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Presse und Medien

22. Juli 2021

Kühlen Kopf bewahren

Hochsommerliche Hitzegrade machen manchem Autofahrer schwer zu schaffen. „Mit steigenden Temperaturen sinkt die Konzentrationsfähigkeit. Die Ermüdung steigt. Fahrfehler nehmen zu und damit die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls“, warnt Karsten Graef von TÜV SÜD in München. Um solchen Gefahren vorzubeugen, empfiehlt sich der Einsatz einer Klimaanlage im Auto. „Aber sie sollte richtig eingestellt sein“, legt Graef Autofahrern ans Herz. Die Temperatur im Wageninneren sollte nicht kälter als acht Grad Celsius unterhalb der Außentemperatur betragen. Bei 30 Grad Außentemperatur müsste die Klimaanlage somit auf 22 Grad eingestellt sein.

Laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen treten hitzebedingte Unkonzentriertheit, Ermüdung oder verlangsamte Reaktionen bereits ab einer Innentemperatur von 27 Grad auf und lassen die Unfallgefahr ansteigen. Bei zu großen Temperaturdifferenzen kann es zu Erkältungen oder Herzkreislaufstörungen kommen. „Außerdem sollte die Kaltluft aus dem Gebläse möglichst nicht direkt auf den Körper oder ins Gesicht gerichtet werden“, warnt Graef: „Bindehautentzündungen beispielsweise sind häufig auf falsch eingestellte Klimaanlagen zurückzuführen.“

Beim Losfahren empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann, alle Fenster und Türen kurz zu öffnen, erst dann die Klimaanlage zusammen mit dem Umluftgebläse in Betrieb zu nehmen. So kann eine schnellere Luftabkühlung erreicht werden. Auf sehr kurzen Strecken ist es ratsam, mit offenen Fenstern zu fahren und die Klimaanlage am besten ganz aus zu lassen. „Bis das Fahrzeuginnere angenehm temperiert ist, dauert es mit der Klimaanlage auch mehrere Kilometer“, schildert Graef seine Erfahrungen. Es macht auch deshalb Sinn, da die Klimaanlage ca. fünf bis zehn Minuten vor Fahrtende am besten ausgeschaltet und nur noch das Gebläse genutzt werden sollte. Die Luft bleibt noch für kurze Zeit kühl und die vom Kondenswasser feuchten Bauteile der Klimaanlage können trocknen. Das beugt einer unangenehmen Bakterien- und Keimbildung z.B. im Wärmetauscher vor.

Umsicht heißt es überdies beim Parken. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann sich das Interieur auf über 70 Grad Celsius erhitzen. Daher empfiehlt es sich, den Parkplatz sorgfältig zu wählen, nach Möglichkeit das Fahrzeug an einem schattigen Plätzchen zu parken. Ein zu starkes Aufheizen des Fahrzeuges kann so vermieden werden. Zusätzlichen Hitzeschutz bieten Sonnenschutzelemente für Front-, Seiten- und Heckscheiben.

Darüber hinaus gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken, dass man bei hochsommerlichen Fahrten stets ausreichend trinken und auf gesunde, leichte Ernährung achten sollte. Längere Autofahrten sollten lieber öfter einmal mit einer kurzen Pause unterbrochen und das Auto dabei gut durchlüftet werden.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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