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Presse und Medien

6. Februar 2020

Pflege gefragt

Deutschlands Autobesitzer lieben augenscheinlich Leichtmetallräder. Bei Neuwagen pendelt seit Jahren die Ausrüstungsquote um 60 Prozent. Autobesitzer versprechen sich von ihrer Investition ein individuelleres Aussehen ihres Fahrzeugs, vor allem aber ein besseres. Doch der Glanz der schmucken Stücke verblasst im Autoalltag rasch, wenn sie nicht entsprechend gepflegt werden. „Insbesondere auf winterlichen Straßen setzen Bremsenabrieb, Streumittel oder Salz ihnen zu“, weiß Stefan Dittmar von TÜV SÜD in München.

Warten macht es nicht besser

Das Problem: „Je länger der Schmutz auf den Felgen bleibt, umso höher ist der Aufwand für seine Beseitigung“, warnt Stefan Dittmar vor falscher Geduld. Bei jedem Bremsvorgang entsteht Wärme und zusammen mit Nässe backt der Dreck dann an den Rädern förmlich fest. Deshalb sollte man mit einer Reinigungsaktion nicht zu lange warten.

„Zu Spezialreinigern sollte man erst greifen, wenn die Waschanlage nicht mehr das gewünschte Putzergebnis liefert“, sagt Dittmar und empfiehlt, sich bei der Wahl des Produktes an neutralen Tests zu orientieren. Von vermeintlichen Hausmitteln wie etwa Backofenreinigern, Zahnpasta oder sogenannten Putzsteinen rät der Fachmann dringend ab: „Der Dreck geht damit zwar weg, aber auch die Oberfläche des Rades leidet.“

Viele Spezialreiniger gehören zwar der Wassergefährdungsklasse Eins an, gleichwohl sollte die Putzaktion möglichst an Waschplätzen mit Ölabscheidern durchgeführt werden. Grundsätzlich empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann, sich vor Beginn der Putzaktion die Gebrauchsanweisung des Herstellers sorgsam durchzulesen. „Ganz wichtig ist, dass das Mittel nicht zu lange aufgetragen bleibt“, rät er, „denn sonst kann schlimmstenfalls der Reifen selbst beschädigt werden.“ Manche Produkte zeigen durch eine Verfärbung, wann die Zeit zu Abspülen reif ist. Die ungeschützten Metallteile von Bremse und Radbefestigung müssen nach dem Aufbringen des Reinigers mit reichlich Wasser abgespült werden.

Generell wird zwischen säurefreien und säurehaltigen Reinigern unterschieden. „Letztere sind deutlich aggressiver“, erläutert der TÜV SÜD-Fachmann: „Wenn auf der Packung Warnhinweise auf ätzende oder reizende Inhaltsstoffe aufmerksam machen, ist Vorsicht angesagt.“ Besser ist es daher, säurehaltige Felgenreiniger nur an demontierten Rädern anzuwenden Neben einem guten Schutz der Hände – Gummihandschuhe – sollte man bei jeder Putzaktion vermeiden, den Sprühnebel beim Auftragen des Reinigers einzuatmen. Stefan Dittmar: „Deshalb solche Mittel immer außerhalb geschlossener Räume anwenden und möglichen Wind beachten.“ Zudem ist eine Schutzbrille ratsam.

Erfahrungsgemäß ist der meiste Schmutz auf Rädern Staub. Der lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad ohne Spezialmittel mit Wasser und Schwamm beseitigen. Trotzdem empfiehlt sich die Methode als erste Maßnahme, denn dem verbliebenen hartnäckigeren Schmutz kann dann besser zu Leibe gerückt werden. Will man seiner Putzaktion den letzten Schliff geben, kann man zum Schluss die Leichtmetallräder mit einem speziellen Konservierer behandeln. Das verzögert die erneute Verschmutzung.

Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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