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TÜV SÜD Tuning FAQ

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Die Experten von TÜV SÜD haben die Antworten auf häufig gestellte Fragen rund ums Tuning.

Was ist der Unterschied zwischen Teilegutachten und ABE?

Jedes Teil, dass Sie nachträglich an Ihrem Auto verbauen möchten, kann zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen. In diesem Fall darf das Fahrzeug nicht mehr auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Abhilfe schaffen ABE und Teilegutachten. Eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) muss im Normalfall nur mitgeführt werden. Hier muss nichts eingetragen werden, solange alle Auflagen eingehalten sind. Bei Teilen mit Teilegutachten ist eine Anbauabnahme nach §19(3) StVZO notwendig. Aber Achtung! Beide Dokumente beziehen sich nur darauf, dass der Rest der jeweiligen Baugruppe dem Serienzustand entspricht. Ist dies nicht der Fall, bzw. ist die weitere Änderung nicht im Gutachten erfasst, ist eine Neuerteilung der Betriebserlaubnis nach §19(2)/21 StVZO erforderlich, eine sogenannte Einzelabnahme. Sie sind nicht sicher, was bei Ihnen notwendig ist? Dann kontaktieren Sie unsere Experten über das Kontaktformular! (folgt in Kürze)

Ich möchte ein Gewindefahrwerk verbauen und eintragen lassen. Was muss ich beachten?

Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass Ihr Fahrwerk in einer Fachwerkstatt gemäß den Herstellervorgaben verbaut wird. Weiterhin müssen die Mindesthöhen gemäß Teilegutachten sowie Lichtaustrittskante, die Bodenfreiheit von 8 cm sowie eine ausreichende Freigängigkeit der Reifen zu allen anderen Bauteilen im verschränkten Zustand beachtet werden. Ist dies der Fall, steht einer erfolgreichen Eintragung nichts im Weg. Achtung! In den meisten Fällen sind Gewindefahrwerke nicht mit Nachrüstfelgen geprüft! Daher ist meistens für diese Kombination eine Einzelabnahme nach §19(2)/21 StVZO erforderlich.

Wann benötige ich eine Einzel- und wann eine Anbauabnahme – und wie unterscheiden sie sich?

Bei einer Eintragung unterscheidet man zwischen einer Anbauabnahme nach §19(3) StVZO und einer Einzelabnahme nach §19(2)/21 StVZO. Eine Anbauabnahme wird immer dann durchgeführt, wenn für die Veränderung am Fahrzeug ein Teilegutachten vorliegt und nur überprüft werden muss, ob das Teil korrekt verbaut ist und verschiedene weitere Faktoren eingehalten wurden. Sind mehrere Teile zeitgleich oder zeitlich versetzt verändert worden (bspw. Felgen mit Gewindefahrwerk), verlieren die jeweiligen Gutachten ihre Gültigkeit. Es muss somit neu beurteilt werden, ob bspw. die Räder noch freigängig sind und auch im tiefsten Zustand nichts schleift. Bei einer Einzelabnahme müssen die Papiere umgehend durch die Zulassungsstelle berichtigt werden, da genau genommen diese die Änderung genehmigt. Bei einer Änderungsabnahme reicht es in vielen Fällen aus, bis zur nächsten Änderung an den Papieren, z. B. bei Umzug oder Halterwechsel das von TÜV SÜD ausgestellte Gutachten mitzuführen.

Ich möchte eine Abgasanlage und eine Downpipe oder geänderte Ansaugung verbauen. Was muss ich beachten?

Alle drei genannten Teile beeinflussen das Geräuschverhalten. Die meisten Downpipes und Abgasanlagen besitzen eine EG-Betriebserlaubnis. Diese gilt aber jeweils nur für das einzelne Teil, nicht für die Kombination. Daher muss in diesem Fall mit einer Fahrgeräuschmessung das Geräuschverhalten beurteilt werden. Diese kann im Einzelfall kompliziert und teuer werden. Außerdem kann es durch die Kombination der Teile zu einer Leistungssteigerung kommen. Ist dies der Fall, müssen alle hierfür erforderlichen Punkte nach VdTÜV Merkblatt 751 erfüllt werden. Setzen Sie sich daher am besten vor dem Kauf der Teile mit Ihrem TÜV SÜD-Sachverständigen in Verbindung.

