Wählen Sie ein anderes Land, um sich über die Services vor Ort zu informieren

//Land auswählen

Presse und Medien

28. April 2020

Biker-Bekleidung – Der Zweck bestimmt das Outfit

In Ländern, die nur ein Kontaktverbot verhängt haben, ist eine Biketour zum reinen Freizeitvergnügen gestattet. Hier ist jedoch zu beachten, dass viele Aussichtsplätze gesperrt sind. Zudem ist bei Stopps entsprechender Abstand zu anderen Motorradfahrern einzuhalten. Alle anderen Biker müssen warten und mancher wird wohl die Zeit nutzen, seine Motorradkleidung zu begutachten. „Sie unterliegt durchaus Alterungsprozessen oder wird vom technischen Fortschritt überholt“, gibt Lars Krause von TÜV SÜD in München zu bedenken.

Die zweckgemäße Bekleidung ist neben dem Helm der einzige Schutz eines Motorradfahrers bei einem Sturz. „Entsprechend bewusst sollte man an die Auswahl herangehen“, empfiehlt Krause. Zwar kann man sich im Vorfeld einer Kaufentscheidung per Internet gut einen Überblick verschaffen, aber Helm wie Bekleidung sollten anprobiert werden. „Bei Online-Käufen wird das etwas problematisch, deshalb sollte eine Rückgabemöglichkeit der Ware bestehen“, schildert Krause seine Beobachtungen und „gute Händler ermöglichen eine Anprobe und man kann sich auch vor Ort sofort für eine andere Wahl entscheiden.“ Grundsätzlich lautet die Reihenfolge der Kaufkriterien: Sicherheit, Passform, Komfort und Funktionalität. Danach folgen Design und Preis.

Welche Motorradschutzausrüstung man beim Zweiradfahren im Alltag benutzt, ist in großem Maß eine persönliche Entscheidung. Vorgeschrieben ist lediglich ein Helm entsprechend der Norm ECE 22-05. „Hat der Helm einen harten Aufschlag hinter sich oder ist älter als fünf bis sieben Jahre“, rät der TÜV SÜD-Fachmann zu einer Neuanschaffung. Neben den gesundheitlichen Folgen sind die zivilrechtlichen und finanziellen Folgen für einen Biker, wenn er bei einem Unfall keinen oder keinen geeigneten Helm trägt, gravierend. Die Rechtsprechung geht bei solchen Unfällen von einer Mithaftung bis zu 30 Prozent aus.

Protektoren an Knien, Ellenbogen und vor allem dem Rücken lassen sich in vielen Motorradjacken und hosen nachrüsten. Für den Rücken gibt es viele eigenständige Systeme, mal separat anzulegende oder Protektorwesten. Getragen werden sie unter der Motorradkleidung. Im Normalfall muss ein Protektor die Vorgaben die DIN EN 1621-1 (Gelenkprotektoren) oder EN 1621-2 (Rückenprotektoren) erfüllen.

Welche Schutzkleidung man wählt, hängt davon ab, wie und wann das Bike zum Einsatz kommt. Für kurze Ausfahrten empfiehlt sich ein Einteiler. Er liegt eng am Körper, bietet wenig Windwiderstand und kann nicht verrutschen. Geht es auf Tour oder will man mit dem Bike zum Arbeitsplatz pendeln, sind eher zweiteilige Textil- oder Lederkombinationen die passende Wahl, denn sie können auch abseits des Motorrads getragen werden.

„Wichtig ist, stets gut gesehen zu werden, deshalb helle Farben wählen und auf Reflektoren achten“, legt Krause Motorradfreunden zudem ans Herz. Laminierte und verstärkte Polyester- oder Polyamidtextilien sowie Rindsleder oder Känguruhleder sind die sichersten Materialien für den Motorradtrip. Lederbekleidung bietet meist eine höhere Abriebfestigkeit als Textil, allerdings sollte man unbedingt auf die Stärke des Leders achten. Tests haben gezeigt, dass das Material mindestens 1,2 Millimeter stark sein sollte, um genügend Abriebfestigkeit zu bieten. Ein weiterer Vorteil: Im Falle eines Sturzes ist das Risiko kleiner, dass die Protektoren verrutschen. Was die Funktionalität anbelangt, haben die Entwickler von Ledermotorradbekleidung in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Neue, mit dem Naturmaterial direkt verbundene Klimamembranen halten den Motorradfahrer zusätzlich trocken und frisch. Selbst bei einem starken Regenguss ist der Biker mit dem Naturprodukt vor Nässe geschützt. Andererseits bleibt bei Sonneneinstrahlung das Leder relativ kühl.

Grundsätzlich ist Textilbekleidung meistens leichter, bequemer. Der wohl größte Vorteil, man kann die Textilkleidung über normaler Kleidung tragen. Eine gute Alternative für Berufspendler und in punkto Klima ist die Textilbekleidung der Ledervariante immer noch ein Stück voraus. „Die Materialien sind leichter, zusätzliche Reißverschlüsse im Außenfutter bewirken, dass ausreichend Frischluft zwischen Körper und Futter für gute Lüftung sorgt“, erläutert Krause und hält für sportliche Fahrer noch eine Erfahrung parat: „Der Halsabschluss sollte sich ausreichend verstellen lassen.“ Bei der gebeugten Haltung auf Sportmaschinen drückt oft der Kragen und das kann einem dann die schönste Tour vermiesen.

Download Pressemeldung

Pressekontakt: Vincenzo Lucà

Wie können wir Ihnen helfen?

WORLDWIDE

Germany

German

Global

Americas

Asia

Europe

Middle East and Africa