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Presse und Medien

16. Juni 2021

Das Cabriodach reinigen – Waschmaschine oder Handpflege?

Straßenschmutz, Blütenstaub, das lässt selbst ein neues Cabriodach schnell alt aussehen. Soll es wieder makellos rein werden, kommt man um ein bis zwei Stunden Putzarbeit kaum herum. Waschanlagen liefern oftmals nicht den erwünschten Erfolg. Manche Autohersteller haben sogar lange von dieser Reinigungsmethode abgeraten, zumindest bei Stoffdächern. „In jedem Fall“, empfiehlt Eberhard Lang von TÜV SÜD, „vor jeder Reinigungsaktion einen Blick in die Gebrauchsanleitung zu werfen, welche Säuberung der Hersteller bevorzugt.“

Grundsätzlich sind Kunststoffdächer unproblematischer als der textile Wetterschutz. Allerdings machten auch hierbei Freunde des offenen Fahrvergnügens einen Bogen um Waschanlagen, weil sie Undichtigkeiten oder zerkratzte Kunststoffscheiben fürchteten. Inzwischen hat die Industrie nachgebessert. So werden Waschprogramme angeboten, die eine besonders schonende und gleichzeitig gründliche Wäsche versprechen.

Solche spezielle Programme für Cabrios und Roadster gehen besonders schonend mit empfindlichen Stoffverdecken um. So wird beispielsweise der Anpressdruck der Dachwalze um rund 30 Prozent niedriger. „Darüber hinaus sparen die Hochdruck-Reinigungsdüsen der Anlage das Dach aus und konzentrieren sich auf den unteren Fahrzeugbereich“, beschreibt der TÜV SÜD-Fachmann die Reinigungstechnik.

Doch auch die Reinigung von Hand ist kein Hexenwerk. Routinemäßig genügt ein trockenes Abbürsten mit weicher Naturborste, immer in geraden Zügen der Stoffstruktur folgend von vorne nach hinten. Lang: „Ist eine Nassreinigung nicht zu umgehen, dann sollten im ersten Durchgang nur klares, kaltes Wasser und die Bürste zum Einsatz kommen. Nur bei besonders nachhaltiger Verschmutzung sind Spezialmittel angebracht.“ Sie gibt es in unterschiedlicher Zusammensetzung für Kunststoff- und Stoffverdecke im Zubehörshop und den Markenwerkstätten.

Nach der Behandlung mit Schwamm und Bürste mit reichlich Wasser nachspülen. Natürlich gibt es für hartnäckige Flecken spezielle Lösungsmittel. Diese sollte man aber nur einsetzen, wenn es wirklich nicht anders geht. Und dann nur das laut Beipackzettel passende Mittel mit strikter Einhaltung der Verarbeitungshinweise. Das Risiko, dass das Verdeck nach der Behandlung fleckiger aussieht als vorher, ist nicht zu unterschätzen. Im Sommer erfordern vor allem Blüten und Pollen sowie ätzende Problemfälle wie Vogelkot und tote Insekten regelmäßige Pflege. Zudem sollten Cabriobesitzer häufiger das Verdeckgestänge kontrollieren und dessen Gelenke schmieren. Um die verschiedenen Gummidichtungen geschmeidig zu halten, empfiehlt es sich, diese mit Pflegemitteln auf Silikonbasis instand zu halten.

Nach einigen Wäschen sollte das Softtop imprägniert werden. Bei Vinylverdecken genügt eine Kunststoffpflege. Aufwändiger sieht es bei einem Textildach aus. Bevor es bearbeitet wird, muss das Dach absolut trocken sein. Das dauert in der Regel einen Tag. Erst danach haftet die Imprägnierung.

„In der Praxis leidet das Verdeck aber weniger unter Wind, Wetter oder Schmutz als vielmehr unter einer unsachgemäßen Handhabung“, skizziert der TÜV SÜD-Fachmann seine Beobachtungen. Beliebtester Fehler passionierter Offen-Fahrer: Kaum hört es auf zu regnen, schon wird das Verdeck geöffnet, und der nasse Stoff verschwindet im Heck. Hier entsteht ein feuchtes Mikroklima, das besonders Schimmelpilze behaglich finden, die prompt den Stoff besiedeln. Das sorgt nicht nur für hässliche Flecken, sondern ebenfalls für feine Beschädigungen an den Knickstellen des Verdecks. Es wird brüchig und undicht.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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