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Presse und Medien

10. September 2021

TÜV SÜD: FAQs rund um die MPU

84.017 Medizinisch-Psychologische Untersuchungen (MPUs) wurden im Jahr 2020 in Deutschland durchgeführt. (Quelle: bast.de, 2021) Das sind 2.160 weniger als im Vorjahr, dennoch stehen hinter dieser Zahl schwerwiegende Verkehrsdelikte. Aber nach welchen Vergehen ist die Absolvierung der MPU notwendig? Axel Uhle, Verkehrspsychologe bei TÜV SÜD Pluspunkt, beantwortet die häufigsten Fragen im Vorfeld der MPU.

„Wer im Straßenverkehr durch Rasen, Drängeln oder Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss erwischt wird, verliert – je nach Schwere des Vergehens – seinen Führerschein. Um wieder fahren zu dürfen, ist häufig die Teilnahme an der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung notwendig“, erklärt Axel Uhle. Ist der Führerschein weg, gibt es einige Punkte zu beachten, um möglichst schnell wieder ans Steuer zu kommen. Der Experte rät unbedingt zu einer seriösen Vorbereitung.

Vorab-Information

Seriöse Institute informieren Betroffene vorab im Rahmen eines kostenfreien Informationsabends. Hier werden Ablauf und Inhalt der MPU und die Möglichkeiten der Vorbereitung erklärt. Aufgrund der andauernden Pandemielage bietet TÜV SÜD Pluspunkt diese Infoabende online als virtuelles Seminar an. Wenn es die Infektionszahlen zulassen, finden die Veranstaltungen auch wieder in Präsenz statt. Hier sind die regionalen Gegebenheiten der 60 Standorte zu beachten.

Anmeldung erfolgt – wie geht es weiter?

Eine zentrale Frage in der Vorbereitung ist, der Ursache für das Fehlverhalten auf den Grund zu gehen. Dabei stehen in persönlichen Beratungsgesprächen erfahrene Verkehrspsychologen zur Seite, um gemeinsam einen individuellen Fahrplan zurück zum Führerschein zu erarbeiten. Betroffene erhalten seriöse und kompetente Hilfestellung bei den in der MPU geforderten Einstellungs- und Verhaltensänderungen. Das kann in Gruppenmaßnahmen oder in verkehrspsychologischen Einzelgesprächen geschehen und ist auch online möglich.

Expertentipp

Interessierte sollten unbedingt vor der Anmeldung auf die Seriosität und Qualifikation der Berater achten. „Seriöse Berater haben ein Diplom oder einen Master in Psychologie, zudem verfügen sie über eine verkehrspsychologische Ausbildung bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle oder einem Träger von Kursen gemäß §70 FeV (Fahrerlaubnisverordnung)“, rät Axel Uhle.

Vorbereitung zur MPU: Kurse in Präsenz oder Online?

TÜV SÜD Pluspunkt hat während der Pandemie das Online-Angebot an Gruppen- und Einzelsitzungen erweitert. Klienten können seit geraumer Zeit diese digitalen Formate nutzen und sich flexibel und bequem von überall professionell vorbereiten. Der Anfahrtsweg fällt weg und manche fühlen sich in der heimischen Umgebung vor dem Computer in der Gruppensituation sogar wohler. Sind Präsenzveranstaltungen möglich und gewünscht, finden diese selbstverständlich unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen in kleineren Gruppen statt. Axel Uhle: „Ob in Präsenz oder online, die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigen uns, dass sie sich auch in der derzeitigen Sondersituation sehr gut betreut wissen.“

Kosten einer seriösen Vorbereitung

Von Anbietern, die mit einer „Geld-zurück-Garantie“ oder „Bestehens-Garantie“ werben, ist dringend abzuraten. Diese Lockvogelangebote zahlen sich am Ende nicht aus. Auch wenn seriöse Angebote auf den ersten Blick teurer erscheinen, kommt das direkte Bestehen der MPU deutlich günstiger als mehrere Fehlversuche mit erneuten Gebühren und der damit verbundenen psychischen Belastung.
„In der Praxis erleben wir leider immer wieder Teilnehmer, die blauäugig ohne Vorbereitung die MPU absolvieren und sich die Kosten sparen wollen. Die Durchfallquote ist dann aber nicht zu unterschätzen,“ weiß der Verkehrspsychologe.

Die Lehre aus der MPU

„Die MPU stellt keine Strafmaßnahme dar, sondern soll vielmehr die Betroffenen zu einer dauerhaften Verhaltensänderung motivieren und unterstützen“, erklärt Axel Uhle. Schließlich gefährden Teilnehmer am Straßenverkehr durch ihr Fehlverhalten nicht nur sich selbst, sondern auch andere. In den Gesprächen mit den Psychologen kommen auch mögliche Auslöser für das Verhalten zur Sprache. Spielen Stress, Ängste oder das soziale Umfeld eine Rolle? Hilfestellungen der Experten ermöglichen ein Umdenken in Bezug auf Alkohol- oder Drogenkonsum sowie eine Änderung des Fahrstils. Nicht zuletzt profitieren Teilnehmende von einer Verhaltensänderung gesundheitlich sowie im sozialen Umfeld.

Tipps im Überblick:

  • Hilfe zur Vorbereitung suchen
  • Gründlich informieren
  • Seriöses Institut wählen, Lockvogelangebote ignorieren
  • Ausbildung der Berater prüfen
  • Ursache des Fehlverhaltens erkennen
  • Hilfestellung annehmen
  • Langfristige Verhaltensänderung akzeptieren

Wer diese Punkte beherzigt, wird gut vorbereitet in die Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung gehen. Und ein Ziel haben alle Betroffenen vor Augen: Den Führerschein möglichst schnell wiederzuerlangen.

Infos über kostenfreie Online-Infoveranstaltungen zur Vorbereitung auf die MPU gibt es hier:
https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/mobilitaet-und-automotive/fuehrerschein-und-pruefung/mpu-vorbereitung-pluspunkt/online-mpu-info

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

 

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