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Bioenergie

Erneuerbare Energien: Was ist Bioenergie?

Deutschlands wichtigster und vielseitigster erneuerbarer Energieträger ist die Biomasse. In fester, flüssiger oder gasförmiger Form kann sie zur Erzeugung von Strom und Wärme, aber auch zur Herstellung von Biokraftstoffen genutzt werden. Im Jahr 2013 betrug der Anteil von energetisch genutzten Biomassen an der gesamten Endenergie aus erneuerbaren Energiequellen zwei Drittel.

Daran hat sich auch in den Folgejahren nichts geändert, die Nutzung von Bioenergie wurde in den Sektoren Strom, Verkehr und Wärme weiter ausgebaut. Zur ernergetischen Nutzung werden zum einen die land- und forstwirtschaftlich bereitgestellten Biomassen verwendet, zum anderen auch Abfälle und Reststoffe biogenen Ursprungs. Neben den klassischen Bioabfällen aus der Biotonne können dies auch Altholz und Gülle sein. Zusammen mit weiteren weniger bedeutenden Reststoffen und Abfällen ergibt sich ein Energiepotenzial von ca. 550 Petajoule. Noch immer gilt es, große Teile dieses unerschlossenen Potenzials in den kommenden Jahren zu erschließen. Durch die energetische Nutzung der biogenen Rest- und Abfallstoffe können eventuelle Nutzungskonflikte zwischen der stofflichen und energetischen Nutzung von Biomasse vermieden oder zumindest vermindert werden. Künftig sollen bei neuen Anlagen im Strombereich genau diese Abfall- bzw. Reststoffe zum Einsatz kommen.

Der mit Abstand wichtigste Bioenergieträger in Deutschland ist das Holz. Es ist daher keine Überraschung, dass er hiesige Verbrauch von Holzrohstoffen in den vergangenen 20 Jahren stetig gestiegen ist. Er beträgt ca. 130 Millionen Kubikmeter im Jahr. Was sind Holzrohstoffe? Dazu zählen vor allem das Waldholz und Gebrauchtholz.

Neben der Forstwirtschaft ist auch die Landwirtschaft ein Hauptlieferant der Biomasse für energetische Nutzung. 2011 wurden in Deutschland bereits knapp 2 Mio. ha, also fast 17 % der Ackerfläche, für den Anbau von Energiepflanzen genutzt. Für die Herstellung von Biodiesel ist der Rapsanbau von großer Bedeutung (910.000 ha), für die Herstellung von Bioethanol ist es der Anbau stärke- und zuckerhaltiger Pflanzen (250.000 ha) und für die Erzeugung von Biogas die Bereitstellung von Substraten (800.000 ha). Dazu kommen noch mehr als 300.000 ha zum Anbau nachwachsender Rohstoffe für die stoffliche Verwertung, den so genannten Industriepflanzen.

Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft steht ein Teil der 17 Mio. ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (ca. 12 Mio. ha Ackerfläche und ca. 5 Mio. ha Grünlandfläche) und der 11 Mio. ha Waldfläche für die Bereitstellung von Biomasse zur Verfügung. Die Nutzung von Bioenergie hat sich in Deutschland zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. Im Jahre 2010 waren ca. 122.000 Beschäftigte in diesem Bereich tätig, der Umsatz der Bioenergiebranche betrug in diesem Jahr 7.92 Milliarden Euro. 2016 betrug der Umsatz der erneuerbaren Energien ca. 15,4 Milliarden Euro, 68 Prozent davon, also 10,4 Milliarden Euro betrug der Anteil durch die Biomasse.

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