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Presse und Medien

17. Oktober 2022

TÜV SÜD und EIT InnoEnergy starten Partnerschaft gegen Fachkräftemangel im Batteriesektor

TÜV SÜD und EIT InnoEnergy, der Innovationstreiber für nachhaltige Energie in Europa, wollen in Deutschland dem Fachkräftemangel im Zukunftssektor Batterien gemeinsam entgegenwirken. Hierzu wird die TÜV SÜD Akademie, einer der führenden Anbieter beruflicher Aus- und Weiterbildung im deutschsprachigen Raum, zahlreiche Trainingsinhalte der EBA-Akademie in ihr Kursprogramm aufnehmen, vermarkten und durchführen. Die 2021 von EIT InnoEnergy ins Leben gerufene Lernplattform der Europäischen Batterieallianz (EBA) deckt die gesamte Themenbandbreite der Batterieindustrie ab. Im Zusammenspiel mit nationalen Bildungspartnern wie der TÜV SÜD Akademie sollen so bis 2025 hunderttausende Fachkräfte qualifiziert werden. EIT InnoEnergy wird vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT), einer Körperschaft der Europäischen Union, unterstützt.

Europaweit befinden sich nach aktuellem Stand 37 Gigafabriken in unterschiedlichen Stadien der Entstehung. Allein in Deutschland sollen in den nächsten Jahren zehn dieser Großfabriken an den Start gehen, darunter Teslas Batteriefabrik in Grünheide, die von Volkswagen in Salzgitter, Northvolt 3 in Heide oder CATLs Werk in der Nähe von Erfurt. Laut Benchmark Minerals wird bereits 2024 der europäische Anteil an der Batteriezellfertigung bei rund 15% und damit weltweit an zweiter Stelle hinter China liegen – noch vor den USA und dem Rest Asiens. Aus heutiger Perspektive ist so eine jährliche Wertschöpfung von 250 Milliarden Euro in Europa ab 2025 realistisch. Dadurch könnten bis zu 4 Millionen Arbeitsplätze im Batteriesektor entstehen.

„Deutschlands Arbeitsmarkt wird überproportional von dieser Entwicklung profitieren. Allerdings sehen wir schon jetzt, dass die Firmen händeringend nach Experten suchen“, erklärt Jörg Schemat, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Akademie. „Umso dringender ist eine breitangelegte Weiterbildungsoffensive, gerade auch für diejenigen, deren Jobs direkt oder indirekt vom absehbaren Verbrenner-Aus bedroht sind. EIT InnoEnergy hat über viele Jahre enorme Batterie-Expertise aufgebaut und in hochwertige Bildungsinhalte gegossen. Und wir haben exzellente Hebel und etablierte Formate, diese in die Breite zu tragen.“

Für eine Fabrik mit einer angestrebten Produktionsmenge von 30 GWh werden von der Planung bis zur Volumenfertigung im Schnitt rund 3.300 Mitarbeiter benötigt. Und die Zellfertigung ist nur ein Ausschnitt der gesamten Wertschöpfungskette. Neben den enormen Chancen liegt darin auch eine der zentralen Herausforderungen.

Christian Müller, Mitglied des Vorstands von EIT InnoEnergy, dazu: „Dass sich die überaus positive Entwicklung in der deutschen und europäischen Batterieindustrie in gleicher Weise fortsetzt, ist kein Selbstläufer. Neben kritischen Rohstoffen wie Lithium, Kobalt oder Nickel ist die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte der derzeit größte Flaschenhals auf dem Weg zu dem anvisierten 250 Milliardenmarkt. Mit TÜV SÜD und seiner Akademie haben wir einen der renommiertesten Bildungsanbieter Deutschlands als Partner für unsere EBA-Akademie gewonnen, mit dem wir nun zügig die so wichtige Qualifizierungsoffensive vorantreiben können.“

Nach Schätzungen der Europäischen Batterieallianz wird im europäischen Batteriesektor bis 2025 eine Angebotslücke von bis zu 800.000 Fachkräften klaffen. In Deutschland werden laut Prognose der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität bis 2030 rund 65.000 Fachkräfte fehlen. Wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. Aus diesem Grund hat EIT InnoEnergy Anfang 2021 im Rahmen der Europäischen Batterieallianz mit offiziellem Mandat von Maroš Šefčovič, Vizepräsident der Europäischen Kommission, die paneuropäische Aus- und Weiterbildungsplattform EBA Academy ins Leben gerufen.

Die EBA-Akademie behandelt in digitalen, blended learning und Präsenz-Formaten eine enorme und stetig wachsende Fülle an Batteriethemen für alle Wissensstufen. Bei der Lokalisierung der Trainingsinhalte wie auch der Vermarktung und Durchführung der Kurse setzt EIT InnoEnergy stark auf Partnerschaften mit etablierten Trainingsanbietern wie der TÜV SÜD Akademie.

Diese Maßnahmen gehen Hand in Hand mit der vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie ins Leben gerufenen Deep-Tech-Talent-Initiative, einem Programm, mit dem in den nächsten drei Jahren eine Million Menschen in europäischen Deep-Tech-Feldern qualifiziert werden sollen.

Über die TÜV SÜD Akademie
Die TÜV SÜD Akademie ist einer der führenden Anbieter beruflicher Aus- und Weiterbildung im deutschsprachigen Raum. Mit mehr als 600 Seminarthemen in den Bereichen Management, Technik und Gesundheit ist die TÜV SÜD Akademie der professioneller Weiterbildungspartner für jährlich mehr als 200.000 Teilnehmende, ob vor Ort an 19 Standorten in Deutschland oder digital im virtuellen Klassenzimmer. www.tuvsud.com/akademie

Über EIT InnoEnergy
EIT InnoEnergy ist einer der führenden Innovationstreiber für die Energiewende. Indem es bahnbrechende Technologien und die erforderlichen Kompetenzen zusammenbringt, leistet EIT InnoEnergy einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des European Green Deal und zur Erreichung der europäischen Dekarbonisierungsziele. Im Jahr 2020 als global aktivster Energie-Investor und als einer der größten Investoren in klimafreundliche Technologien (Climate Tech) und Erneuerbare Energie-Technologien anerkannt, unterstützt EIT InnoEnergy Innovationen in einer Vielzahl von Bereichen – darunter Energiespeicher, Transport und Mobilität, erneuerbare Energien sowie nachhaltige Gebäude und Städte. Hierbei kann es auf ein einzigartiges „Ökosystem“ aus über 560 Partnern und 29 Anteilseignern zurückgreifen.

EIT InnoEnergy wurde 2010 gegründet und wird vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) unterstützt. Das EIT ist eine 2008 gegründete unabhängige Körperschaft der Europäischen Union, die Innovationen und Unternehmertum in ganz Europa vorantreibt. EIT InnoEnergy ist mit Niederlassungen in ganz Europa und in Boston/USA vertreten. www.innoenergy.com

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Pressekontakt: Sabine Krömer

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