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TÜV SÜD Advimo - Die Immobilienexperten

#FutureInYourHands #Immovators

WAs wir tun

Gebäude verbinden, bringen Menschen zusammen. Wir sorgen dafür, dass ein Bauwerk lange sicher Bestand hat, um genau diese Funktion zu gewährleisten. Wir schaffen hierfür die Grundlage und sorgen für Transparenz und Standardisierung für alle beteiligten Parteien über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie hinweg. Wenn es um Betriebsfähigkeit, Weiterentwicklung, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit von professionell genutzten Immobilien geht, sind wir ein zuverlässiger Partner. Sie bringen die Leidenschaft für Technik und Gebäude mit – wir bieten Ihnen ein breites Einsatzfeld rund um die Immobilie und technische Gebäudeausstattung. Wir freuen uns, wenn Sie Teil unseres Expertenteams werden.


 

TÜV SÜD ADVIMO IM ÜBERBLICK

  • 250 Mitarbeiter
  • 14 Standorte in drei Ländern
  • 100% Abdeckung aller Lebenszyklusphasen einer Immobilie
  • Alle Leistungen aus einer Hand

Unsere #immovators arbeiten täglich an vielfältigen Projekten und unterstützen so unsere Kunden aus der Immobilienbranche dabei, den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Wir haben zwei unserer Kollegen gefragt, ob sie uns einen tieferen Einblick in ihr spannendstes Projekt geben können. Erfahren Sie mehr über Projekte im Bereich Lift-Betriebsmanagement und BIM Consulting.

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bim BEI TÜV SÜD IN sINGAPUR

Frau Mandat, Sie betreuen als BIM-Consultant ein Bauvorhaben in Singapur. Um was für ein Projekt handelt es sich?

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Labor- und Bürogebäude in Singapur. Es umfasst ca. 18.900 m² und hat einen finanziellen Rahmen von 100.000 Millionen Singapur-Dollar. TÜV SÜD ist dabei Eigentümer und somit Auftraggeber. Ein Teil des Gebäudes wird nach der Fertigstellung auch von TÜV SÜD benutzt. Bei der Planung und dem Bau des Gebäudes werden neueste Technologien eingesetzt, um Energieeffizienz- und Nachhaltigkeits-Standards gewährleisten zu können.

Ein weiteres Ziel, das in der Planung berücksichtigt wurde, war die Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter. Der Fokus lag dabei auf der Steigerung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz. Hierfür wurden zum Beispiel ein Fitnesscenter und ein Dachgarten in das Gebäude integriert.

Unsere Rolle als BIM-Projektleiter auf Auftraggeberseite ist dabei, das BIM-Modell des Auftragnehmers zu überprüfen und in der Rolle des Auditors zu bewerten, ob die definierten Richtlinien eingehalten wurden. Dafür stehen wir in engem Kontakt mit den BIM-Managern des Generalunternehmens auf Auftragnehmerseite und unterstützen bei offenen Fragen und aufkommenden Herausforderungen.

Was macht das Projekt einzigartig?

Das Besondere an diesem Projekt sind die verschiedenen Kulturen der einzelnen Projektbeteiligten. Wir als Auftraggeber sind aus Deutschland, das Planungsteam sitzt in Singapur und die BIM-Manager des Generalunternehmens auf Auftragnehmerseite kommen aus Japan.  Es ist schon eine Kunst, alle zusammenzubringen und so miteinander zu kommunizieren, dass am Ende jeder dasselbe Verständnis hat. Die Kommunikation im Projekt läuft dabei komplett virtuell ab.

Was waren die größten Herausforderungen?

Da Nachhaltigkeit einen sehr hohen Stellenwert bei der Planung und Umsetzung einnimmt, musste sich das komplette Projektteam in die Standards von Singapur einarbeiten, weil diese von den in Deutschland geltenden abweichen. Da wir auf der Auftraggeberseite für den Bereich BIM zuständig waren, mussten auch wir diesbezüglich unser Verständnis anpassen bzw. erweitern.

Außerdem wurde das komplette Projekt in insgesamt elf BIM-Anwendungsfälle unterteilt. Für jeden Anwendungsfall gibt es einen anderen Ansprechpartner, was das Projekt zusätzlich komplex macht. Das sind sowohl TÜV SÜD-interne als auch -externe Ansprechpartner, die am Projekt mitarbeiten.

Wie konnte TÜV SÜD Advimo diese Herausforderungen lösen?

