Presse und Medien

21. Oktober 2021

Tanz der kleinen Vampire

Halloween wird hierzulande immer beliebter. Wenn sich in der Nacht vor Allerheiligen dunkle Gestalten, Vampire und Geister auf den Straßen tummeln, müssen Autofahrer besonders aufmerksam sein. Aber auch feiernde Erwachsene sollten ein paar Tipps beherzigen, mahnt Karsten Graef von TÜV SÜD in München und erwartet durch den coronabedingten Ausfall des Karnevaltreibens vielerorts besonders viele spukende Gestalten.

Gerade in Wohngebieten sind an Halloween Kinder unterwegs, um von Haus zu Haus zu gehen und mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ möglichst zahlreiche Süßigkeiten zu erheischen. Die typische Zeit dafür sind die frühen Abendstunden. Entsprechend müssen Autofahrer besonders vorausschauend und langsam fahren, denn die oft dunkel gekleideten Kinder sind im Zwielicht und der früh einsetzenden Dunkelheit schwierig zu erkennen. „Man muss immer damit rechnen, dass die kleinen Gespenster und Vampire plötzlich auf die Straße laufen – oft auch zwischen zwei parkenden Autos hervor – und einkalkulieren, dass sie häufig noch nicht genau wissen, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken.

Aber auch Eltern können Unfällen vorbeugen, indem sie die Kostüme ihrer Kinder mit Reflektoren ausstatten. „Gute Exemplare leuchten im Scheinwerferkegel bis zu 160 Meter weit und erhöhen so die Wahrnehmbarkeit in der Dämmerung und bei Nacht deutlich. Bei Dunkelheit sind die Jüngsten ansonsten erst im Bereich von 30 Metern gut erkennbar“, schildert Graef seine Beobachtungen. Zudem sind Taschenlampen sinnvolle Utensilien, die auf die Kinder aufmerksam machen. Und natürlich sind Väter und Mütter gut beraten, wenn sie die Gespenstergruppen diskret begleiten.

Wer selbst verkleidet zu einer Halloween-Party geht, der darf beim Autofahren nicht durch die Verkleidung beeinträchtigt werden. „Wie im Karneval gilt: Die Verkleidung darf Sicht und Gehör des Fahrers nicht einschränken“, sagt Graef. Bei einem Unfall kann sonst neben dem Ärger mit der Versicherung und drohendem Bußgeld auch noch die Verletzung von Personen dazu kommen.

Nach einer feuchtfröhlichen Feier sollte man sich außerdem keinesfalls hinters Steuer setzen, denn schon geringe Mengen Alkohol verringern die Reaktionsfähigkeit, und das Fahren unter Alkoholeinfluss wird bei einer Kontrolle mit satten Bußgeldern und Strafen geahndet. Der TÜV SÜD rät deshalb allen, die mit Kostüm und Alkohol Halloween feiern wollen, auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi umzusteigen. „Beachten sollte man auch den Restalkohol, denn der Körper kann pro Stunde nur etwa 0,1 bis 0,15 Promille Alkohol im Blut abbauen und der verbleibende Restalkohol schränkt die Fahrtüchtigkeit stark ein“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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