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Presse und Medien

25. Februar 2021

Eine Frage der Einstellung

Für den Fahrer ist die korrekte Sitzposition mehr als eine Frage des Komforts. Die richtige Sitzeinstellung ist höchst sicherheitsrelevant. Airbags, Gurte, Gurtstraffer sowie Kopfstützen schützen nur wirkungsvoll, wenn sie an den vorgesehenen Stellen auf den Körper einwirken. Mithin kann bei einem Unfall die Sitzposition über den Verletzungsgrad entscheiden. „Sitzt man beispielsweise zu nahe am Lenkrad, kann der sich entfaltende Airbag nicht die gewünschte Wirkung erfüllen oder im Extremfall sogar Verletzungen verursachen“, schildert Karsten Graef von TÜV SÜD in München seine Erfahrungen. „Grundsätzlich ist der Fahrersitz passend positioniert, wenn man rasch und ohne Verrenkungen alle relevanten Bedienungselemente in Griffweite hat und alle Pedale vollständig durchgetreten werden können“, gibt Graef zu bedenken.

Vor Fahrtantritt sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, seinen Arbeitsplatz am Steuer zu justieren. „Sie müssen bequem, aber vor allem sicher sitzen“, legt TÜV SÜD-Fachmann Graef jedem Autofahrer ans Herz. Grundsätzlich sollte die Rückenlehne fast senkrecht zur Sitzfläche stehen. Die Beine sind bei voll durchgetretenem Kupplungspedal noch leicht angewinkelt. „ Es muss darauf geachtet werden, dass das Bremspedal vollständig betätigt werden kann. Überprüft werden kann das, indem das rechte Bein neben dem Bremspedal ausgestreckt wird. Dabei sollte der Boden berührt werden“, empfiehlt der Fachmann: „Strecken Sie Ihre Arme aus. Ihre Handgelenke sollten Sie jetzt oben auf dem Lenkrad ablegen können, ohne dass Ihre Schulterblätter den Kontakt zur Rückenlehne verlieren.“ Bei vielen Autos kann die Position des Lenkrads eingestellt werden. „Stellen Sie das Steuer so ein, dass Sie bequem sitzen, um das gesamte Lenkrad greifen können und Tacho sowie alle Warnleuchten im Blick haben“, rät Graef.

Eine Position zu weit vom Lenkrad weg, also fast schon in Liegeposition, kann insbesondere für den Nackenbereich gefährlich sein. Verliert der Rücken den Kontakt zur Lehne, wächst die Entfernung zur Kopfstütze. Sie kann ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Zudem lassen sich bei einer solch falschen Positionierung vielfach nicht alle Bedienelemente ohne Verrenkungen oder Ablenkung erreichen.

Ist der Sitz korrekt eingestellt, heißt es, die Kopfstütze zu justieren. Ihre Oberkante sollte etwa zwei Finger breit unter der Scheitelhöhe fixiert werden. Der Abstand zwischen Hinterkopf und Kopfstütze sollte maximal vier Zentimeter betragen. Graef: „Stellen Sie dazu die Sitzlehne nahezu senkrecht und kippen Sie die Kopfstütze entsprechend nach vorne. Probe: Ihre flache Hand passt gerade zwischen Hinterkopf und Kopfstütze.“ Auch wenn man in einem fremden Auto fahren oder mitfahren will, sollte man sich Sitz, Rückenlehne und Kopfstütze richtig positionieren, um im Fall des Falles eines Unfalls sicher zu sitzen.

Die falsche Position birgt dabei nicht nur Sicherheitsrisiken, sondern auch Kopf, Hals und Rücken lassen diese Fehler spüren. Besonders Fahrten auf der Autobahn können zu einer verspannten Tortur werden, denn die Geschwindigkeit erfordert hohe Konzentration, und die Haltung wird auf der monotonen Strecke wenig variiert.

Grundsätzlich rät der TÜV SÜD-Fachmann dazu, bereits beim Autokauf der Einstellbarkeit und Passgenauigkeit besonders des Fahrersitzes ausreichend Augenmerk zu widmen. „Probesitzen vor dem Autokauf ist ein absolutes Muss“, betont Graef: „So lässt sich schnell feststellen, ob sich insbesondere der Fahrersitz an die eigene Statur anpassen lässt. Gerade bei größeren Personen ist es nicht selbstverständlich, dass die Schultern abgestützt werden und die Lehne nicht zu klein ist.“ Individuelle Einstellbarkeit ist sowohl bei der Rückenlehne als auch bei der Sitzfläche entscheidend. Sitzhöhe, Sitzneigung und vor allem die Länge der Sitzfläche müssen – soweit dies möglich ist – angepasst werden können. Nur dann stimmen Sitzdruckverteilung, Komfort und Überblick. Ausgeprägte Seitenführungen an Rückenlehne und Sitzfläche verhindern zudem das Verrutschen des Körpers und gewährleisten eine entspannte sowie sichere Haltung.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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