Ich möchte die Leistung meines Motors steigern. Was muss ich beachten?

Eine Leistungssteigerung unterliegt grundsätzlich den Vorgaben des VdTÜV Merkblattes 751. In diesen Vorgaben sind mehrere Nachweise erforderlich, die nur mit hohem Kostenaufwand zu erbringen sind. Zusatzboxen ohne Gutachten sind zwar meistens günstiger, sind aber nur mit sehr hohem Kostenaufwand eintragbar. Daher ist es ratsam, einem Tuner zu vertrauen, welcher die nötigen Nachweise in Form eines Teilegutachtens zur Verfügung stellt. Bei Fragen helfen Ihnen unsere TÜV SÜD-Sachverständigen über das Kontaktformular gern weiter.

Ich möchte ein Tuningteil an meinem Auto fahren, welches nur für ein anderes Fahrzeug ein Teilegutachten oder ABE besitzt. Was muss ich tun?

Ein Teilegutachten oder eine ABE ist immer der Nachweis, dass das beschriebene Teil den Anforderungen für den Betrieb an dem im Verwendungsbereich genannten Fahrzeugen entspricht. Dafür müssen die Teile einige Anforderungen erfüllen. Möchte man nun dieses Teil an ein anderes Fahrzeug montieren und eintragen, kann man das jeweilige Teilegutachten oder ABE als Grundlage für eine Einzelabnahme heranziehen. Durch diese Dokumente ist nachgewiesen, dass das Teil grundsätzlich für den Betrieb an Fahrzeugen geeignet ist. Der Sachverständige prüft dann bei der Abnahme ob das Teil technisch an dem gewünschten Fahrzeug verbaut werden kann.

Ich möchte ein Luftfahrwerk in meinem Auto verbauen und eintragen lassen. Was ist zu tun?

Bei einem Luftfahrwerk verhält es sich wie mit jedem anderen Fahrwerk. Die Mindestbodenfreiheit von 8 cm sowie die Lichtaustrittskanten der verschiedenen Scheinwerfer müssen eingehalten werden, es darf nichts schleifen und das Fahrzeug muss gut fahrbar sein. Beim Luftfahrwerk kommt natürlich hinzu, dass man im Stand das Auto ablegen kann. In diesem Zustand müssen nur die Höhen aller zum Parken relevanten Rückstrahler und Leuchten eingehalten werden. Ist zu wenig Luft im System, so muss der Fahrer durch eine Warnlampe oder einen Summer darauf hingewiesen werden. Für den Fall, dass das Fahrzeug unbeabsichtigt Luft verliert, muss das Fahrzeug noch mit maximal 50 km/h roll- und lenkbar bleiben. Daher ist es sehr wichtig, dass die entsprechenden Endanschläge am Dämpfer sind. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Luftfahrwerken mit Teilegutachten. TÜV SÜD empfiehlt, dringend auf ein solches Fahrwerk zurückzugreifen, da nur hier alle Teile entsprechend geprüft und die vollständige Sicherheit im Straßenverkehr gegeben ist. Unsere TÜV SÜD-Tuning Experten stehen Ihnen für weitere Fragen gern zur Verfügung.

Ich möchte andere Reifen auf meine Felgen montieren. Auf was muss ich achten?

Bei Reifen kommt es auf die Größe an. Nicht jeder Reifen darf auf jeder Felge montiert werden und nicht jede Reifengröße passt zu jedem Fahrzeug. Daher muss im Vorfeld überprüft werden, ob der Reifen den richtigen Abrollumfang für das entsprechende Fahrzeug besitzt. Ausgehend von der Reifengröße in Feld 15.1/2 im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) darf der Abrollumfang um -4 Prozent bis +2 Prozent abweichen. Ist dies gegeben, muss die Montierbarkeit des Reifens auf der Felge geprüft werden. Im Zweifelsfall ist hierüber die Freigabe des Herstellers, eine sogenannte Reifenfreigabe einzuholen. Ist dies alles gegeben, kann der Reifen auf der Felge eingetragen werden. Ihre TÜV SÜD Tuning Experten sind Ihnen bei der Suche nach der richtigen Reifengröße gern behilflich.

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