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Presse und Medien

19. März 2020

Den Caravan startklar machen

Schon zu Ostern koppeln erfahrungsgemäß viele Caravanfreunde ihr rollendes Feriendomizil für einen Kurzurlaub an. Doch vor der ersten Ausfahrt in der neuen Saison „sollte man einen ausgiebigen Technikcheck machen“, legt Karsten Graef von TÜV SÜD Gespannfahrern ans Herz. In eigener Regie kann man diverse Prüfpunkte selbst abarbeiten. „Ganz obenan stehen die Reifen“, sagt Graef: „Camper-Reifen fahren sich meist nicht ab, sondern stehen sich kaputt.“

Über die amtlichen Prüfintervalle hinaus sollten alle Komponenten der Gasanlage regelmäßig auf Risse und Beschädigungen überprüft werden – vor allem jetzt nach der Winterpause. Neben entsprechenden Fachwerkstätten bieten Sachverständigenorganisationen wie TÜV SÜD solche Prüfungen an. „Zweckmäßigerweise erkundigt man sich telefonisch nach den Möglichkeiten und fixiert einen Termin“, rät Graef.

Sind die Reifen des rollenden Urlaubsquartiers älter als sieben Jahre, empfiehlt sich der Tausch. Das Reifenalter, beziehungsweise das Produktionsdatum ist an der DOT-Kennzeichnung (Department of Transportation/amerikanische Verkehrsbehörde) ablesbar. Diese ist auf einer der Reifenseitenwände eingeprägt und endet mit einer oval eingefassten, vierstelligen Zahlenkombination. Dabei geben die ersten beiden Ziffern die Produktionswoche und die letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr an. Die Ziffer 3617 würde demzufolge bedeuten, dass der Reifen in der 36. Kalenderwoche im Jahr 2017 hergestellt wurde. Bei einem Wechsel empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann, verstärkte Reifen zu montieren. Sie kosten zwar etwas mehr, bieten allerdings bei einem Ernstfall (Vollbremsung, Aufschaukeln, Überlast) mehr Reserven als herkömmliche Reifen. Erkennen kann man diese an einer zusätzlichen Kennzeichnung (C, CP, LT, Reinforced oder XL).

Nach den Pneus stehen die elektrische Ausstattung sowie die Beleuchtung des Caravans auf dem Prüfprogramm. „Nicht immer ist es eine defekte Sicherung oder Lampe, wenn etwas nicht ordnungsgemäß funktioniert“, schildert Graef seine Erfahrungen. Oftmals sind den Winter über Kontakte oxidiert und müssen lediglich gesäubert werden. Das gilt ebenso für die Anhängersteckdose am Auto und für den Stecker am Wohnwagen. Tipp: Vor der Saisonpause zu einem geeigneten Kontaktspray greifen, um vorab solche Probleme zu minimieren.

Das nächste Augenmerk gilt der Auflaufbremse. Nach der Winterpause weist sie erfahrungsgemäß öfter Funktionsmängel auf, weiß der TÜV SÜD-Fachmann: „Deshalb den Wohnwagen ankoppeln, Bremse anziehen, Kupplung kommen lassen und auf Funktion hin überprüfen.“ Empfehlenswert ist zudem, die Schmiernippel (sofern vorhanden) an der Auflaufbremse etwa alle 1000 Kilometer mittels Fettpresse abzuschmieren. „Bei längeren Urlaubsfahrten ruhig auch mal bei einem Zwischenstopp nachfetten“, empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann. Etwas Schmierung kommt zudem den Spindeln der Caravan-Stützen zu Gute. Funktionsprüfungen der diversen Installationen wie Toilette, Herd oder Kühlschrank gehören zudem zu den technischen Vorbereitungen zum Saisonstart.

Doch ebenfalls der Mensch sollte sich vorbereiten. Selbst erfahrene Gespannfahrer sollten sich nach der Winterpause wieder mit dem ungewohnten Handling der Fahrzeug-Kombination vertraut machen und ein Gefühl für die größere Breite, das veränderte Kurvenverhalten und die schlechtere Übersicht bekommen.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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