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Lupfen und sparen

TÜV SÜD/Spritverbrauch/Sparen

TÜV SÜD/Spritverbrauch/Sparen

25. Mai 2023

Leichtlaufreifen, Leichtlauföl, Zylinderabschaltung, Rekuperationssysteme, radarunterstützte Tempomaten: Die Zahl der technischen Spritsparhilfen ist schier katalogdick, und die Möglichkeiten sind längst noch nicht ausgereizt. Doch der entscheidende Faktor bleibt der Mensch. „Mit einer neuen Fahrkultur lässt sich der Kraftstoffverbrauch bei Diesel- und Benzinfahrzeugen dauerhaft um bis zu 25 Prozent verringern“, wirbt Matthias Strixner von TÜV SÜD in München für den ökologischen Einsatz des Autos. Durch eine vorausschauende Fahrweise kann man den Spritverbrauch senken, ohne dass man deswegen länger unterwegs ist. Auch Elektromobile sparen so Energie und gewinnen an Reichweite.

„Rechtzeitiges Hochschalten bei konventioneller Technik mit manuellem Getriebe reduziert die Motorendrehzahl und somit den Verbrauch erheblich. Moderne Pkw lassen sich je nach Übersetzung des manuellen Schaltgetriebes im Stadtverkehr, ohne zu ruckeln auch im fünften oder sechsten Gang bewegen“, schildert Matthias Strixner seine Erfahrungen. Zugleich widerspricht der TÜV SÜD-Ingenieur einem weitverbreiteten Vorbehalt: „Fahren im unteren Drehzahlbereich schadet dem Motor keinesfalls.“

Für Automatikautos gilt: Beim Beschleunigen das Gaspedal leicht lupfen. Dann wählt das Getriebe von selbst die nächsthöhere, mithin kraftstoffsparende Fahrstufe. Zeigen Ampeln Rotlicht, beim Heranfahren das Fahrzeug rollen lassen und so spät wie möglich auskuppeln. Das nutzt die Schubabschaltung des Motors optimal. Geht der Fuß vom Gas, unterbrechen Einspritzaggregate die Kraftstoffzufuhr. Die Antriebsmaschine bremst gleichzeitig den Wagen, ohne Sprit zu verbrennen. Das gilt ebenso für Gefällestrecken. Elektroautos lassen sich vielfach durch einen zurückgenommenen Gasfuß abbremsen. Mancher Fahrer entwickelt dabei einen regelrechten Ehrgeiz, die Bremse möglichst wenig einzusetzen. Durch die einsetzende Rekuperation lassen sich die Reichweiten durchaus erhöhen.

In einem Stau oder bei Ampelstopps von mehr als 15 Sekunden lohnt es sich bei konventionellen Autos ohne Start-Stopp-Automatik, den Motor manuell abzustellen. „Eine Stunde Leerlauf kostet mindestens einen Liter Kraftstoff“, rechnet Strixner vor. Energiefresser wie Klimaanlage, Sitz- oder Heckscheibenheizung sollten möglichst sinnvoll und nur so lange wie nötig eingesetzt werden. Sie können, je nach Ausführung, den Spritkonsum durchaus merkbar in die Höhe treiben.

Auch unnötiger Ballast kostet Energie. „Deshalb den Kofferraum entrümpeln“, empfiehlt Strixner. 100 Kilogramm steigern den Verbrauch um rund 0,3 Liter. Wer – etwa nach einer Ferienfahrt – Fahrradträger oder Gepäckboxen ungenutzt spazieren fährt, muss mit einem deutlichen Mehrverbrauch rechnen. Und schließlich heißt es, den Reifenluftdruck regelmäßig checken. 0,2 bar zu wenig erhöht den Verbrauch um bis zu zehn Prozent und kann zu Reifenplatzern führen.

Sparsam zu fahren, lässt sich lernen. Autoclubs bieten dazu Lehrgänge an und zeigen, wie durch entsprechende Fahrweise das Energiebudget entlastet wird. Darüber hinaus sollte bei Dieseln und Benzinern der Tankzeitpunkt aufgrund der aktuell anhaltenden Preissteigerungen mit Bedacht gewählt werden. Die Preise schwanken regional und abhängig von der Tageszeit erheblich. Und bevor man eine Zapf- oder Ladesäule ansteuert, sollte man sich im Internet einen Preisüberblick verschaffen. Dazu bieten sich diverse Verbraucherportale an.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucá

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