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Presse und Medien

20. November 2020

Nicht auf die Automatik verlassen

Nebelschlussleuchten gehören seit fast 30 Jahren zur Serienausstattung von Personenwagen. Gleichwohl ist immer wieder eine missbräuchliche Nutzung zu beobachten mit gefährlicher Blendung nachfolgender Fahrzeuge. Und auch eine weitaus neuere Beleuchtungstechnik offenbart Tücken. „Viele Autofahrer drehen den Lichtschalter auf ‚auto‘ und kümmern sich dann nicht mehr weiter um die Beleuchtung ihres Fahrzeugs. Da die Elektronik aber nur Hell und Dunkel unterscheiden kann, sind bei Nebel, Regen oder Schneefall viele Autofahrer nur mit dem Tagfahrlicht unterwegs“, schildert Marcellus Kaup von TÜV SÜD seine Erfahrungen. Lichtmuffel - nur mit Tagfahrlicht unterwegs - sind ebenso immer wieder in Tunneln zu beobachten. Wer nicht aufpasst oder sich nicht ordnungsgemäß verhält, für den sieht der Bußgeldkatalog entsprechende Konsequenzen vor. So wird ein Bußgeld von zehn Euro fällig, fährt man beispielsweise nur mit Standlicht. 60 Euro sind die Quittung, wenn außerorts kein Abblendlicht benutzt wird trotz Sichtbehinderungen durch Nebel, Schneefall oder Regen.

Ist die Sicht witterungsbedingt erheblich behindert, heißt es, Fahrlicht einschalten. Die Nebelschlussleuchte wiederum darf nur aktiviert werden, wenn die Sichtweite bei Nebel unter 50 Meter liegt. Als Orientierungshilfe dienen die Leitpfosten am Straßenrand – sie sind üblicherweise 50 Meter auseinanderpositioniert. Auf Autobahnen liegen die Fahrbahnmarkierungen in der Mitte 18 Meter auseinander, auf Landstraßen 12 Meter. „Gleichzeitig sind die Geschwindigkeit und der Abstand anzupassen, denn auch bei widrigen Wetterbedingungen gilt, es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann. Liegt die Sichtweite unter 50 Metern, lautet das Limit Tempo 50.

Immer wieder zu beobachten, manche Autofahrer hängen sich förmlich an die Rücklichter des Vorausfahrenden und fühlen sich ihrerseits wiederum von den Scheinwerfern der Nachfolgenden im Rückspiegel bedrängt. Durch diesen Sog- und Druckeffekt entstehen schnell Fahrzeug-Kolonnen, die viel zu schnell im Nebel unterwegs sind. „Beim kleinsten Bremsvorgang kann der geringe Abstand in der Kolonne dann zu Massenkarambolagen führen, wie sie sich fast jedes Jahr im Nebel ereignen“, weiß Kaup und warnt: „Im Nebel erscheint alles, was der Autofahrer vor sich sieht, weiter entfernt. Deshalb wählen vielfach Fahrer im Nebel einen zu geringen Abstand.“ Oft wird die eigene Geschwindigkeit für angemessen erachtet, obwohl sie objektiv viel zu hoch ist. Die Nebelschwaden um das Auto lassen das Gefühl für das eigene Tempo schwinden.

Bei Nebel empfiehlt sich außerdem, die Scheibenwischer mindestens auf Intervall einzustellen, um die Wassertröpfchen zu beseitigen, die sich ständig auf der Scheibe niederschlagen. Eine Überprüfung und gegebenenfalls Erneuerung der Wischerblätter sollten rechtzeitig erfolgen. Und noch eins rät der Experte: „Planen Sie für die Fahrt mehr Zeit ein, wenn auf den Straßen mit Nebel zu rechnen ist. Kommt zu schlechter Sicht noch Zeitstress hinzu, wird es am Steuer gefährlich.“

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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