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Presse und Medien

26. Juni 2020

Fit für die Fahrt

Knapp 54 Prozent aller Sommerurlauber benutzten das Flugzeug, um ihr Ferienziel zu erreichen. Beinahe 45 Prozent das eigene Auto. So sah es laut einer Erhebung des Online-Portals Statista in den vergangenen Jahren aus. Vor dem Hintergrund von Corona dürfte sich diese Verteilung deutlich ändern, viele Ferienreisende nutzen jetzt ihr Auto. „Bevor man sich auf die Ferienreise macht, sollte man allerdings sein Fahrzeug für die ungewohnt lange Strecke fit machen“, empfiehlt Eberhard Lang von TÜV SÜD: „Vor allem Reifen, Öl, Kühlwasser, Batterie, Licht sollten gecheckt werden.“ Und einen weiteren Tipp hält der TÜV SÜD-Mann parat: „Die wichtigsten Dokumente kopieren (Führerschein, Personalausweis, Kfz-Schein) und diese während der Reise getrennt von den Originaldokumenten aufbewahren. Zu beachten ist aber, dass die Kopien rechtlich nicht die Originale ersetzen.“

Bis 1965 mussten Autofahrer bei einem Grenzübertritt einen Versicherungsnachweis für das jeweilige Ausland mitführen. Inzwischen ist die internationale Versicherungskarte (IVK), aufgrund ihrer Farbe auch einfach als „Grüne Karte“ bezeichnet, in den meisten Ländern der Europäischen Union und anderen europäischen Reiseländern überflüssig. Dank des Kennzeichenabkommens reicht das vorhandene amtliche Kennzeichen als Nachweis einer Kfz-Haftpflichtversicherung aus. Einzig in Italien ist das Mitführen der Karte im Auto weiterhin empfehlenswert, da die Kontrollinstanzen trotz Abkommen teilweise darauf bestehen.

Das A und O für sicheres Ankommen am Urlaubsort ist regelmäßige Wartung. Für den richtigen Reifendruck angesichts der größeren Beladung muss der Autobesitzer selbst sorgen. Die entsprechenden Angaben finden sich in der Gebrauchsanweisung oder innen im Tankdeckel. Die Reifendruckwerte gelten für kalte Reifen. Schon Fahrten unter zehn Kilometer erwärmen die Pneus. Deshalb immer bei kalten Reifen prüfen.

Ein prüfender Blick auf den Ölstand und das Kühlsystem sollte ebenfalls vor Fahrtbeginn erfolgen. An jeder Tankstelle lässt sich Kühlwasser nachfüllen. Aber Vorsicht: Bei heißem Motor steht das Kühlsystem unter Druck, dann den Behälter besser nicht öffnen. „Unbedingt die Hinweise in der Fahrzeug-Bedienungsanleitung zum Nachfüllen beachten“ empfiehlt Lang. Ebenfalls in Eigenregie sollte dann eine Überprüfung der Fahrzeugbeleuchtung auf dem Prüfprogramm stehen. „Man sollte sich vergewissern, dass sämtliche Scheinwerfer, Blinker und Rücklichter funktionieren, auch die Kennzeichenbeleuchtung“, rät der TÜV SÜD-Fachmann, „die ist zwar nicht sicherheitsrelevant, kann aber, wenn defekt, unnötigen Ärger einbringen.“ Einige Länder schreiben das Mitführen von Ersatzlampen vor und eine gute Idee ist das Sortiment der wichtigsten Lampen und Sicherungen an Bord allemal. Wer mit Anhänger verreist, sollte ebenfalls für diesen Reservelicht an Bord haben.

Wiederum ein Fall für die Werkstatt ist die Kontrolle der Batterie. Sie unterliegt einem Alterungsprozess, der ihr Kräfte entzieht. Hitze kann der Batterie zudem zu schaffen machen, wie die hohen Einsatzzahlen der diversen Pannenhilfen in der Sommerzeit zeigen. Weil es selbst im Urlaub regnen kann, die Scheibenwaschanlage nicht vernachlässigen. Ein spezielles Additiv für den Sommer hilft beim Beseitigen von Insektenleichen auf der Windschutzscheibe. Für klare Sicht zudem wichtig: funktionsfähige Wischerblätter. Hinterlassen sie einen Schmierfilm – erst einmal schauen, ob die Scheiben und Gummis wachs- und fettfrei sind. Dazu beides mit Scheibenwaschkonzentrat oder Autoshampoo reinigen. Schmieren die Wischer dann immer noch, ist ein Austausch erforderlich. Für die Scheiben gilt: Nicht nur fettfrei, sondern innen sowie außen regelmäßig säubern. Das gilt ebenso für die Rücksicht: Bei der Reinigung deshalb Außenspiegel nicht vergessen.

Schließlich empfiehlt Lang den Besitzern moderner Dieselfahrzeuge, ggf. genügend AdBlue mitzunehmen. „Das gibt es zwar an jeder Autobahntankstelle, ist dort aber erfahrungsgemäß deutlich teurer“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Erfahrungen.


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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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