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Presse und Medien

20. November 2020

Lenkrad gut festhalten

Zu den herbstlichen Wetterphänomenen der ungeliebten Art zählt für Autofahrer Seitenwind. „Die wichtigsten Regeln in solch einer kritischen Situation heißen, Lenkrad gut festhalten, Tempo runter und auf plötzlich auftretende Böen gefasst sein“, rät Marcellus Kaup von TÜV SÜD. Windböen können Fahrzeuge unter Umständen weit zur Seite abdrängen, Lastwagen im Extremfall sogar umkippen. Besonders anfällig sind grundsätzlich Fahrzeuge mit großer seitlicher Angriffsfläche, etwa Busse und Transporter, aber ebenso Wohnmobile, SUVs, Vans oder Pkw mit Dachboxen. Je empfindlicher das Fahrzeug auf Seitenwind reagiert, umso stärker muss die Geschwindigkeit verringert werden.

Oftmals versuchen Autofahrer, durch zu extreme Lenkbewegungen der Windkraft entgegenzuwirken. Reißt der Luftstrom dann abrupt ab, kann die Fahrt im schlimmsten Fall im Graben oder in der Leitplanke enden. Gleichmäßiger Seitenwind ist grundsätzlich einfacher zu parieren als unregelmäßige, starke Böen. Ein Windstoß kann ein Fahrzeug stark versetzen. Wie weit, das hängt von der Windstärke, der Fahrgeschwindigkeit und vom Fahrzeug ab. "Ein Windstoß mit 70 Kilometern pro Stunde (km/h) kann einen Pkw bei Tempo 100 einen Meter versetzen, bei 130 km/h auf der Autobahn sind es bis zu vier Meter“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Beobachtungen.

„Woher der Wind weht und wie stark er bläst, können Autofahrer aus der Neigung von Bäumen und Büschen am Straßenrand erkennen“, rät Kaup. Bei windigem Wetter empfiehlt es sich, besonders auf entsprechende Warnschilder und Windsäcke zu achten und die Fahrweise anzupassen. „Je höher die Geschwindigkeit, umso größer ist diese Gefahr“, konstatiert der TÜV SÜD-Fachmann. Wird das Fahrzeug von einer Böe erfasst, heißt es, kontrolliert gegenzulenken. Das fällt bei niedrigen Geschwindigkeiten erheblich leichter.

Volle Aufmerksamkeit ist beim Vorbeifahren an Lkw oder Bussen, beim Passieren von Waldschneisen oder beim Verlassen eines Tunnels angesagt. Sobald das Fahrzeug den Windschatten verlässt, kann der Sturm schlagartig zupacken und ein energisches Gegenlenken nötig machen. Ebenso ist auf Brücken und Hochebenen besondere Vorsicht geboten. „Hier können Windstöße ungehindert angreifen“, warnt Kaup und besondere Vorsicht gilt beim Überholen von Lastwagen und Bussen. Während man zunächst im Windschatten des überholten Fahrzeugs fährt, wird das eigene Fahrzeug nach dem Überholvorgang voll vom Seitenwind erfasst. „Halten Sie immer ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ein. Falls es ins Schlingern gerät, haben Sie genug Zeit, um auszuweichen oder zu bremsen“, warnt Kaup.

Selbst wenn die Fahrt beendet ist, lauern noch stürmische Tücken. Beim Ein- und Aussteigen empfiehlt es sich, die Fahrzeugtür fest im Griff zu halten, damit der Wind diese nicht aus der Hand reißt. Dasselbe gilt beim Öffnen der Heckklappe.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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