Aktuell ist das Projekt noch in vollem Gange, also noch nicht abgeschlossen. Aber durch eine gute Organisation des Projekts sowie eine offene Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren konnte eine vertrauensvolle Beziehung geschaffen werden. Es hilft, viel persönlich zu machen und auch mal mehr zu investieren, um die Projektpartner wie zum Beispiel die BIM-Manager auf Auftragnehmerseite, zu unterstützen. Wir sehen unsere Rolle eher als Sparrings-Partner, der kooperativ mit dem Auftragnehmer zusammenarbeitet und Unterstützung bietet, anstatt lediglich Audits durchzuführen. Da wir alle das gleiche Ziel haben, müssen wir an einem Strang ziehen und uns gegenseitig unterstützen.

Was war besonders innovativ an diesem Projekt?

Besonders innovativ sind die Technologien, die eingesetzt werden. So wird zum Beispiel ein Laserscanning zur Baukontrolle genutzt. Dabei arbeiten wir mit anderen Unternehmen zusammen, um schließlich die Daten, die gemessen werden, der Planung gegenüber zu legen und so Differenzen bzw. Mängel frühzeitig identifizieren zu können. Hier hilft es, einen virtuellen Zwilling des Gebäudes im BIM-Modell zu haben, um die Planungsdaten mit den realen Werten vergleichen zu können.

Welchen Beitrag konnte TÜV SÜD Advimo dem Kunden im Rahmen des Projektportfolios liefern?

Wie jeder Kunde hat auch TÜV SÜD als Auftraggeber ein Kostenziel, welches er einhalten möchte. Deshalb haben wir für jeden Anwendungsfall die folgenden drei Variablen optimiert: Zeit, Materialkosten und operative Kosten des Gebäudes im Betrieb. Dafür haben wir Simulationen gemacht, um die operativen Kosten so effizient wie möglich zu gestalten. Deshalb wird zum Beispiel eine Kühldecke eingesetzt, welche die Kosten für die Kühlung drastisch senkt und gleichzeitig für die Menschen im Gebäude sehr angenehm ist, da die kühle Luft durch die Decke kommt und sich so auf den Raum senkt.

Außerdem wird das Gebäude mit neuster Technologie ausgestattet, wie beispielweise Feuchtigkeitssensoren, welche ins Dach implementiert werden und in Echtzeit Daten in das Facility-Management-System einspeisen, um das Gebäude kosten- und energieeffizient zu bewirtschaften.


Modernisierung der Aufzugsanlage in einem Funkturm

Herr Kuhfuß, Sie haben eine Modernisierungsmaßnahme im Bereich Lift‑Betriebsmanagement als Projektleiter betreut. Um was für ein Projekt handelt es sich?

Bei diesem Projekt ging es um die Modernisierung der Aufzugsanlage eines Funkturms in Koblenz. Der Funkturm steht mitten im Wald und wurde ursprünglich im Rahmen des Funknetz-Ausbaus genutzt. Heute versorgt er die Börsen in Frankfurt und in London und wird von Mobilfunkanbietern sowie für die DVBT-Sender genutzt. Der Funkturm sowie die Aufzugsanlage wurden 1974 erbaut. Der Aufzug hat eine Förderhöhe von 159,25 m und acht Haltestellen mit Zwischenpodesten. Mit einer Tragkraft von 500 kg und einer Betriebsgeschwindigkeit von 1,0 m/s braucht man mit der alten Aufzugsanlage, um von ganz unten nach ganz oben zu fahren, ca. zwei Minuten.

2017 kamdie Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) auf uns zu und betraute uns mit der fachtechnischen Planung zur Modernisierung der alten Aufzugsanlage. Wir haben die Sanierung als neutraler Partner begleitet, haben das Modernisierungsprojekt öffentlich ausgeschrieben, Angebote eingeholt, diese gemeinsam mit der DFMG bewertet und uns dann für einen Aufzugshersteller entschieden, mit dem wir das Projekt angehen wollten. Das Team bestand aus den Projektleitern der DFMG, Herrn Corzelius und Herrn Bloy, mir als Projektleiter der TÜV SÜD Advimo und den Monteuren des Aufzugsherstellers. Meine Rolle war dabei die Begleitung und Beratung des Kunden während des gesamten Projektablaufs.

Was macht das Projekt so außergewöhnlich?

Das Besondere ist tatsächlich das Gebäude an sich. Neben der Tatsache, dass der Funkturm enorm hoch ist und dadurch verschiedene physikalische Besonderheiten auftreten, gibt es nicht sehr viele Aufzugshersteller, die sich an ein solches Projekt heranwagen. Zum einen schwingt der Turm bedingt durch seine Höhe – je nach Windlast – in verschiedene Richtungen. Zum Teil können diese Schwingungen weiter oben so stark ausfallen, dass diese auch spürbar sind. Das ist natürlich technisch eine Herausforderung, wofür eine Lösung gefunden werden musste. Zum anderen gibt es thermische Rahmenbedingungen, da Funktürme per se nicht beheizt und somit so kalt wie die Außentemperatur sind. In Koblenz haben wir den Fall, dass der Funkturm im Wald steht, weshalb hier im Winter Minusgrade im zweistelligen Bereich auftreten können. Normalerweise läuft ein Aufzug bei 5° bis 40°C. Die Komponenten mussten entsprechend ausgelegt und angepasst werden, um den Gegebenheiten vor Ort standhalten zu können.

