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Presse und Medien

20. November 2020

So kommt das Cabrio schadlos durch den Winter

Vielen Cabrio-Fahrern ist ihr geliebtes Gefährt zu schade oder zu unpraktisch, um es im Winter zu nutzen. Doch bevor es für mehrere Monate in der Garage verweilt, stehen einige Pflegearbeiten auf der Aufgabenliste.

„Vor der Winterpause empfiehlt es sich, das Cabrio innen und außen gründlich zu reinigen, am besten mit zusätzlicher Unterboden- und Motorwäsche“, rät Karsten Graef von TÜV SÜD in München. Ein Stoffverdeck sollte mit klarem Wasser gesäubert und hartnäckige Flecken entsprechend der Herstellerempfehlung entfernt werden. „Finger weg von Hochdrucklanzen beim Reinigen von Textil-Cabrio-Dächern“, warnt Graef. Bei unsachgemäßer Anwendung können Hochdruckreiniger das weiche Dach regelrecht zerfetzen und die Imprägnierung von Textildächern schlagartig zerstören. Moderne Cabrio-Verdecke sind waschanlagen-tauglich. In Zweifelsfällen hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung weiter. Dichtungen an Rahmen, Türen sowie Fenster werden mit handelsüblichen Pflegemitteln - zumeist auf Silikonbasis - präpariert. Lose Bodenbeläge ebenso Kofferraum-Matten überwintern zweckmäßigerweise außerhalb ihres angestammten Platzes und die Fenster bleiben – sofern das natürlich bei dem Garagenplatz möglich ist - einen Spalt breit offen, damit der Innenraum belüftet wird“, empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann als nächste Schritte. Eine unbeheizte Garage eignet sich übrigens besser als eine beheizte zum Überwintern, da sich weniger Kondensat bildet.

Falls nicht in den letzten sechs Monaten bereits geschehen, steht zur Winterpause ein Wechsel von Motoröl und Ölfilter an. Frostschutz im Kühlwasser und in der Scheibenwaschanlage werden den kommenden Minustemperaturen angepasst und der Luftdruck der Reifen sollte um 0,5 bar für die Standzeit erhöht oder das Fahrzeug aufgebockt werden.

„Wenig empfehlenswert ist es, den Motor von Zeit zu Zeit warm laufen zu lassen“, schildert Graef seine Erfahrungen: „Das bringt nur unnötigen Verschleiß.“ Abnutzungsmindernd für die Batterie ist der Anschluss eines Ladegerätes mit einer Stufe für die sogenannte Erhaltungsladung. Dabei wird elektronisch die Akku-Spannung auf ihrem Sollwert gehalten.

Wird das Cabrio stillgelegt, sollte der Termin für die Hauptuntersuchung (HU) nach Möglichkeit nicht in diesen Zeitraum fallen, sonst gestaltet sich die Wiederzulassung wesentlich umständlicher“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken. Zudem sollte man sich mit seiner Kfz-Versicherung ins Benehmen setzen. Sie kann während einer Winterpause häufig in Form einer Ruheversicherung beitragsfrei weiterlaufen. „Dies sollte man beim Versicherer unter Vorlage der Abmeldebescheinigung beantragen“, rät Graef. Voraussetzung ist jedoch zumeist, dass das Fahrzeug in der Garage oder innerhalb eines abgeschlossenen Grundstücks steht.

„Wenn man alljährlich sein Cabrio zur gleichen Zeit in die Winterpause schickt, sollte ein Saisonkennzeichen erwogen werden“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken. Dann braucht man sich nicht um das jährliche An- und Abmelden zu kümmern und spart die dafür anfallenden Gebühren. Zuvor empfiehlt es sich aber, bei seiner Versicherung zu erfragen, ob in diesem Fall nur der tatsächliche Versicherungszeitraum berechnet wird oder ob ein so genannter Kurzzeittarif gilt. Der kann unter Umständen teurer sein. Für die Steuer gilt in jedem Fall die exakte Zulassungszeit.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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