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Presse und Medien

14. Juli 2020

Auf den Abstand kommt es an

Abstand halten – diese Sicherheitsmaxime gilt nicht erst seit Corona, sondern im Straßenverkehr von jeher. „Seit April heißt es, Minimum 1,50 Meter innerorts und zwei Meter außerorts“, erinnert Marcellus Kaup von TÜV SÜD an die jüngste Novellierung der Straßenverkehrsordnung: „So viel Abstand muss man mit dem Kraftfahrzeug nun mindestens beim Überholen von Radlern einhalten.“ Die Distanz vom Fahrzeug ist stets zu den Radfahrenden selbst zu messen und nicht etwa zu gegebenenfalls vorhandenen Markierungen von Radverkehrsflächen. Zu mehrspurigen Fahrzeugen, also Personenwagen oder Lastwagen gilt ein Seitenabstand von einem Meter, zu parkenden von 80 Zentimetern bis einem Meter. Abstandssündern drohen Bußgeld und ein Punkt ins Flensburg.

Doch nicht nur seitliche Entfernung gilt es zu wahren. Bei Unfällen mit Personenschäden rangiert „Ungenügender Abstand“ auf Platz Vier der Unfallstatistik, gefolgt von „Fehler beim Überholen“, so das Statistische Bundesamt in seiner Unfallursachenbilanz. „Der notwendige Sicherheitsabstand hängt direkt von der gefahrenen Geschwindigkeit ab“, betont Kaup.

„Als Faustregel dient dabei der ‚halbe Tachostand‘ in Metern: Bei Tempo 50 würde der erforderliche Abstand danach rund 25 Meter betragen, bei Tempo 80 rund 40 Meter“, erläutert er. „Diese Regel gilt allerdings nur für normale Sicht- und Straßenverhältnisse. Bei Nebel, starkem Regen, Schnee- oder Eisglätte, aber auch in unübersichtlichen Verkehrssituationen muss man die Distanz zum Vorausfahrenden deutlich erhöhen“, sagt Kaup. Unter solchen Umständen heißt es für Autofahrer zudem: die Geschwindigkeit anpassen und sich nicht vom Verkehrsgeschehen ablenken lassen.

Beim Abschätzen der Entfernung helfen die Leitpfosten am Straßenrand. Der Abstand zwischen ihnen ist auf allen Straßen einheitlich. Sowohl auf Autobahnen als auch auf Landstraßen beträgt er auf gerader Strecke 50 m. In Kurven und an übersichtlichen Stellen (etwa Steigung) stehen die Leipfosten enger zusammen. Die Faustregel besagt: Abstand gleich halber Tacho - das macht bei 100 Kilometern pro Stunde (km/h) also genau den Abstand zwischen zwei Leitpfosten.

Abstandsregeln gelten überdies beim Überholen. So darf auf der Überholspur auf andere Fahrzeuge nicht zu dicht aufgefahren werden. „Bei einer Geschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde und 15 Metern Abstand zum Beispiel ist ein Crash nicht zu vermeiden, wenn der Vorausfahrende auf die Bremse steigt“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken und „beim Einscheren nach einem Überholmanöver ist darauf zu achten, dass man den Überholten nicht schneidet, sondern ebenfalls einen ausreichenden Sicherheitsabstand nach hinten einhält."

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

 

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