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Sparen an der Tankstelle

Mit einer entsprechenden Fahrkultur lässt sich der Kraftstoffverbrauch dauerhaft um bis zu 25 Prozent und der Ausstoß der verschiedenen Luftschadstoffe deutlich verringern. „Jeder Autofahrer kann etwas unternehmen, um seine Tankrechnung zu verkleinern“, wirbt Patrick Gerstmeyr von TÜV SÜD für einen ökonomischen wie ökologischen Einsatz des Autos. Dabei sitzt das größte Sparpotenzial direkt am Lenkrad. Wer flüssig fährt und möglichst wenig bremst, spart. „Emissionen und Verbrauch sinken deutlich, wenn auf Vollgasexzesse verzichtet wird – egal ob Diesel oder Benziner“, gibt Gerstmeyr zu bedenken.

Es sollte zügig beschleunigt werden, ohne den Motor dabei hochzujubeln. Vollgas ist damit tabu. Also hochschalten bei 2000 Umdrehungen pro Minute – bis in den höchsten Gang. Das kann in der Stadt auch der Fünfte sein. „Keine Sorge, niedrige Drehzahlen schaden dem Motor keineswegs“, beruhigt der TÜV SÜD-Fachmann. Der Spareffekt? Ungefähr um die Hälfte sinkt der Spritkonsum, wenn man Tempo 50 im vierten Gang statt im zweiten fährt.

Automatik-Fahrer beschleunigen ganz normal. Die Elektronik gibt die passende Fahrstufe vor. Dabei bieten immer mehr moderne Getriebe Wahlmöglichkeiten für die Fahrcharakteristik: etwa C für Comfort, S für Sport, W wie Winter oder eben E für Economy. Dann hält die Automatik den Motor in niedrigeren Drehzahlen und schaltet früher hoch. Nach der Beschleunigungsphase das Gaspedal leicht lupfen. So wählt das Getriebe von selbst die nächsthöhere, mithin kraftstoffsparende Fahrstufe. Zeigen Ampeln Rot, beim Heranfahren das Fahrzeug ohne Gas rollen lassen und so spät wie möglich auskuppeln. Das nutzt die Schubabschaltung des Motors optimal. Geht der Fuß vom Gaspedal, unterbrechen Einspritzaggregate die Kraftstoffzufuhr. Die Maschine bremst gleichzeitig den Wagen, ohne Sprit zu verbrennen. Das gilt ebenso für Gefällestrecken.

Vorausschauend fahren, lautet die nächste Sparmaxime. Wird die nächste Ampel gleich rot? Dann besser nicht mehr beschleunigen. Auf freier Autobahn reicht Tempo 130. Höhere Geschwindigkeit lässt den Verbrauch stark ansteigen und der Zeitgewinn ist in aller Regel nicht erwähnenswert. Zudem kann moderne Navigationssoftware einen Sparbeitrag leisten. Sie informiert nicht nur über aktuelle Staus, sondern errechnet ebenfalls, zu welchem Zeitpunkt erfahrungsgemäß die wenigsten Verzögerungen einkalkuliert werden müssen. Mast: „Manchmal genügt es schon, nur eine Viertelstunde versetzt zu fahren, um schneller und sparsamer anzukommen.“

In einem Stau oder bei Ampelstopps von mehr als 20 Sekunden lohnt es sich bei Autos ohne Start-Stopp-Automatik, den Motor abzustellen. „Eine Stunde Leerlauf kostet mindestens einen Liter Kraftstoff“, beziffert der TÜV SÜD-Fachmann den Mehrverbrauch. Ebenso kostet unnötiger Ballast Sprit. „Deshalb den Kofferraum entrümpeln“, empfiehlt er. 100 Kilogramm steigern den Verbrauch um rund 0,3 Liter. Wer – etwa nach dem Urlaub – Fahrradträger oder Gepäckboxen ungenutzt spazieren fährt, muss mit einem deutlichen Mehrverbrauch rechnen. Und schließlich heißt es, den Reifenluftdruck regelmäßig überprüfen. 0,2 bar zu wenig erhöht den Verbrauch um bis zu zehn Prozent und kann zu Reifenplatzern führen.

„Manche Autofahrer sparen allerdings an der falschen Stelle“, schildert Gerstmeyr seine Beobachtungen, „und nehmen kilometerweite Anfahrten in Kauf, um beim Spritpreis ein paar Cent weniger auszugeben.“ Doch wer genau kalkuliert, ob sich solch eine Extratour rechnet, merkt schnell, die vermeintliche Ersparnis ist rasch verfahren und wer angesichts vermeintlich lukrativer Preise gar mit kaltem Motor Richtung Zapfsäule startet, verrechnet sich sowieso und schadet obendrein enorm der Umwelt.

Auch der Wartungszustand eines Fahrzeugs macht sich unmittelbar bei seinem Verbrauch bemerkbar. Alte Zündkerzen und ein verstopfter Luftfilter können ein bis zwei Liter extra pro hundert Kilometer ausmachen. „Deshalb ist eine regelmäßige Wartung durchaus sinnvoll“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann.

Pressekontakt: Vincenzo Lucá

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