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Energiemanagementsystem auf die neue ISO 50001:2018 umstellen

Umsetzung der neuen ISO 50001 in zertifizierten Unternehmen

Energiemanagementsystem nach ISO 50001Die ISO 50001 ist im Jahr 2018 grundlegend überarbeitet worden. Für zertifizierte Unternehmen bedeutet das: Alle Neuerungen müssen innerhalb einer 3-jährigen Übergangszeit umgesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Die Geschäftsführung muss selbst das Ruder in die Hand nehmen: Es gibt künftig keine Verpflichtung mehr, einen EnMB zu benennen. Stattdessen muss die Geschäftsführung selbst „Führung und Verpflichtung zeigen“ – das heißt, sie muss die EnMS-Anforderungen bei ihren alltäglichen Entscheidungen immer im Blick haben. Außerdem muss sie dafür sorgen, dass alle bisherigen EnMB-Aufgaben erledigt werden: In diesem Zusammenhang muss sie auch die Bildung eines Energiemanagement-Teams sicherstellen. Hinzu kommt:
    • Die Geschäftsführung muss das EnMS in die Geschäftsprozesse integrieren.
    • Veränderungen, die sich auf das EnMS oder die energiebezogene Leistung auswirken können, müssen erkannt und mit entsprechenden Prozessen behandelt werden.
  • Analyse des Kontextes: Das Unternehmen muss relevante „interessierte Parteien“ und ihre Anforderungen an das Unternehmen identifizieren. Außerdem müssen die für das Unternehmen bestehenden Chancen und Risiken herausgearbeitet werden, die mit dem EnMS behandelt werden sollen.
  • Wie bisher auch muss das Unternehmen im Rahmen der energetischen Bewertung die Einflussgrößen auf den Energieverbrauch feststellen. Neu ist nach ISO 50001:2018, dass diese Einflussgrößen in statische Faktoren und relevante Variablen unterschieden werden müssen. Ob eine Einflussgröße in Bezug auf den Energieverbrauch statisch oder variabel ist, kann z.B. über eine Regressionsanalyse festgestellt werden.
  • Normalisierung von Kennzahlen und Ausgangsbasen: Wenn Daten vorliegen, die einen signifikanten Einfluss einer bestimmten Variable auf die energiebezogene Leistung nahelegen, dann müssen die entsprechenden Energieverbrauchskennzahlen (EnPI) und energetischen Ausgangsbasen (EnB) um diesen Faktor bereinigt – „normalisiert“ – werden. Viele Unternehmen kennen diese Denkweise schon aus der Berechnung von Gradtagszahlen zur Normalisierung des jährlichen Heizenergieverbrauchs. Die Normalisierung anderer Kennzahlen hingegen dürfte für viele Unternehmen – nicht zuletzt aufgrund des steigenden Aufwandes der Datenerhebung – zu den größten Herausforderungen der neuen ISO 50001:2018 gehören.
  • Energiedatensammelplan: Die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung muss jährlich nachgewiesen werden. Schon in der Planungsphase von Energiekennzahlen und -zielen muss das Unternehmen daher überlegen, welche Daten erhoben werden müssen, und zwar auch wann, wie oft, durch wen und wie. Es genügt nicht, nach erfolgreicher Umsetzung einer Maßnahme den Energieverbrauch zu messen – er muss zum Vergleich auch vorher einmal erhoben werden. 

Wir unterstützen Sie gern dabei, die neuen Anforderungen in Ihrem Unternehmen umzusetzen. Sprechen Sie uns einfach an.

Wie geht es weiter nach der Umstellung? Optimieren Sie Ihr EnMS!

Auch nach der erfolgreichen Umstellung stehen einige To Do's an - wie die Pflege des Rechtskatasters oder die regelmäßige Energieverbrauchs-Berichterstattung. Die Anforderungen der Zertifizierer steigen unaufhörlich, u.a. aufgrund der neuen Normen ISO 50003, 50006 und 50015. Nutzen Sie unsere Erfahrung und Expertise bei der Optimierung Ihres EnMS!

Auditoren müssen seit Oktober 2017 eine kontinuierliche Verbesserung der energetischen Leistung der von ihnen auditierten Unternehmen nachweisen. So schreibt es die neue ISO 50003 vor. In der Praxis bedeutet das: Konsequenter als bisher müssen Energieverbräuche und Kennzahlen auf nachweislichen Messwerten beruhen. Für die Umsetzung können zwei weitere Normen herangezogen werden: ISO 50006:2014 (Energieleistungskennzahlen) und ISO 50015:2014 (Messung und Verifizierung).

Wir sind für Sie da

Diese neue Normenreihe im eigenen Unternehmen umzusetzen – das ist neben dem normalen Alltagsgeschäft eine anspruchsvolle Aufgabe. Unsere Energiemanagement-Experten bieten eine auf Ihre Zielsetzung hin zugeschnittene Unterstützung:

  • Wir klären Detailfragen und begleiten Sie bei der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001.*
  • Harmonisieren der bestehenden Systemgrenzen, Variablen, Kennzahlen (EnPI) und energetischen Ausgangsbasen
    • Einflussgrößen sinnvoll in Beziehung setzen
    • Aussagekräftige Kennzahlen bilden
  • Identifizieren wirtschaftlicher Energiesparmaßnahmen
    • Weitergabe unserer Best Practice-Erfahrungen
    • Temporäre Messungen Ihres Energieverbrauchs mit mobilen Messgeräten
    • Moderiertes Expertengespräch – ungeahnte Ideen Ihrer Mitarbeiter entdecken
    • Höhere Transparenz durch Sankey-Diagramme
  • Ambitionierte Energieziele entwickeln
  • Optimieren des Mess- und Verifizierungskonzepts
    • Mess- und Auswertungsroutinen entwerfen, testen und implementieren
    • Unabhängige Beratung zum Kauf von Messtechnik- und Energiedaten-Software

Bringen Sie Ihren kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Fahrt!

* Ein Service der TÜV SÜD Advimo GmbH.

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