Wählen Sie ein anderes Land, um sich über die Services vor Ort zu informieren

//Land auswählen

Dancing in the Rain

Insicht - Das Digitaljournal von TÜV SÜD Product Service

Dancing in the Rain

Insicht - Das Digitaljournal von TÜV SÜD Product Service

Schiltach, ein kleines idyllisches Städtchen im Schwarzwald, durch das der Fluss Kinzig rauscht. Direkt am Ufer des Flusses steht die Firmenzentrale des traditionsreichen Familienunternehmens von Sanitärtechnik Hansgrohe. Und auch hier dreht sich alles ums Wasser. 
In der Firmenzentrale werden nicht nur neue Trends für Wasserhähne und Duschbrausen entwickelt, in der „Showerwelt“ können Kunden sich in zahlreichen Musterbädern unter 40 verschiedene Duschen stellen und hautnah alle Arten von Wasserstrahlen am eigenen Körper erleben.   

Oliver Schneider - Quelle: Hansgrohe

Smarte Duscherlebnisse

Abkühlung und Erfrischung versprechen Brauseköpfe wie Rainfinity. In Hunderten hauchdünnen Strahlen regnet das Wasser sanft herab. Entscheidend für das angenehme Duschen ist nämlich, wie sich der Wasserstrahl auf der Haut anfühlt. Die Wasserstrahlen prasseln besonders weich auf die Haut, da sie mit Sauerstoff angereichert sind. Damit der Wasserspaß sich nicht nur ordentlich anfühlt, sondern auch gut klingt, arbeitet bei Hansgrohe sogar eine eigene Sounddesignerin. Ein weiterer Trend sind intelligente Sensoren in den Armaturen, die sich melden, wenn der Wasserdurchfluss stark ansteigt oder abflaut. Denn auch das Thema Nachhaltigkeit bewegt die Entwickler. 

Alle Armaturen und Brausen werden vorab im hauseigenen Labor getestet. „Wir haben uns selbst höchste Qualitätsstandards auferlegt, die sogar über die vorgeschriebenen Normen hinausgehen und die unsere eigenen Installateurmeister überwachen“, sagt Oliver Schneider von Hansgrohe. Ihre Erfahrung und ihr Know-how aus der Praxis fließen bereits in die Produktentwicklung mit ein. 

Oliver Schneider ist hier Herr über die weltweiten Zulassungen und Zertifizierungen – und somit die Schnittstelle zu TÜV SÜD. „Wir arbeiten hier schon viele Jahre sehr gut zusammen, sind kontinuierlich im Austausch und beide Seiten gewinnen ständig an Know-how dazu“, so Schneider. 
Zu prüfen ist einiges, denn für seine Produkte hält das Unternehmen rund 120.000 Zulassungen und 560 Zertifikate. „Wir haben Topprodukte und darum möchte ich auch auf jedem das TÜV SÜD-Siegel“, so Schneider. Die mechanischen Prüfungen finden alle im TÜV SÜD-Produkttestlabor in Frankfurt am Main statt. Dort wird zum Beispiel überprüft, ob Armaturen irgendwann durch die Dauerbelastung ausschlagen würden oder ob Haltegriffe dem Gewicht des Duschenden standhalten. Prototypen werden geprüft und Wasserhähne, Brauseköpfe & Co. müssen die entscheidenden Tests bestehen, bevor sie in Serienproduktion gehen. 

„Die große Zahl an Zulassungen“, erklärt Michael Staltmayr, Vertriebsleiter für den Bereich Sanitär von TÜV SÜD Product Service, „ergibt sich, weil der Sanitärbereich ein sehr unregulierter Markt ist.“ Was bedeutet: In Europa muss eine Armatur andere Anforderungen erfüllen als in Australien oder Amerika. Unterschiedliche Systeme sind in der Wand verbaut und die technischen Anforderungen sind sogar von Land zu Land ganz unterschiedlich. „Wenn zum Beispiel ein chinesischer Tourist einen Wasserhahn in Deutschland kauft, wird er in China nicht funktionieren.“ In Kalifornien zum Beispiel ist aufgrund der Wasserknappheit gesetzlich geregelt, dass der Wasserzufluss gedrosselt werden muss.

 

Duschen für alle Sinne

Doch nicht nur die Zulassungen auf unterschiedlichen Märkten sind eine Herausforderung für Sanitärhersteller wie Hansgrohe, auch die Digitalisierung hat längst Einzug in unsere Badezimmer gehalten. Hier geht der Trend immer mehr in Richtung Wellness und Entspannung. 
Neuester Coup der Schwarzwälder ist die Smarthome-Dusche RainTunes. Sie kann sieben verschiedene Duschszenarien abspielen, je nach Stimmung oder Aktivität – von beruhigend bis hin zu belebend, für die Entspannung nach dem Sport oder einem harten Arbeitstag. Die Wassertemperatur, die Farbe des Lichts und die Intensität der Wasserstrahlen lassen sich nach Belieben variieren. Auch Sound und Videos werden eingespielt. Alles, was man dafür braucht, ist ein Smartphone und die entsprechende App. Mit einem Fingertipp lädt die App das ausgewählte Szenario in die Dusche und es wird dort über den Play-Button gestartet. 

„Das ist eine hoch spannende Entwicklung. Die Dusche ist richtig smart und internetfähig und verfügt über eine Licht- und Sprachsteuerung“, erklärt Michael Staltmayr. „Hier überprüfen wir die elektrische Sicherheit und sie braucht eine Funkzulassung, da die Komponenten vom Internet aus angesteuert werden können.“ 

Übrigens: Auch privat betrachtet Oliver Schneider von Hansgrohe Bäder mit dem Blick des Fachmanns. „Im Hotel schaue ich mir zuerst das Bad an oder die Gästetoilette bei Freunden – wie ist es gebaut, plätschert das Wasser anders, welche Armaturen sind installiert? Berufskrankheit“, schmunzelt er. 


Warum ist die Prüfung auf elektrische Sicherheit wichtig?
Was versteht man unter einer Funkprüfung?

 

Wissenswert

Smartes Bad

Smartes Bad

Badewasser per App einstellen, Duschtemperatur individuell speichern. Auch in Bädern hat die Digitalisierung Einzug gehalten.

Alle INSICHT-Artikel

Wie können wir Ihnen helfen?

WORLDWIDE

Global

Americas

Asia

Europe

Middle East and Africa