Presse und Medien

21. November 2022

Biker-Bekleidung – Ohne Zittern durch den Winter

Harte Ganzjahresfahrer kennen ja ohnehin kein schlechtes Wetter, aber auch Schönwetterfahrer können die Saison deutlich verlängern. Immer dann, wenn die Straßen trocken sind, machen Ausfahrten mit der richtigen Bekleidung selbst im Herbst und Winter viel Spaß. „Hochwertige Biker-Bekleidungen besitzen eine Schutzschicht samt Protektoren, sowie Membrane, Abriebschutz und Isolationsschicht in einem Produkt vereint“, schildert Jürgen Lebherz von TÜV SÜD in München seine Erfahrungen. Das ist praktisch, trotzdem bleibt wichtig, dass alle Schichten, welche getragen werden, auch im Zusammenspiel funktionieren. „Der häufigste Fehler, der gemacht wird“, weiß Lebherz, „ist, dass zum Beispiel Unterwäsche sowie ein T- oder Sweatshirt aus Baumwolle unter der Motorradkleidung getragen wird.“

Damit funktionieren zwar die obersten Schichten hervorragend, darunter jedoch sammelt sich der Schweiß vom Körper in den Schichten mit Baumwoll-Anteil. Der Schweiß kommt also gar nicht bis zu den Membranen der Motorradjacke, sondern bleibt schon vorher, näher am Körper hängen. Beim eiskalten Fahrtwind im Winter fühlen sich die feuchten Stellen dann kalt und unangenehm an. Es ist also das gesamte Jahr über wichtig, bei keiner Bekleidungsschicht ein Nadelöhr für den Schweiß anzuziehen. Ebenfalls sollten bei Socken oder Unterwäsche unbedingt atmungsaktive Komponenten gewählt werden.

Zudem bieten zahlreiche Bekleidungshersteller inzwischen zum Kampf gegen die Kälte eine ganze Palette beheizbarer Motorradbekleidung an: Vom Sturmkragen bis zum Strumpf, vom Handschuh bis zur Unterhose – alles mit eingebauter Elektroheizung. „Der nötige Strom kommt entweder aus einem Akku oder direkt aus dem Bordnetz der Maschine“, erläutert der TÜV SÜD-Fachmann.

Jenseits solcher High-Tech-Lösungen ist eine zusätzliche Imprägnierung der obersten Schichten überlegenswert. „Denn die wasserdichte Schicht von Motorradbekleidung mit Klimamembran liegt ja unterhalb der abriebfesten Schicht“, erläutert Lebherz. Die Imprägnierung erleichtert das Abperlen von Regen oder aufgewirbeltem Wasser vorausfahrender Fahrzeuge und erschwert damit, dass sich das Gewebe über der Klimamembran vollsaugt. Einen vollständigen Schutz bietet die Imprägnierung indes nicht. Zudem lässt die Wirkung mit der Zeit nach. Es ist deshalb ratsam, das Prozedere mit einem Spezialspray für atmungsaktive Motorradkleidung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Unabhängig vom Wärmethema ist während der dunkleren Jahreszeiten das Thema Sichtbarkeit besonders beherzigenswert. „Wichtig ist, stets gut gesehen zu werden, deshalb helle Farben wählen und auf Reflektoren achten“, legt Lebherz Motorradfreunden ans Herz.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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