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Presse und Medien

28. April 2020

Neue Führerscheinregelung

Pkw-Fahrer dürfen auch 125er-Krafträder und -roller mit maximal 15 PS (11 kW) fahren, ohne dafür eine besondere Prüfung ablegen zu müssen. Darauf macht Jochen Krebs von TÜV SÜD in München aufmerksam. „Allerdings gilt dies nur unter den Voraussetzungen, dass der Führerscheinbesitzer älter als 24 Jahre alt ist und bereits mindestens fünf Jahre Fahrpraxis im Auto gesammelt hat“, erläutert Krebs die Neuregelung und „Prüfung nein, aber Ausbildung schon.“ Es sind fünf praktische Fahrstunden auf einer 125er und vier Theoriestunden vorgeschrieben.

Wer diese Ausbildungsstunden nachweisen kann, erhält den Führerschein B mit der Schlüsselzahl 196, der das Führen von Leichtkrafträdern mit 11 KW erlaubt. „Aktuell pausiert zwar die Fahrschulausbildung, aber in der Zwischenzeit kann man seine theoretischen Kenntnisse auffrischen und sich über die Ausbildungsangebote und -preise informieren“, gibt der TÜV SÜD-Fachmann zu bedenken. Immerhin müssen mindestens neun Fahrschuleinheiten á 90 Minuten absolviert werden. „Wie teuer der neue Führerschein für ein 125 ccm-Motorrad ausfällt, lässt sich nicht pauschal beantworten“, weiß der TÜV SÜD-Fachmann.

Nach der Kurzausbildung ist eine Bescheinigung ausreichend für den Führerschein der Klasse B mit Schlüsselzahl 196. Diese beinhaltet die Erlaubnis, Leichtkrafträder zu steuern, die bei voller Leistung nicht leichter als 110 Kilogramm sein dürfen. Achtung: Dieses Recht gilt nur innerhalb Deutschlands. Fahrten ins Ausland sind nicht erlaubt.

Um die sogenannten Leichtkrafträder fahren zu dürfen, war bislang ein Führerschein der Klasse A1 oder der alten Klasse 1b Voraussetzung. „An dieser Regelung ändert sich durch die Neuregelung nichts“, erläutert Krebs und „eine Fahrerlaubnis, die vor dem 1. April 1980 in den Klassen Zwei, Drei sowie Vier oder den korrespondierenden Fahrerlaubnisklassen der ehemaligen DDR erteilt worden ist, berechtigt ebenfalls zum Führen von Leichtkrafträdern in Deutschland und im Ausland.“ EU-weit gibt es vergleichbare Regelungen für die Leichtkrafträder. Die gelten aber jeweils auch nur für Inhaber von Führerscheinen des jeweiligen Landes. Inhaber einer deutschen Fahrerlaubnis können sich auf diese Regelungen nicht berufen.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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