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Presse und Medien

20. Mai 2020

TÜV SÜD: Jetzt endlich wieder die Freiheit genießen

Der Start in die Motorrad-Saison ist dieses Jahr verschoben – der Grund: Biken war wegen der Einschränkungen in der Corona-Krise bis Anfang Mai verboten. Dann kamen niedrige Temperaturen und schlechtes Wetter. Jetzt kann es aber langsam losgehen. Und auch wenn viele Biker – Schrauben liegt ja im Blut – die Maschine in den langen Wochen des Wartens besonders gut auf Vordermann gebracht haben: Natürlich muss auch der Fahrer fit sein, wenn es das erste Mal nach der besonders langen Pause auf Tour geht. Praktische Tipps von den TÜV SÜD-Experten für Biker und Bike sowie der Hinweis auf Fahren mit Bedacht.

So lange auf die erste Bike-Tour gewartet? Jetzt bloß nicht übermütig werden.„Viele Unfälle passieren beim Saisonstart, weil den Bikern die Pause noch in den Knochen steckt und sie sich überschätzen“, sagt Lars Krause von TÜV SÜD. „Um das Gefühl für die Maschine und die Straße wieder zu erlangen, eignen sich am besten bekannte und überschaubare sowie einsehbare Strecken. Für die allgemeine Fitness steigen erfahrene Fahrer schon Wochen, bevor es ins neue Motorradjahr geht, öfter Mal aufs Fahrrad. Neben der Konditionssteigerung werden Koordination und Reaktion trainiert. Die beim Motorradfahren besonders beanspruchte Muskulatur von Nacken, Handgelenken, Unterarmen und Fingern bekommt man beispielsweise durch das Drücken eines Tennisballs wieder fit. Die allgemeine Beweglichkeit steigert man mit leichten Dauerläufen oder einem gezielten Fitnesstraining.

Bike: Bevor es das erste Mal auf Tour geht, Motorrad reinigen, alle Flüssigkeiten, die Federung und die Lenkung prüfen. Der Reinigung folgt eine gründliche Sichtinspektion. Sitzen alle Schraubverbindungen fest? Gibt es unentdeckte Beschädigungen? Besonders im Fokus stehen die Sicherheitskomponenten, allen voran die Reifen und die Bremsen. Bei den Belägen auf ausreichend Stärke achten. Faustregel: unter zwei Millimetern wird es kritisch! Auch die Bremsscheiben müssen ausreichend stark sein und dürfen keine tiefen Riefen oder gar Risse haben. Die Mindest-Stärke ist in der Regel auf den Motorrad-Bremsscheiben angegeben und kann mit einem Messschieber von jedem selbst kontrolliert werden.

Checkliste für die Reifen: Liegt die Profiltiefe noch bei mindestens 1,6 Millimetern (gesetzliche Mindesttiefe)? Sind Profil und Flanken der Reifen okay – sind Beschädigungen zu sehen oder gar Fremdkörper im Gummi? Sind noch alle Ventilkappen vorhanden? Auch wenn die Sichtkontrolle positiv verläuft: Länger als sechs Jahre sollten Motorradreifen nicht gefahren werden. Außerdem unbedingt den Luftdruck prüfen. Ist der über den Winter übermäßig abgesackt, kann dies ein Hinweis auf Schäden sein. Krause: „Wer sich technisch nicht wirklich gut auskennt, sollte den Frühjahrs-Check unbedingt in der Fachwerkstatt erledigen lassen.“

Bedachtsamkeit: Während der ersten Touren bewusst verhalten fahren und eher kurze Strecken ins Visier nehmen. „Sollte es doch gleich eine längere Ausfahrt sein, auf die eigenen Ressourcen achten und unbedingt Pausen einplanen“, so Krause. Am besten aber eine bekannte Tour aussuchen. Auf sicherem Terrain lassen sich die eigene Fahrfähigkeit und das Gefühl für die Maschine am besten wiederfinden.

Bildtext: So lange auf die erste Bike-Tour gewartet? Jetzt bloß nicht übermütig werden.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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