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Überwachung CO2-Emissionen Schiffe

Umsetzung der Verordnung (EU) 2015/757 (MRV)

Am 1. Juli 2015 trat die Verordnung (EU) 2015/757 in Kraft. Sie soll die CO₂-Emissionen von Hochseeschiffen in die Treibhausgaserfassung der EU einbeziehen und helfen den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Um diese Ziele zu erreichen, müssen Schifffahrtsunternehmen (Eigner oder Charterer) laut Verordnung ein Monitoringkonzept für jedes ihrer Schiffe erstellen. Diese dienen der Überwachung und Berichterstattung von CO₂-Emissionen und Transportdaten.

  • Die Inhalte von Monitoringkonzepten, Emissionsberichten und Konformitätsbescheinigungen gibt die EU-Kommission in Verordnung 2016-1927 vor.

  • Die Parameter zur Erfassung von Transportdaten regelt die Verordnung 2016-1928.

  • Die Prüfung bzw. Verifizierung von Monitoringkonzepten und Emissionsberichten können nur Prüf- bzw. Verifizierungsstellen vornehmen, die eine Akkreditierung nach DIN EN 14065 mit Erweiterung auf Prüftätigkeiten nach Delegierter Verordnung (EU) 2016-2072 besitzen.

 

Für wen ist die Verordnung (EU) 2015/757 relevant?

Die Verordnung (EU) 2015/757 betrifft alle Schiffe mit einer Bruttoraumzahl (BRZ) von mehr als 5.000, die Güter oder Personen gewerblich befördern. Dabei ist es unerheblich wo ein Schiff gemeldet ist, unter welcher Flagge es fährt oder wo sein Heimathafen liegt. Die Verordnung greift für alle Schiffe, die einen Hafen im Hoheitsgebiet eines EU-Staats anlaufen und oder von dort auslaufen. In die Erfassung gehen die Emissionen aller Fahrten von oder zu einem EU-Hafen ein sowie die Emissionen beim Aufenthalt.

Ausgenommen: Kriegsschiffe, Flottenhilfsschiffe, Schiffe für den Fang oder die Verarbeitung von Fisch, Holzschiffe einfacher Bauart, Schiffe ohne Maschinenantrieb oder staatliche Schiffe, ohne gewerbliche Nutzung.

 

Was ist zu tun?

  • Entwicklung Monitoringkonzept bis 31.08.2017
  • Prüfung und Konformitätsbescheinigung durch akkreditierte Prüfstelle bis 31.12.2017
  • Datenerfassung ab 01.01.2018
  • Emissionsbericht jährlich, erstmals zum 30.04.2019

Ein Monitoringkonzept nach Verordnung 2016-1927 muss umfangreiche Angaben enthalten. Dazu zählen u. A. die Identifikation des Schiffes, der Schiffskategorie, die Beschreibung der CO₂-Emissionsquellen und insbesondere die angewandten Methoden zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs, die zur Berechnung der CO₂-Emissionen des Schiffes dienen.

Für die Bestimmung von Transportdaten gibt Verordnung 2016-1928 die Einführung bestimmter Verfahren vor. Anhand dieser Prozeduren lassen sich Fahrdaten (Hafen, Zeit, Strecke) und Ladungsdaten (Gewicht, Volumen, Passagiere je nach Schiffskategorie) erfassen. Schifffahrtunternehmen haben dabei die Pflicht ihre Methoden zur Datenerfassung, -verarbeitung, -übertragung und -speicherung zu beschreiben. Fehlen Daten bei der Kontrolle, müssen die Unternehmen diese vervollständigen.

Den Schifffahrtsunternehmen blieb bis 31. August 2017 Zeit, ihre Konzepte bei einer akkreditierten Prüfstelle wie TÜV SÜD Industrie Service GmbH vorzulegen. Ob ein Überwachungssystem den MRV-Anforderungen genügt, bestätigt eine Konformitätsbescheinigung durch die Prüfstelle.

 

Unsere Services im Bereich CO2-Emissionen von Schiffen

Bereits heute müssen Sie für behördliche und buchhalterische Zwecke zahlreiche Daten und Messwerte erfassen. Wir können Ihre bestehenden Methoden und Verfahren überprüfen und abklären, inwieweit sie bereits die Anforderungen der Verordnung (EU) 2015/757 erfüllen. Wir gleichen die Konformität zur MRV ab, benennen Schwachpunkte und geben Verbesserungshinweise. So können Sie zielgerichtet und schnell ein konformes Monitoringkonzept erstellen, das auf Ihr in der Betriebspraxis gewachsenes System aufbaut und es wenn erforderlich optimiert. Unsere Leistungen im Überblick:

  • Als akkreditierte Prüfstelle prüfen bzw. verifizieren wir Ihre Monitoringkonzepte und Emissionsberichte auf Konformität zur Verordnung (EU) 2015/757.
  • Als akkreditiertes Messinstitut nach DIN EN ISO 17025 prüfen wir bei der "direkten CO₂-Emissionsmessung" und kalibrieren nach einschlägigen Normen.
  • Unsere Experten helfen Ihnen bei der Zusammenstellung bzw. Bewertung/Prüfung der Monitoringkonzepte und Emissionsberichte.
  • Wir erstellen für Sie die Monitoringkonzepte oder unterstützen Sie dabei, indem wir Ihre Vorgaben umsetzen und Ihre Systeme optimal nutzen.

 

Ihre Vorteile

  • Die TÜV SÜD Industrie Service GmbH ist akkreditiert als Verifizierungsstelle nach DIN EN ISO 14065. Die Erweiterung der Akkreditierung wurde erfolgreich durch die DAkkS geprüft (Urkunde liegt voraussichtlich bis März 2017 vor).
  • TÜV SÜD ist eine der größten Verifizierungsstellen in Deutschland mit bundesweiter Vernetzung. Wir prüfen ca.15% der deutschen stationären Anlagen.
  • Wir haben weitreichende Erfahrung mit Anlagen zur Energieerzeugung: von Motoranlagen über BHKW bis zum Kraftwerk.
  • Wir verfügen über umfangreiches Know-how durch die Prüfung von Emissionsberichten von 40% der deutschen Raffinerien, ca. 20% der chemischen Industrie, ca. 30% der Stahlindustrie, Herstellern von Schiffsmotoren und Erdgastransport.
  • Wir pflegen intensive Kontakte zur DEHSt (Deutsche Emissionshandelsstelle) über AGE (Arbeitsgemeinschaft Emissionshandel).
  • Wir sind international aufgestellt und können weltweit Lösungen für die anstehenden Aufgaben bieten.
  • Wir führen diese Dienstleitungen völlig unabhängig von anderen Prüftätigkeiten in objektiver und nachvollziehbarer Art und Weise aus.

Wie können wir Ihnen helfen?

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