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Presse und Medien

21. Oktober 2021

Das Wohnmobil richtig einwintern

Von Januar bis Juli wurden 57.400 Reisemobile neu zugelassen – mehr als je zuvor in diesem Zeitraum. Nun neigt sich die Reisesaison ihrem Ende zu und es wird Zeit, Wohnmobile für die Überwinterung vorzubereiten, für frischgebackene Wohnmobilisten eine Premierenarbeit. „Damit Ihre erste Wohnmobil-Reise im nächsten Jahr ohne böse Überraschungen starten kann, müssen Sie Ihren Camper winterfest machen und darüber hinaus sich um versicherungstechnische Gegebenheiten und einen Stellplatz kümmern“, skizziert Eberhard Lang von TÜV SÜD die Aufgaben.

Wird das Wohnmobil in der Wintersaison nicht genutzt, kann es sich lohnen, das Fahrzeug bis zur nächsten Camping-Saison abzumelden oder ein Saisonkennzeichen zu wählen. Das spart Steuern und Versicherungsgebühren. Überlegenswert ist, eine Ruheversicherung abzuschließen. Diese deckt i. d. R. Schäden durch Hagel, Einbruch und Tiere ab, nicht aber Beschädigungen durch Vandalismus. Bedingung dafür ist zumeist, dass das Fahrzeug auf einem abgezäunten Grundstück steht. „Achten Sie außerdem auf den Termin der Hauptuntersuchung für Ihren Camper. Fällt dieser in die Zeit der Überwinterung, können Sie ihn vorziehen, um nach dem Winter Unannehmlichkeiten zu vermeiden und Ihre nächste Wohnmobil-Reise sorgenfrei anzutreten“, rät Lang.

Ein stillgelegtes Wohnmobil darf nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen abgestellt werden. Bei Mietparkplätzen sollte man die Vertragsbedingungen gründlich durchlesen, da diese die Nutzung für abgemeldete Fahrzeuge nicht immer erlauben. „Verbringt Ihr Wohnmobil den Winter im Freien, ist es angeraten, es nicht unter einem Baum stehen zu lassen“, rät der TÜV SÜD-Fachmann: „Abfallende Äste und Schnee können schwerwiegende Schäden verursachen, aber auch der Kot von Vögeln sowie verwesende Blätter können den Lack ernsthaft beschädigen.“

Vor der Winterpause ist Putzen angesagt. „Durch Verschmutzungen oder zurückgelassene Lebensmittel kann Schimmel entstehen, zum anderen lockt dies Mäuse oder andere unliebsame Besucher an. Reinigen Sie alle Flächen feucht und mit einem desinfizierenden Mittel und lassen Sie alle Schranktüren offen, damit die Luft zirkulieren kann“, rät Lang. Polster und Textilien sollten ebenfalls gründlich gesaugt und eventuell ausgeklopft werden. Alle Wassertanks sollten geleert, gereinigt und gelüftet werden, da sich sonst Algen und Schimmel bilden können.

Lackschäden können während der Überwinterung zu Rost führen, deswegen diese vorher beheben und mit einem entsprechenden Pflegemittel behandeln. Es lohnt sich, alle anderen Beschädigungen ebenfalls direkt zu reparieren. „Füllen Sie den Tank, trennen Sie die Wischerblätter von der Scheibe, behandeln Sie die Türdichtungen mit einem Pflegemittel“, lauten die nächsten Punkte des Pflegeprogramms. Zudem sollte die Batterie aufgeladen und optimalerweise einmal monatlich nachgeladen werden. Nach Möglichkeit sollte der Camper aufgebockt werden, so dass die Räder komplett entlastet sind. Ist dies nicht möglich, empfiehlt sich ein Erhöhen des Reifendrucks, um Standplatten zu vermeiden. Außerdem ist es ratsam, den Wagen – sofern möglich – mindestens alle vier Wochen etwas zu bewegen, damit ein anderer Teil des Reifengummis belastet wird. Um böse Überraschungen zu vermeiden, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann „Kühlerfrostschutz – mindestens bis minus 25 Grad – überprüfen, den Kraftstofftank auffüllen, um Korrosionsschäden zu vermeiden und die Feststellbremse bleibt gelöst, damit die Beläge nicht anbacken.“

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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