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Presse und Medien

Mit Sicherheit: Nutzung der Windenergie optimieren

Mit neuen Dienstleistungen zeigt TÜV SÜD auf der WindEurope 2019, dass sich die sichere Nutzung der Windenergie weiter optimieren lässt. Im Mittelpunkt des Auftritts stehen die Bewertung und Prüfung für den Weiterbetrieb und die standortspezifische Zertifizierung von WEA sowie die Zertifizierung von Offshore-Schwimmfundamenten. Die WindEurope findet vom 2. bis 4. April 2019 in Bilbao statt. (Halle 1, Stand C46)

Windenergie-optimieren-tsZum Ablauf der Entwurfslebensdauer stehen Betreiber von WEA vor der Entscheidung, die Anlagen abzubauen, zu erneuern oder weiter zu betreiben. Ob eine Anlage oder ein Windpark für den Weiterbetrieb geeignet ist, zeigt die Bewertung und Prüfung für den Weiterbetrieb von WEA (BPW). „Mit der BPW wird unter anderem ermittelt, wie stark eine Anlage in der bisherigen Betriebsphase beansprucht wurde“, sagt Dr. Martin Webhofer, Leiter Windenergie der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Das geschieht in Form von Computersimulationen, welche die Auslegungsbedingungen nach der Typenzertifizierung und die konkreten Bedingungen am Standort berücksichtigen. Zusätzlich wird der Anlagenzustand vor Ort begutachtet. Das daraus entstehende Gutachten gibt Auskunft darüber, unter welchen Bedingungen ein Weiterbetrieb möglich ist. „Das Gutachten ermöglicht auch eine klare Einschätzung, mit welchem Aufwand und welchen Kosten ein möglicher Weiterbetrieb verbunden sind“, so Webhofer. Mit der BPW erhält der Betreiber einen detaillierten Zustandsbericht seiner Anlagen, der Chancen und Risiken für den Weiterbetrieb transparent macht und damit eine belastbare Entscheidungsgrundlage schafft.

Zertifikat berücksichtigt standortspezifische Anforderungen

Die Wirtschaftlichkeit eines Windparks kann durch die Anpassung des Anlagendesigns an einen bestimmten Standort deutlich erhöht werden. Die Anpassungen betreffen beispielsweise das Turm- und Fundamentdesign, die Regelung der Anlage oder Rotor und Gondel, ohne jedoch die Vorteile des Plattformdesigns zu verlieren. Mit dem Site Specific Design Certificate von TÜV SÜD können Hersteller und Projektentwickler nachweisen, dass sich ihre optimierten Anlagen bestmöglich für einen bestimmten Standort eignen. Die Zertifizierung baut auf die Designprüfung des Plattformzertifikats auf und bindet zusätzliche, standort­spezifische Faktoren ein. Durch die bei TÜV SÜD weiter entwickelten Berechnungsmethoden und die Erfahrung aus 30 Jahren Windenergie kann das Site Specific Design Certificate bereits im Bieterprozess an die Gegebenheiten eines Standortes oder einer Ausschreibung angepasst und rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden.

Zertifizierung von Schwimmfundamenten für Offshore-WEA

Durch den Einsatz von Schwimmfundamenten lassen sich Offshore-WEA auch in tiefen Gewässern realisieren. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat TÜV SÜD die Zertifizierung für Schwimmfundamente weiterentwickelt, um den sicheren und zuverlässigen Einsatz dieser innovativen Tragstruktur zu gewährleisten. Das Pilotprojekt eines Industriekonsortiums unter Leitung der spanischen ESTEYCO kombiniert ein Schwimmfundament mit einem Teleskopturm. Während des Ausschwimmens dient das Fundament als Schwimmkörper. Der Teleskopturm ist eingefahren, um die Schwimmstabilität zu gewährleisten. Das Pilotprojekt ist eine Vorstufe der Entwicklung von Floating Foundations, bei denen einen schwimmende, am Meeresboden verankerte Struktur die WEA trägt. Bei der Installation wird das Fundament abgesenkt und der Teleskopturm ausgefahren. „Mit dieser Technologie lassen sich Offshore-WEA wesentlich kostengünstiger realisieren“, sagt Florian Singer, Projektleiter auf Seite der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. „Zum einen kann die gesamte Struktur im Trockendock aus vorgefertigten Elementen zusammengesetzt werden, zum anderen ist für den Transport und die Installation kein kostenintensiver Einsatz von Errichterschiffen und Kränen notwendig. 

Digitalisierte Prüfung von WEA

Für die Prüfung und Zustandsbewertung von WEA sowie die Auswertung der Prüfergebnisse hat TÜV SÜD eine datenbank­gestützte IT-Lösung entwickelt. Die durchgängig digitalisierte Prüfung kombiniert effiziente Prüfabläufe mit einer strukturierten Datenerfassung. Die Lösung wird kontinuierlich weiterentwickelt. Im nächsten Schritt ermöglicht TÜV SÜD den Betreibern den Zugriff auf eine interaktive Mängelstatistik ihrer Anlagen. 

Windenergieleistungen von TÜV SÜD

TÜV SÜD ist vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für die Zertifizierung von Offshore-Windparks anerkannt und als Zertifizierungsstelle für Windenergieanlagen und Komponenten im Offshore- und Onshore-Bereich sowie als Prüflabor für Messung von Windpotential, Turbulenzen und Energieerträge akkreditiert. Die Experten verfügen über umfangreiche Erfahrungen bei allen Prüfungen, Gutachten und Zertifizierungen, die im Rahmen von internationalen Windenergieprojekten notwendig sind. www.tuev-sued.de/windenergie.

Hinweis für Redaktionen: Für hochauflösende Fotos kontaktieren Sie bitte [email protected].

Pressekontakt: Dr. Thomas Oberst

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