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Presse und Medien

9. Dezember 2019

Angepasster Fahrstil gegen ungewollte Rutschpartie

Die drei wichtigsten Regeln für sicheres Fahren bei Schnee und Eis lauten: Abstand, Abstand und nochmals Abstand. „Bei zugeschneiten oder gar vereisten Straßen verlängert sich der Bremsweg erheblich“, erinnert Thomas Salzinger von TÜV SÜD in München, „selbst die besten Winterreifen oder moderne Assistenzsysteme ändern daran nichts.“ Deshalb sollte man in solchen Situationen mindestens den dreifachen Sicherheitsabstand einhalten. Zudem sollte die Fahrzeugtechnik voll funktionstüchtig sein, insbesondere die Beleuchtung. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, erinnert Salzinger, „schließlich werden in den nächsten Monaten die meisten Kilometer von Pendlern in der Dunkelheit oder Dämmerung zurückgelegt.“

„Selbst die besten Winterreifen und ABS sind kein Garant für einen sofortigen Stopp“, weiß der TÜV SÜD-Fachmann und „Vorsicht bei Schleichwegen: Neben- und Wohnstraßen werden oft erst spät oder gar nicht geräumt.“ Obacht heißt es ebenso an Ampeln und Kreuzungen, Brücken und Waldschneisen. Solche Passagen sind häufig besonders glatt.

„Auch wenn Sie mit den Straßenverhältnissen gut zurechtkommen, können diese anderen Verkehrsteilnehmern Probleme bereiten. Rechnen Sie also immer damit, dass andere die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren und ins Schleudern geraten“, schildert Salzinger seine Erfahrungen.

Beim Start der winterlichen Fahrt sollte man eine kurze Bremsprobe machen, um ein Gefühl für die Straßenlage und den verlängerten Bremsweg zu bekommen. „Selbstverständlich nur auf freier Strecke abbremsen, wenn kein anderes Fahrzeug hinter Ihnen ist“, rät Salzinger. Heftiges Gas geben, starkes Bremsen oder hektische Lenkbewegungen gehören ebenfalls auf den Index winterlicher Fahrtechnik. Das Auto könnte trotz elektronischer Helfer ins Schleudern geraten. Sollte es dennoch einmal ausbrechen, sachte vom Gas gehen, ggf. Kupplung treten oder bei Automatik-Fahrzeugen Wählhebel auf N stellen und vorsichtig gegenlenken.

„In Kurven sollten Sie es grundsätzlich vermeiden, kräftig Gas zu geben. Gehen Sie bereits vor der Kurve runter vom Gas und lenken Sie mit gleichmäßigen Lenkbewegungen ein und aus“, legt der TÜV SÜD-Fachmann Autofahrern zudem ans Herz: „In der Kurve nur maßvoll und nur im Notfall bis in den ABS-Regelbereich hinein bremsen.“ Mehr Sicherheit bringt es auch, bereits vor einer Kurve oder einem Hindernis rechtzeitig vom Gas zu gehen und in punkto Straßenzustands liefert ein kurzes und vorsichtiges Antippen des Bremspedals – soweit es der Verkehr zulässt – durchaus Rückschlüsse auf die momentane Griffigkeit der Reifen.

Vor Räum- und Streufahrzeugen, die gerade im Einsatz sind, ist die Fahrbahn oftmals noch gefährlich glatt. Deshalb sollte man lieber zweimal überlegen, ob es sich lohnt, diese zu überholen. „Und lassen Sie entgegenkommenden Räumfahrzeugen immer ausreichend Platz. Die Schneeschaufel ist häufig wesentlich breiter als das Fahrzeug selbst“, mahnt Salzinger.

Pressekontakt: Vincenzo Lucá

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