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Presse und Medien

26. Juli 2022

Horrorszenario Autobrand

Schier pausenlos kracht es, wirbeln Autos durch die Luft, explodieren oder fackeln spektakulär ab. Wer auch immer für die RTL-Kultserie „Alarm für Cobra 11“ die Fahrzeuge präpariert, er hat genug zu tun. „Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus“, weiß Eberhard Lang von TÜV SÜD: „So schnell brennt nach einem Unfall ein Fahrzeug normalerweise nicht und selbst wenn, kommt es nur äußerst selten zu einer Explosion.“ Es bleibt also ausreichend Zeit zur Rettung und Brandbekämpfung. „Aber man sollte wissen, was zu tun ist und einen Feuerlöscher zur Hand haben“, mahnt Lang.

Grundsätzlich empfehlen Fachleute, einen Feuerlöscher an Bord zu haben, der die DIN EN 3 erfüllt. Besonders geeignet und sehr handlich sind Zwei-Kilogramm-ABC-Pulverlöscher, zu denen auch der TÜV SÜD rät. Deren Experten haben noch eine weitere Empfehlung parat: Jeder Feuerlöscher sollte alle zwei Jahre von einem Fachmann überprüft werden.

„Sofern Sie noch Kontrolle über das Fahrzeug haben, sollten Sie es an einem Ort zum Stehen bringen, an dem es keinen größeren Schaden hervorruft und beispielsweise weitere Personen in Gefahr bringt“, nennt Lang die Grundregeln für solch brenzlige Situationen und „den Motor abschalten.“ Dadurch wird die Treibstoffzufuhr unterbrochen. Ansonsten gilt, das Fahrzeug so schnell wie möglich verlassen, sich sowie Insassen in Sicherheit bringen, den Notruf wählen.

Zumeist entstehen Fahrzeugbrände nicht durch Unfälle, sondern durch Kurzschlüsse, undichte Ölleitungen, also durch technische Defekte. Deshalb können sie, bevor der Innenraum brennt, mit einem Handfeuerlöscher wirksam niedergehalten werden. Wie das geht, schildert TÜV SÜD-Fachmann Lang: „Die Flammen müssen im Brandherd immer von unten bekämpft werden.“ Um besser an den Entstehungsort des Feuers heranzukommen, sollte die Motorhaube nur einen Spalt geöffnet werden, um mit kurzen Löschstößen in den Motorraum zu sprühen. Keinesfalls darf man die Haube ganz aufreißen. Verpuffungen können die Folgen sein. Der zusätzliche Sauerstoff facht das Feuer an.

Branduntersuchungen haben gezeigt, dass Flammen sich verhältnismäßig langsam ausbreiten. Bis ein Wagen komplett in Flammen steht, vergehen mehrere Minuten und solange keine Flammen im Innenraum sind, sind Rettungsversuche möglich, Erfolg versprechend und für einen Helfer noch nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Erst nach längerer Branddauer steigt die Temperatur im Innenraum steil an, erreicht kurz darauf dann allerdings mehr als 100 Grad. Zugleich sinkt im Fahrzeuginneren die Sauerstoffkonzentration, während die tödliche Kohlenmonoxid-Konzentration dramatisch steigt.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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