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Presse und Medien

15. Dezember 2020

Letzter Check vor dem Winterschlaf

Für die meisten Wohnwagen ist erfahrungsgemäß nach den Herbstferien Pause, selbst wenn in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie so mancher mit Wintercamping liebäugelt. „Geht es aber in die Winterpause, sollten die Besitzer der rollenden Feriendomizile einige, aber wichtige Wartungs- und Pflegearbeiten ausführen“, erinnert Karsten Graef von TÜV SÜD in München. Eine komplette Reinigung des Freizeitfahrzeugs sowie die Reinigung der Wassertanks ist bei vielen Caravaning-Fachhändlern als Serviceleistung verfügbar. Da gilt es lediglich, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren. „Wer die Wartungsarbeiten lieber selbst in die Hand nehmen möchte, sollte folgende Reihenfolge beachten: erst innen, dann außen und schließlich die Technik“, empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann.

Wer genau weiß, dass er nicht mehr mit seinem rollenden Feriendomizil unterwegs sein wird, kann Steuern sowie Versicherung sparen, indem er ein Saisonkennzeichen anschafft oder das Fahrzeug komplett abmeldet. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Termin der nächsten Hauptuntersuchung (HU) und der Gasprüfung nicht in den Zeitraum der Abmeldung fällt. Zudem muss das abgemeldete Freizeitfahrzeug auf einem nicht öffentlich zugänglichen Platz untergebracht werden. Abgemeldete Fahrzeuge dürfen nicht auf der Straße oder auf öffentlichen Parkplätzen stehen.

Vor der Winterpause steht als erste Aktion an, den Innenraum komplett absaugen, einschließlich der Polster und danach feucht wischen. „Teppiche und Polster sollten im Idealfall in einem Lagerraum außerhalb des Caravans überwintern“, empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann, „ist dies nicht möglich, werden sie locker aufgestellt, um möglichst gut zu lüften.“ Alle Möbelklappen sowie die Kühlschranktür bleiben während der Standzeit geöffnet. So kann die Luft besser zirkulieren. Gelüftet werden sollte im Winter nur bei trockenem Wetter. „Dazu werden alle Fenster geöffnet und nach einer Stunde wieder verschlossen“, rät der TÜV SÜD-Fachmann: „Möglichst sollte keine feuchte Luft eindringen, sonst entsteht muffiger Geruch.“

Bei der Außenreinigung werden die Acrylfenster des Wohnaufbaus zunächst ausgespart. Haushaltsübliche Mittel wie etwa Glasreiniger können sie stumpf und blind machen. Stattdessen sollte man spezielle Reiniger verwenden, die im Fachhandel erhältlich sind. Die Dichtungen an Fenstern und Türen werden mit einer speziellen Gummipflege behandelt, alternativ kann auch Talkum oder Glycerin verwendet werden. So friert das Gummi trotz Kälte nicht am Gegenüber fest und bleibt länger elastisch. Die Kurbelstützen werden gefettet. Die Reifen auf den maximalen empfohlenen Druck gepumpt. Zur Entlastung der Reifen sollte der Caravan auf die Kurbelstützen gestellt werden.

Danach wird die Bordtechnik des Wohnaufbaus ins Auge gefasst. „Sie sollte zum Überwintern komplett stillgelegt werden“, erläutert Graef. Zunächst heißt es, den Frischwassertank reinigen und desinfizieren. Hierfür gibt es im Caravaning-Fachhandel spezielle Reinigungsmittel oder Zusätze. Sämtliche Wasservorräte aus Frischwassertank, Abwassertank, Toilette, dem Boiler der Heizung sowie den Wasserleitungen werden abgelassen. Alle Wasserhähne und Ablassventile bleiben während der Standzeit geöffnet. Alle Gashähne hingegen werden geschlossen. Die Gasschläuche und der Druckminderer werden von den Flaschen abgeschraubt. „Die Bordbatterie sollte ausgebaut, in einem trockenen Raum eingelagert und ab und an nachgeladen oder an ein Batterieerhaltungsgerät angeschlossen werden“, so der TÜV SÜD-Fachmann.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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