Presse und Medien

 2. Februar 2022

Wintermantel mindert Unfallschutz

Bei dicker Winterkleidung besteht die Gefahr, dass der Abstand zwischen Sicherheitsgurt und Körper zu groß wird. Wer sich also mit dickem Wintermantel oder molliger Daunenjacke ins Auto setzt, gefährdet seine Sicherheit. Es entsteht eine Gurtlose, wie Techniker sagen. „Damit bezeichnet man den losen oder nicht anliegenden Teil eines Sicherheitsgurts am Körper. Diese Gurtlose entsteht beim Dreipunkt-Automatikgurt systembedingt durch die Gurtdehnung, den Filmspuleneffekt des Aufrollmechanismus sowie durch weite Kleidung“, erläutert Eberhard Lang von TÜV SÜD. Die Folge: Der Körper legt bei einem Unfall einen zu langen Leerweg zurück, bevor er vom Gurt aufgefangen werden kann. Die Verletzungsgefahr steigt stark an. Selbst Gurtstraffer können diese zu große Gurtlose beim Aufprall nicht vollständig kompensieren.

Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern kann das quer liegende Gurtband tief in den Bauch einschneiden. Es drohen schwerwiegende Verletzungen etwa von Milz oder Leber und sogar innere Blutungen. „Auch bei Notbremsmanövern kann es bereits zu kleineren Verletzungen kommen“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken. Durch die Wattierung in der Winterkleidung hat der Gurt Spielraum zum Körper hin und liegt bereits beim Angurten über dem unteren Bauchraum. Richtig angelegt sollte der Beckengurt möglichst weit unten auf dem Hüftknochen sitzen und diesen fest umspannen, bei Kindern die Oberschenkel.

Lang rät, vor dem Einsteigen Mantel oder Jacke abzulegen oder zumindest über den Gurt zu ziehen: „Auch Kinder sollten auf diese Weise oder besser noch ohne dicke Winterkleidung angegurtet werden. Gegen die Kälte hält man eine Decke bereit, am besten im Haus vorgewärmt.“ Optimal ist eine Standheizung, die das Auto vor dem Start bereits mollig warm macht und bei Frostwetter auch das Enteisen übernimmt.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

 

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