Wählen Sie ein anderes Land, um sich über die Services vor Ort zu informieren

//Land auswählen

Presse und Medien

16. Juni 2021

Neue Autos wollen eingefahren werden

Ein neues Auto und endlich sorgt der Frühsommer für freie Straßenverhältnisse. Da ist es verlockend, gleich richtig Gas zu geben. „Der Trend geht zwar zum Elektrofahrzeug, aber ein Blick in die Zulassungsstatistiken zeigt: Mit Verbrennungsmotor angetriebene Fahrzeuge sind immer noch deutlich in der Überzahl. Diese Neuwagen sollten trotz des technischen Fortschritts behutsam an ihre Höchstleistung herangefahren werden“, bremst Eberhard Lang von TÜV SÜD übertriebene Dynamik ein. Glaubt man den Handbüchern der Hersteller, dann sind zwar besondere Einfahrvorschriften kaum nötig. Doch dies steht in dem merkwürdigen Kontrast, dass praktische alle Pressestellen ihre Testwagen sorgsam einfahren, bevor sie in den Testbetrieb kommen.

Zwar sind seit Trabant und Käfers Zeiten die Regeln für das Einfahren eines neuen Autos deutlich gesunken. „Einige Punkte sollte man jedoch nicht vergessen, denn letztlich zahlen sie sich aus“, mahnt Lang. Ein spezielles Einfahröl braucht kein Neuwagen mehr. Die Fertigungstoleranzen im Motor sind inzwischen so gering, dass es kaum noch Unebenheiten gibt, die bei den Kolbenbewegungen abgerieben werden. So kann auch auf den Ölwechsel, mit dem einst die abgeschmirgelten Späne ausgespült wurden, verzichtet werden. Allerdings gilt nach wie vor, dass Neuwagen circa die ersten 1000 Kilometer nicht mit Vollgas gefahren werden sollten.

Wer die Empfehlung missachtet, riskiert, dass die Zylinderoberflächen nicht geglättet, sondern großflächig abgetragen werden. Denn trotz verbesserter Zylinderoberflächen – richtig eben sind diese bei Neuwagen doch noch nicht. Die Missachtung kann zur Folge haben, dass der Ölverbrauch mit der Zeit deutlich über die vom Hersteller angegebene Menge ansteigt, und die Lebensdauer des Motors verringert wird.

Mit einigen Teilen am Auto verhält es sich wie mit neuen Wanderstiefeln. So wie die Schuhe eingelaufen, müssen manche Bauteile eingefahren werden. Das gilt auch für Elektrofahrzeuge. Wenn also die Stoßdämpfer am Anfang Schläge nicht sauber abfangen, ist dies noch kein Grund zur Beanstandung. Ebenso haften die Reifen erst nach einigen Kilometern richtig griffig. Und wie Reifen und Stoßdämpfer benötigen die Bremsen von Neuwagen etwas Einfahrzeit. Erst wenn sich Beläge und Scheiben aufeinander eingespielt haben, verzögern sie wirklich optimal und richtig dosiert. Bei Neuwagen ist aus diesem Grund eine vorausschauende Fahrweise besonders wichtig. „Dies trifft außerdem auf Fahrzeuge mit generalüberholten Bremsen zu“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann und hält für Neuwagenbesitzer noch einen Tipp parat.

„Ausdünstungen aus neuen Kunststoffteilen sind nicht nur für die Nase unangenehm. Die Dämpfe können müde machen und so das Reaktionsvermögen beeinträchtigen“, weiß Lang: „Deshalb ist es ratsam, einen Neuwagen immer gut zu lüften. So verliert sich auch rasch unangenehmer Neuwagengeruch.“

Download Pressemeldung

Pressekontakt: Vincenzo Lucà

 

Wie können wir Ihnen helfen?

WORLDWIDE

Germany

German

Global

Americas

Asia

Europe

Middle East and Africa