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Presse und Medien

17. September 2021

Helfer für Helfer

Moderne Autos bieten bei einem Unfall ihren Insassen maximale Sicherheit. Doch nach einem Crash erschwert die moderne Fahrzeugtechnik mitunter Helfern die nötige Hilfe. „Mal ist nicht sofort bekannt, wo an der Karosserie Schere oder Spreizer gefahrlos und effektiv anzusetzen sind“, weiß Georg Pankratz von TÜV SÜD in München oder „welche Vorsichtsmaßnahmen sind zu treffen, damit Airbags nicht nachträglich ausgelöst werden und so ein hohes Gefährdungsrisiko für die Einsatzkräfte darstellen.“

Oft geht es nach einem Unfall um Sekunden. Daher müssen Rettungskräfte schnell wissen, wo sie bei einem Fahrzeug die Hand anlegen können. Besonders Elektro- oder Hybridfahrzeuge stellen eine Herausforderung dar. Abhilfe schaffen sogenannte Rettungskarten. Sie gibt es in einer gedruckten Version und als QR-Code. „Auf ihnen sind sämtliche relevanten technischen Fahrzeugbestandteile sowie geeignete Ansatzstellen für Rettungsgeräte verzeichnet”, erläutert der TÜV SÜD-Fachmann. Die aufbereiteten Informationen gibt es inzwischen sogar für Wohnmobile und die Fahrzeughersteller und Autoclubs bieten entsprechende Downloadmöglichkeiten an.

Hilfreich ist überdies, einen Aufkleber vorne links an der Frontscheibe des Fahrzeugs zu platzieren, der auf die Rettungskarte hinweist. Der Aufkleber ist oftmals zusätzlich mit einem QR-Code versehen und kann von den Rettungskräften per Smartphone oder Tablet-PC ausgelesen werden. Pankratz empfiehlt zudem, die Rettungskarte in Farbe auszudrucken, damit Bereiche für besondere Maßnahmen klar erkennbar sind: „Befestigen Sie die Rettungskarte hinter der Fahrersonnenblende, denn dieser Ort wurde für Rettungskräfte international festgelegt und falten Sie die Karte mit der bedruckten Seite nach außen, damit sie leicht erkennbar ist.“ Die Papierversion der Rettungsinformationen ist insbesondere dann wichtig, wenn keine Internetverbindung besteht. Funklöcher gibt es immer wieder. Mitunter auch verfügen Rettungskräfte vor Ort nicht über die entsprechende Technik. Durch die Verwendung der Piktogramme ist die gedruckte Rettungskarte zudem ohne deutsche Sprachkenntnisse interpretierbar.

„Ein Problem sind oftmals ältere Fahrzeuge“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Beobachtungen: „Teilweise wird an der Erstellung von Rettungskarten für solche Modelle gearbeitet. Am besten spricht man diesbezüglich die Fachwerkstatt oder den Fahrzeughersteller an.“

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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