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Startfahrplan für den Caravan

TÜV SÜD/Caravan/Saisonvorbereitungen

TÜV SÜD/Caravan/Saisonvorbereitungen

25. Mai 2023

Die Winterpause ist passe, der Caravan wird wieder zum mobilen Urlaubsquartier. Doch vor der ersten Ausfahrt in der neuen Saison „sollte man einen ausgiebigen Technikcheck machen“, legt Alexander Bausch von TÜV SÜD Gespannfahrern ans Herz. Diverse Prüfpunkte kann man in eigener Regie abarbeiten. „Ganz obenan stehen die Reifen“, sagt Bausch: „Camper-Reifen fahren sich nicht ab, sondern stehen sich kaputt.“

Pneus, die älter als sieben Jahre sind, sollten auf jeden Fall genauer inspiziert werden. Bei einem nötigen Wechsel empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann, Schwerlastreifen zu montieren. Sie kosten zwar etwas mehr, bieten allerdings bei einem Ernstfall (Vollbremsung, Aufschaukeln, Überlast) mehr Reserven als herkömmliche Reifen.

Doch auch der Mensch sollte sich vorbereiten. Selbst erfahrene Gespannfahrer müssen sich nach der Winterpause wieder mit dem ungewohnten Handling der Fahrzeugkombination vertraut machen und ein Gefühl für die größere Breite, das veränderte Kurvenverhalten und die schlechtere Übersicht bekommen. Unverzichtbar ist eine ausgedehnte Probefahrt. „Noch besser ist es, vor Beginn der Saison ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren, für Neueinsteiger eigentlich sogar ein Muss“, gibt Alexander Bausch zu bedenken und auch sein Wissen um die diversen gesetzlichen Bestimmungen für die Gespannfahrt auffrischen. So darf man beispielsweise in einigen Ländern wie etwa Belgien mit der Ferienfuhre schneller als die zumeist geltenden 100 Kilometer pro Stunde (km/h) fahren, doch davon rät der TÜV SÜD-Fachmann gleichwohl ab: „Die meisten Wohnwagen sind bauartbedingt nur bis Tempo 100 freigegeben. Im Fall eines Unfalls kann die Versicherung ihre Leistungen kürzen.“

Vor der ersten Frühlingsfahrt sollten alle Komponenten der Gasanlage auf Risse und Beschädigungen überprüft werden, unabhängig von den amtlichen Prüfintervallen. Neben entsprechenden Fachwerkstätten bieten Prüforganisationen wie TÜV SÜD solche Leistungen. „Zweckmäßigerweise erkundigt man sich telefonisch nach den Möglichkeiten und fixiert einen Termin“, rät Bausch.

„Nicht immer ist es eine defekte Sicherung oder Birne, wenn etwas nicht ordnungsgemäß funktioniert“, schildert Bausch seine Erfahrungen bei Defekten in der elektrischen Installation. Oftmals sind den Winter über Kontakte oxidiert und müssen lediglich gesäubert werden. Das gilt ebenso für die Steckdose am Auto und für den Mehrfachstecker am Wohnwagen. Tipp: vor der Saisonpause zu einem Kontaktspray greifen, um vorab solche Probleme zu minimieren.

Nach der Winterpause weist erfahrungsgemäß die Auflaufbremse Funktionsmängel auf, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Beobachtungen: „Deshalb den Wohnwagen ankoppeln und bei langsamer Fahrt einer Bremsprobe – am besten auf einem leeren Parkplatz, wo niemand behindert oder gefährdet werden kann – unterziehen. Wenn der Wohnanhänger merklich an der Anhängerkupplung schiebt, ist die Bremswirkung während der Fahrt nicht ausreichend.“ Empfehlenswert ist zudem, die Schmiernippel an der Auflaufbremse etwa alle 1.000 Kilometer mittels Fettpresse abzuschmieren. „Bei längeren Urlaubsfahrten ruhig auch mal bei einem Zwischenstopp nachfetten“, empfiehlt der TÜV SÜD-Ingenieur. Etwas Schmierung kommt zudem den Spindeln der Caravan-Stützen zugute.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucá

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