Presse und Medien

5. August 2021

TÜV SÜD-Beitrag mit Fokus auf gesetzliche und normative Anforderungen sowie Prüfung und Zertifizierung für Roboter

Smarte Roboter wie Saug- oder Wischroboter halten immer mehr Einzug in unseren Alltag und werden zukünftig auch vermehrt im öffentlichen Raum Aufgaben übernehmen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat jetzt die Förderung des Projekts Transferzentrum „Roboter im Alltag“ (RimA) mit 2,25 Mio. Euro bewilligt. Die TÜV SÜD Product Service GmbH bearbeitet hier bis Mai 2025 das Teilprojekt „Sicherheit und Absicherung für Serviceroboter im Alltag“.

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft weitet sich auch der Einsatz von Robotik auf nichtindustrielle Anwendungen aus. Mehr und mehr Service- und Assistenzroboter werden in Zukunft den Menschen sowohl in den eigenen vier Wänden, vor allem bei der Pflege, als auch im öffentlichen Raum oder bei schwierigen und gefährlichen Arbeiten unterstützen.

Im Teilprojekt „Sicherheit und Absicherung für Serviceroboter im Alltag“ sollen die gesetzlichen und normativen Anforderungen für Serviceroboter gemeinsam mit den Projektpartnern definiert und an die jeweiligen spezifischen Applikationen angepasst werden. Schwerpunkte sind sowohl das Basiswissen zu Richtlinien, Normen und Risikobeurteilung, als auch Vertiefungsworkshops zur mechanischen, elektrischen, funktionalen und Datensicherheit.

Im Teilprojekt sollen auch die Anforderungen an Engineering Tools definiert werden, um den Teilnehmern Engineering-Tools für die unterschiedlichen Design- und Konstruktionsaufgaben empfehlen zu können. Dafür sind Tauglichkeitsuntersuchungen notwendig, um den Nachweis der Zuverlässigkeit, Rückverfolgbarkeit und Richtigkeit der Ergebnisse zu erbringen. Ziel ist es, mit Hilfe der Erfahrungen der Teilnehmer eine Tool-Landschaft aufzubauen, mit der Design- und Konstruktionsaufgaben optimal unterstützt werden können.

Berücksichtigt werden dabei insbesondere die Anforderungen der neuen EU-Maschinenverordnung (siehe Entwurf „Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Maschinenprodukte vom 21.04.2021“), welche die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ablösen wird. Wichtig hierbei ist die Klassifizierung und Bewertung der Software auch hinsichtlich künstlicher Intelligenz (KI), um den zukünftigen Rechtsrahmen der EU zur künstlichen Intelligenz sowie deren Auswirkungen auf die Produkte rechtzeitig berücksichtigen zu können.

Das erarbeitete Wissen wird in einer „Wissens-Plattform der relevanten Normen, Vorschriften und Gesetze“ durch die Projektpartner erarbeitet und interessierten Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

Eine zentrale Herausforderung hierbei spielt die Interaktion zwischen Menschen und diesen Robotern im Alltag. Das BMBF hat vor diesem Hintergrund die Förderung von drei Kompetenzzentren mit unterschiedlichen spezifischen Anwendungsdomänen von Assistenzrobotern beschlossen.

Das Transferzentrum RimA soll ein Bindeglied zwischen den Zentren sein und den effizienten, wissenschaftlichen, aber auch technischen Austausch fördern. Die Arbeit des Transferzentrums wird vom FZI Forschungszentrum Informatik unter Beteiligung der Freien Universität Berlin, des TÜV SÜD sowie der Universität Bonn geleitet. Das übergeordnete Ziel des Transferzentrums ist es, die Partner der Zentren sowie weitere Einrichtungen beim Transfer neuer Robotik-Technologien und Lösungen in den Alltag zu unterstützen.

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Pressekontakt: Dirk Moser-Delarami

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