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Presse und Medien

27. Januar 2021

Wenn der Schneemann Parkraum kostet

Eis und Schnee sorgen für erschwerte Bedingungen auch beim Parken. Mal sind Parkplätze aufgrund von hart gepressten Schneetürmen gar nicht verfügbar. Anderswo ragen eingeparkte Autos wegen der Schneemengen zu weit in die Fahrbahn. Bei der Suche nach dem Parkplatz empfiehlt es sich, eine flache Ebene zu wählen. Da sich nachts Eis bilden kann, wird es vor allem morgens schwierig, mit dem Wagen loszufahren, ohne ins Rutschen zu kommen. Gefährlich kann es werden, wenn der Wagen in der Nähe von Hausdächern abgestellt wird. Dachlawinen können am Auto großen Schaden verursachen.

Um Schäden und Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sollte man bei winterlichen Straßenverhältnissen besonders umsichtig vorgehen und mehr Zeit zur Parkplatzsuche einplanen. „Die Gefahr von Parkschäden und Behinderungen steigt“, schildert Karsten Graef von TÜV SÜD seine Beobachtungen: „So können beschädigte Außenspiegel lästige und vor allem teure Reparaturen erfordern.“

Im weiß geprägten Straßenbild lauern noch weitere Kalamitäten. Die winterliche Pracht kann Parkassistenzsysteme und -sensoren irritieren. „Werden die in den Stoßfängern integrierten Sensoren von Schnee oder Eis bedeckt, geben sie womöglich falsche oder keine Warnsignale ab“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken und rät, vor Fahrtbeginn nicht nur die Scheiben rundum zu reinigen, sondern das gesamte Fahrzeug von Schnee und Schmutz zu befreien. Das verhindert auch beim Bremsen vorrutschenden Schnee vom Autodach, der sonst zum Blindflug führen könnte.

Ein weiteres Problem von Parkassistenzsystemen im Winter ist, dass die Sensoren an sich harmlose Schneemengen auf einem Parkplatz oftmals als Hindernis deuten und entsprechend Kollisionsalarm geben. Andererseits besteht bei mit Streusplitt vermengten und verhärteten Schneemengen tatsächlich ein Risiko, das Auto zu beschädigen. „Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, vor dem vollständigen Parkmanöver auszusteigen und sich selbst ein Bild von der Situation zu machen“, schildert Graef seine Erfahrungen.

Wer längere Zeit parkt, sollte bei Schneefall die Wischer nach außen klappen. Das geht allerdings nicht mehr bei allen Autos, seit die Achsen der Wischer zum Schutz von Fußgängern bei Unfällen teilweise von der Motorhaube abgedeckt werden. „Dennoch kann man dann die Wischer ein wenig von der Scheibe lösen, indem man deren Arme etwa mit einem geknickten Stück Karton unterstützt. So kann das Festfrieren der Wischerblätter auf der Scheibe verhindern“, rät der TÜV SÜD-Fachmann. Nur darf man keinesfalls vor dem Losfahren vergessen, die Wischer wieder runter zu klappen.

Ist man selbst Opfer eines Parkschadens geworden, sollte man sich zunächst nach Zeugen umsehen und Passanten befragen. Um die Situation zu dokumentieren, bietet sich die Kamera des eigenen Smartphones an. Anschließend ist Anzeige bei der Polizei zu erstatten, um die nötige Bestätigung für die Versicherung zu erhalten. Allerdings springt bei Parkremplern nur eine Vollkasko-Versicherung ein. Zuvor sollte man aber genau rechnen, empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann, „denn man muss die Selbstbeteiligung einkalkulieren und womöglich wird auch der Schadensfreiheitsrabatt zurückgestuft.“

„Hat man trotz aller Umsicht beim Ein- oder Ausparken bei einem benachbarten Fahrzeug einen Schaden verursacht und der Geschädigte ist nicht vor Ort, muss der Schaden unverzüglich der Polizei gemeldet werden“, betont der TÜV SÜD-Fachmann. Dann wird die Angelegenheit erfahrungsgemäß wie ein normaler Verkehrsunfall behandelt. Es gibt in der Regel eine mündliche Verwarnung oder ein Bußgeld. „Eine Benachrichtigung hinter den Scheibenwischer zu klemmen ist selbst beim kleinsten Schaden nicht ausreichend“, warnt er. Beim Unterlassen der unverzüglichen Unfallmeldung muss man mit einer Anzeige wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort (Paragraf 142 Strafgesetzbuch) rechnen.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

 

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