall automatisch zu ihren Ladestationen. Außerdem haben Fahrzeuge mit künstlicher Intelligenz die Fähigkeit, sich gegenseitig zu beobachten und gezielt voneinander zu lernen.

Vielseitig einsetzbar

Die Einsatzgebiete und -arten Fahrerloser Transportsysteme sind schier grenzenlos. So gibt es beispielsweise voll automatisierte Gabelstapler, die Paletten anheben und zielsicher in eine andere Halle transportieren. Andernorts düsen 300 Miniroboter in Form kleiner Kipplader auf am Boden aufgezeichneten Wegstrecken durch eine riesige Lagerhalle, nehmen Päckchen auf und transportieren sie zu Ablagelöchern, in die sie sie unter Verwendung ihrer Kippfunktion hineinwerfen. Jedes Ablageloch entspricht dabei einem Postleitzahlengebiet.

FTS übernehmen zunehmend auch komplexe Aufgaben, die aus mehr als einer Tätigkeit bestehen. Im Automobilbereich bauen Roboter einzelne Fahrzeugkomponenten zusammen und fahren diese Einheiten im Anschluss direkt zum nächsten Produktionsplatz. Im Bereich 3D-Druck profitieren Unternehmen von FTS, die gedruckte Produkte abholen und zwecks Feinbearbeitung ebenfalls gleich zur nächsten Station bringen.

Wirtschaftlich und flexibel

Die Vorteile Fahrerloser Transportfahrzeuge sind ebenso vielseitig wie überzeugend: Sie tun rund um die Uhr ihren Dienst, arbeiten im immer gleichen und optimalen Tempo, zeigen selbst zu fortgeschrittener Stunde keinerlei Ermüdungserscheinungen und fahren nicht in den Urlaub. Für FTS ist buchstäblich niemals Feierabend. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Produktivität eines Unternehmens. Ein weiterer Vorteil: Sie sind flexibel einsetzbar – je nach Auftragslage – und können an unterschiedliche Aufgabenstellungen angepasst werden. 

Überzeugend in sensiblen Bereichen

FTS kommen auch immer da zum Einsatz, wo man aus unterschiedlichsten Gründen keine Menschen einsetzen möchte. So tauschen sie zum Beispiel in abgeriegelten Unternehmenstrakten, zu denen aus Sicherheits- und Datenschutzgründen keine Mitarbeiter Zugang haben, vollautomatisch die Server aus. Auch an Orten, an denen für Menschen potenzielle Gesundheitsrisiken bestehen, haben sie sich bewährt, indem sie zum Beispiel Chemikalien von A nach B bewegen, um sie zu entsorgen. Im medizinischen Bereich arbeiten Entwickler daran, die Zusammenstellung und Ausgabe von Medikamenten mit entsprechenden Fahrerlosen Transportsystemen zu automatisieren, um menschliche Fehler im oftmals turbulenten Krankenhausalltag erfolgreich auszuschließen.

Nachfrage nach Zertifizierung boomt

Fahrerlose Transportfahrzeuge müssen sicher miteinander agieren, zuverlässig ihre Aufgaben erfüllen und dürfen natürlich für ihre menschlichen Kollegen keinerlei Gefahr darstellen. Bei der Gewährleistung dieser Punkte kommen wir von TÜV SÜD ins Spiel. Bereits seit über fünf Jahren beschäftigen wir uns mit FTS, da uns ein führender Hersteller von Robotertechnik regelmäßig mit Prüfungen beauftragt. „Die Nachfrage nach der Zertifizierung einzelner Fahrzeuge und ganzer Systeme ist riesig, wir haben hier mehrere Projekte laufen“, so der zuständige TÜV SÜD-Projektleiter Matthias Hartl. Deshalb sind TÜV SÜD-Mitarbeiter bereits wahre Experten auf diesem ansonsten recht jungen Gebiet. Zur Prüfung beim Kunden vor Ort gehören dabei Beschleunigungs- und Kipptests sowie Prüfungen auf Sicherheit und elektromagnetische Verträglichkeit. Letztere garantiert, dass Fahrerlose Transportsysteme andere elektronische Geräte in ihrem Umfeld nicht stören und sich andererseits auch nicht durch andere Geräte stören lassen. „Unsere Prüfer nehmen FTS genauestens unter die Lupe und unterstützen Hersteller von Fahrerlosen Transportsystemen in Europa dabei, ihre Fahrzeuge überall auf den Markt bringen zu dürfen. So kann ein deutsches FTS beispielsweise in China oder Nordamerika zum Einsatz kommen“, weiß Hartl. Auch künftig wird das Team von TÜV SÜD jede Menge Prüfarbeit haben – bei der Entwicklung Fahrerloser Transportsysteme ist schließlich noch lange kein Ende in Sicht.


Warum ist die Prüfung von fahrerlosen Transportsystemen wichtig?

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