Was waren die größten Herausforderungen im Projekt?

Die größte Herausforderung im Projekt war jedoch eine andere: Nachdem die alte Aufzugsanlage teildemontiert und die neue Aufzugsanlage vom Hersteller eingebaut war, wollte man mit dem Aufzug fahren, um kleinere Arbeiten direkt am Aufzug vornehmen zu können. Hierbei stellte man fest, dass der Antrieb des neuen Aufzugs defekt war. Also musste ein neuer Antriebsmotor bestellt werden, der jedoch 600 kg wiegt und somit nicht so einfach auf 158 m Höhe, also auf Maschinenraumniveau, gebracht werden kann. Damit stellte sich die alles entscheidende Frage: Wie sollte man den schweren Antrieb nach oben bekommen?

Wie konnte TÜV SÜD Advimo diese Herausforderung lösen?

Diese Frage wurde mit den verschiedenen Projektbeteiligten gemeinsam gelöst. Der defekte Antrieb des neuen Aufzugs wurde zu Beginn der Modernisierung mit dem alten Aufzug nach oben gefahren. Dieser Weg war jetzt nicht mehr möglich, da die Modernisierung quasi abgeschlossen war, der neue Aufzug aber nicht funktionierte. Daher entschieden wir uns, den neuen getriebelosen Antriebsmotor mit einem Hubschrauber auf den Funkturm zu befördern. Da der Funkturm aber starke Signale aussendet, konnte hierfür kein normaler Hubschrauber verwendet werden, weil dessen digitalen Messgeräte dadurch gestört worden wären. Stattdessen wurde ein relativ alter, quasi analoger Hubschrauber benötigt, der trotz der starken Antennensignale zuverlässig manövriert werden konnte. Insgesamt dauerte es sechs Wochen, bis der Hubschrauber geordert und die Freigabe der Flugsicherung für den Flug eingeholt war. Die Kollegen von der DFMG haben sich dabei um die Freigabe gekümmert und die anderen Projektbeteiligten um den Hubschrauber sowie die Bestellung und zeitnahe Anlieferung des neuen Motors.

Was war besonders innovativ an diesem Projekt?

Für dieses Projekt wurde die bestmögliche Materialkonfiguration zusammengestellt, die nach dem aktuellen Stand auf dem Markt zur Verfügung steht. Dabei hat der Aufzug zum Beispiel keine herkömmliche Treibscheibenwinde mehr, also einen Motor mit einem verbundenen Schneckenradgetriebe, sondern einen Antriebsmotor ohne Getriebe. Dieser neue Antrieb überträgt die Drehzahl des Motors direkt auf die Treibscheibe und somit auf die Tragseile, wobei die Geschwindigkeit mittels einer modernen Frequenzregelung angepasst wird. Auch mussten die Gegebenheiten vor Ort durch entsprechendes Material bei der Modernisierung berücksichtigt werden, denn eine Modernisierung mit solch einer Förderhöhe ist auf dem deutschen Aufzugsmarkt noch kein Standard und deshalb an sich schon innovativ.

Welchen Beitrag konnte TÜV SÜD Advimo im Rahmen des Projekts dem Kunden liefern?

Das Ergebnis ist ein stabiler, auch bei Sturm funktionsfähiger Aufzug, der es den Kunden der DFMG selbst ermöglicht, ihre Antennen zu betreiben und zu warten. Wir als TÜV SÜD Advimo haben dabei den Kunden während der kompletten Modernisierung unterstützt und beraten. Wir haben die alte Anlage begutachtet, um den Sanierungsbedarf festzulegen, haben das Projekt nach HOAI geplant, ausgeschrieben, die Vergabe begleitet und die Objektüberwachung während der Bauzeit durchgeführt. Natürlich war die Situation mit dem defekten Antrieb eine besondere Herausforderung. Hier möchte ich betonen, dass alle Projektbeteiligten konstruktiv an einer Lösung gearbeitet haben und so schlussendlich ein funktionsfähiger Aufzug eingebaut werden konnte.

An der Stelle möchten wir uns auch sehr herzlich für die Zusammenarbeit, das Vertrauen und das Verständnis der DFMG bedanken. Wir freuen uns auf weitere, gemeinsame Projekte!

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