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Presse und Medien

12. August 2020

Nach dem Urlaub aufräumen

„Nach der Urlaubsreise sollte das Feriengefährt gründlich entrümpelt werden“, rät Eberhard Lang von TÜV SÜD. Nicht nur der Ordnung, sondern auch der Sicherheit und Sparsamkeit halber. Laut einer Faustregel senken 100 Kilogramm weniger Gewicht den Spritverbrauch um bis zu 0,5 Liter pro 100 Kilometer. Zwei bis fünf Prozent Treibstoff können erfahrungsgemäß allein durch eine Entrümpelungsaktion eingespart werden. Besonders drastisch steigt der Verbrauch, wenn unnötigerweise mit einer Dachbox einhergefahren wird. Solche Gepäckbehälter wiegen häufig zwischen 15 bis 20 Kilogramm, erhöhen den Luftwiderstand und treiben die Rechnung an der Tankstelle rasch um zwei Liter pro 100 Kilometer in die Höhe. „Es lohnt allemal, wenn man den Wagen aufräumt und Überflüssiges nicht ständig spazieren fährt“, empfiehlt Lang.

Gewicht kostet Sprit, in diese Rechnung kann man sogar das althergebrachte Reserverad einbringen. „Ein modernes Notrad wiegt mindestens sechs Kilo weniger“, sagt Lang und „der zulässige, komplette Austausch des Ersatzrads gegen ein Pannenset spart gar 16 bis 18 Kilogramm.“

„Warum manche Pflegemittel für den Wagen wie Wachs, Politur und Shampoo chauffieren, statt sie in Garage oder Keller einzuquartieren, wissen sie wohl selbst nicht“, wundert sich der TÜV SÜD-Fachmann immer wieder: „Hohe Temperaturen im Kofferraum tun diesen Utensilien nicht gut. Spraydosen werden bei hohen Temperaturen gar gefährlich.“ Höchst entbehrlich sind überdies Werkzeugkästen oder Ersatzteile an Bord.

„Einen Platz im Abstellregal sollten auch Reservekanister finden“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken: „Die Benzinanzeigen funktionieren sehr genau und per Web und mit entsprechenden Apps lassen sich sogar die günstigsten Tankstellen entlang der Route herausfiltern.“ In Deutschland darf man zwar einen Reservekanister mitführen, doch man sollte das Gefahrenpotenzial einer solchen Reserve nicht unterschätzen. Zudem müssen die Kanister der DIN-Norm 7274 oder 16904 entsprechen und sie müssen dicht, fest verschließbar und bruchsicher sein. Nach etlichen Jahren des verborgenen Fristens im Kofferraum kann es da durchaus Defizite geben. In einigen Nachbarländern, etwa Luxemburg, sind zusätzliche Spritbehälter sogar verboten.

Auch massive Abschleppstangen oder ein umfangreicher Vorrat an Öl oder AdBlue sind eher entbehrlich. Wenig Gewicht und damit Einsparpotenzial besitzt in den meisten Fällen das serienmäßige Bordwerkzeug. Für den Radwechsel oder zum Austausch einer defekten Glühlampe reicht es in aller Regel und viel mehr kann selbst ein technisch versierter Automobilist unterwegs nicht reparieren.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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