Presse und Medien

2. Februar 2022

Schwer e Gegenstände und Koffer immer nach unten packen

Ungezählte Wintersportfreunde wollen sich trotz Corona und Omikron nicht ihre Wintersportfreude vermiesen lassen und so sind mit entsprechenden Auflagen schon etliche Pisten freigegeben. Zumeist wird die Reise mit dem Auto absolviert und da bringen Skistiefel, Schlitten und jede Menge Kleidung erfahrungsgemäß so ziemlich jedes Familienauto an die Grenze seiner Ladungskapazität. Damit all dies beispielsweise bei einer Notbremsung keine verletzungsträchtige Eigendynamik entwickelt, muss alles sicher verstaut sein. Grundsätzlich empfiehlt Eberhard Lang von TÜV SÜD: „Schwere Gegenstände und Koffer immer nach unten packen und möglichst direkt an die Rücksitzlehne schieben. Rücksitze daher nur falls nötig umklappen.“

Oben sollten nur leichte Gegenstände verstaut und Gepäcknetz oder Laderaumgitter hochgezogen werden, wenn über die Höhe der Rücksitzlehne geladen wird. In Kombis empfiehlt es sich, die gesamte Ladung mit einem Gepäcknetz abdecken und diagonal mit Gurten sichern. Dazu Zurrösen am Ladeboden nutzen. Der beste Platz für Skistiefel ist im Fußraum hinter den Vordersitzen. Einige Fahrzeuge haben Durchladeöffnungen zum Kofferraum. So finden lange Ski selbst in kleineren Autos ihren Platz. Optimal werden in diesem Fall Skisäcke verwendet, die die Bretter in der Durchlade fixieren.

Ein besonderes Kapitel sind Dachboxen. Moderne Autos benötigen nicht nur ein auf den Einsatzzweck optimiertes System für Dachboxen oder Skier. „In aller Regel braucht man einen speziell auf den jeweiligen Fahrzeugtyp abgestimmten Grundträger, der nur an den dafür vorgesehenen Befestigungspunkten am Auto sicher montiert werden darf“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Erfahrungen: „Nicht zuletzt dienen die typisierten Konstruktionen dazu, Lack- und Blechschäden am Fahrzeug zu vermeiden und einen sicheren Halt zu gewähren.“

„Skier oder Snowboards werden am besten in dem zusätzlichen Gepäckraum deponiert, wenn im Fahrzeug kein sicherer Platz ist“, empfiehlt Lang. Das Gepäck in der Box sollte ebenfalls mit Spanngurten fixiert werden, um zu verhindern, dass es bei extremen Verkehrssituationen verrutscht oder gar aus der Box herausfällt. Ein aufgerollter Schlafsack oder eine Decke in der Spitze verringern zudem das Risiko von Beschädigungen durch Verrutschen von empfindlichem Frachtgut bei Bremsmanövern. „Nach etwa 50 Kilometern Fahrt nochmals die Befestigung der Box am Fahrzeug checken und gegebenenfalls nachziehen“, legt der TÜV SÜD-Fachmann zudem Autofahrern ans Herz.

Die Ladetaktik, schwere Gegenstände so tief wie möglich im Fahrzeug zu platzieren, hat einen fahrphysikalischen Grund, erläutert Lang: „So bleibt der gewohnte Schwerpunkt des Fahrzeugs weitgehend erhalten und man vermeidet, dass die Fuhre instabil wird.“ Bei schwerer Beladung ändert sich grundsätzlich das Fahrverhalten eines Autos. Beim Bremsen, Beschleunigen und in Kurven reagiert es dann ungewöhnlich. „Bremsproben etwa auf einem passenden Parkplatz helfen erfahrungsgemäß, sich auf das veränderte Fahrverhalten einzustellen. Höhere Geschwindigkeiten beeinflussen ebenfalls das Fahrverhalten“, legt der TÜV SÜD-Fachmann Winterurlaubern ans Herz und gibt zu bedenken: „Ungesicherte Ladung wird mit bis zu 75 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet.“ Zudem droht bei einem Unfall Ärger mit der Versicherung.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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