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FAQ zur Kalibrierung

Ihrer Abgasmessgeräte, Bremsprüfstände und Scheinwerfereinstell-Prüfsysteme

 

Übergreifende Fragen (Ü)

  • Ü1 - Welche Kalibrierlabpore gibt es? Für die Kalibrierung welcher Prüf- und Messgeräte sind die einzelnen Labore akkreditiert?

    Die akkreditierten Kalibrierlabore sind auf der Internetseite der DAkkS aufgelistet.

    Akkreditierte Stellen 

    Die für den Bereich Kraftfahrt relevanten Labore sind in der Kategorie "Kalibrierung" unter der Kennzahl K05P zu finden. Nach dem Markieren der entsprechenden Prüfgeräteart (z.B. Rollenbremsprüfstände) und Anklicken der Schaltfläche "Suchen" werden alle Labore aufgelistet, die zur Kalibrierung der entsprechenden Einrichtungen (z.B. Rollenbremsprüfstände) akkreditiert sind.

  • Ü2 - Woran sind Kalibrierscheine zu erkennen, die von einem akkreditierten Kalibrierlabor erstellt wurden?

    Die Kalibrierscheine von akkreditierten Kalibrierlaboren sind an dem DAkkS-Logo zu erkennen, welches auf der ersten Seite des Kalibrierscheines aufgedruckt ist:

    Logo DAkkS

  • Ü3 - Welche Inhalte muss ein Kalibrierschein enthalten, der bis Ende 2017 von einem nicht akkreditierten Labor ausgestellt wurde?

    Kalibriernachweise müssen immer folgende Mindestangaben nach DAkkS DKD5 enthalten, auch wenn sie vor dem 01.01.2018 von einem noch nicht akkreditierten Labor ausgestellt wurden:

    (a) den Titel „Kalibrierschein“;

    (b) den Namen und die Anschrift des ausstellenden Laboratoriums;

    (c) die eindeutige laufende Nummer des Kalibrierscheines;

    (d) eine geeignete Kennzeichnung (Identifikation) des Kunden;

    (e) die Nennung von angewendeten Festlegungen oder Verfahren;

    (f) die Bezeichnung des Kalibrier- oder Messgegenstandes;

    (g) das Datum, an dem die Kalibrierung oder Messung durchgeführt worden ist und das Datum der Ausstellung des Kalibrierscheines;

    (h) die Messergebnisse und die damit verbundenen Messunsicherheiten oder eine Aussage zur Konformität mit einer festgelegten messtechnischen Spezifikation;

    (i) Name(n) und Unterschrift(en) der bevollmächtigten Person(en);

    (j) die Anzahl der Seiten, die der Kalibrierschein umfasst;

    (k) einen Hinweis, dass der Kalibrierschein ohne schriftliche Genehmigung des Kalibrierlaboratoriums nur vollständig abgedruckt werden darf;

    (l) die Angabe der Befugnis, gemäß der der Kalibrierschein ausgestellt wird;

    (m) die Bedingungen (z. B. Umgebungsbedingungen), unter denen die Kalibrierungen oder Messungen durchgeführt worden sind;

    (n) eine generelle Aussage über die messtechnische Rückführung der Messergebnisse;

    (o) wenn ein zu kalibrierendes Instrument justiert oder repariert wurde, müssen die Kalibrierergebnisse, falls verfügbar, vor und nach der Justierung oder Reparatur angegeben werden;

    (p) Ort der Kalibrierung

    Unvollständige Protokolle sind nicht anerkennungsfähig und sind vom Betreiber zurückzuweisen.

  • Ü4 - Was sollte bei der Beauftragung einer Kalibrierung beachtet werden?

    Es sollte stets eine DAkkS-konforme Kalibrierung mit Bewertung (Konformitätsbewertung) bei einem akkreditierten Kalibrierlabor in Auftrag gegeben werden. Hierdurch ist sichergestellt, dass der Kalibrierschein eine eindeutige Aussage über die Zulässigkeit der Prüf- und Messmittel beim Einsatz für eine Prüfung/Untersuchung nach §29 StVZO enthält.

    DAkkS-konforme Kalibrierungen können von DAkkS-akkreditierten Kalibrierlaboren oder als interne Rückführungen der akkreditierten Inspektionsstellen (derzeit die Überwachungsinstitutionen) bzw. in Zusammenarbeit mit diesen durchgeführt werden.

 

Abgasmessgeräte (AU)

  • AU1 - Welche neuen Anforderungen gelten nach der angepassten AU-Richtlinie ab dem 01.01.2019 für die Abgasmessgeräte?

    Die bisherigen Anforderungen an die Abgasmessgeräte (Innerstaatliche Bauartzulassung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) / EG-Baumusterprüfbescheinigung in Verbindung mit einer EG-Konformitätserklärung (CE-Kennzeichen), Bedienerführung (Software-Version 4, 5 oder 5.01) sowie die regelmäßige Eichung bleiben bestehen. Darüber hinaus müssen die AU-Geräte nach Kalibrierrichtlinie (VkBl. 11/2018 Nr. 100) kalibriert werden.

  • AU2 - Welche Anforderungen an die Messgenauigkeiten der Abgasmessgeräte werden festgeschrieben?

    Bei der Messgenauigkeit an Abgasmessgeräten wird zwischen der Genauigkeitsklasse (Viergasmessgerät) und der Fehlergrenze (Trübungsmessgerät) unterschieden.

    Bei Viergasmessgeräten mit der Genauigkeitsklasse "00" oder "0" dürfen alle Ottofahrzeuge im Rahmen der Abgasuntersuchung geprüft werden, mit der Genauigkeitsklasse "1" lediglich Ottofahrzeuge bis einschließlich Euro 5/Euro V.

    Bei Trübungsmessgeräten mit der Fehlergrenze +/- 0,1 m-1 dürfen alle Dieselfahrzeuge im Rahmen der Abgasuntersuchung geprüft werden; mit der Fehlergrenze +/- 0,3 m-1 lediglich Dieselfahrzeuge bis einschließlich Euro 5/Euro V.

  • AU3 - Wann muss eine Kalibrierung durchgeführt werden?

    Abgasmessgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte), die erstmalig ab dem 01.01.2019 in Betrieb genommen werden, müssen vor der ersten Anwendung für die Abgasuntersuchung nach den Vorgaben der AU-Geräte Kalibrierrichtlinie DAkkS-konform kalibriert werden. Dies wird über eine entsprechende Kalibrierbescheinigung (Kalibrierschein nach ISO/IEC 17025) sowie anhand eines Aufklebers auf dem Abgasmessgerät dokumentiert (Neugeräte).

    Alle bereits im Feld befindlichen Abgasmessgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte) müssen entsprechend der Nummer 1.2.9 "Anforderungen an die Messgenauigkeit der verwendeten Abgasmessgeräte" ab dem 01.01.2019 erst bei ihrer nächsten Befassung (z.B. Eichung, Reparatur oder Instandsetzung) von einer hierfür zuständigen Stelle DAkkS-konform anhand der AU-Geräte-Kalibrierrichtlinie kalibriert werden. Auch hier gilt ein Kalibrierschein nach ISO/IEC 17025 als Nachweis (Altgeräte).

    Die Frist für die regelmäßige Kalibrierung beginnt mit dem Datum der letzten Kalibrierung und beträgt 12 Monate.

  • AU4 - Wer darf normenkonforme Kalibrierungen an Abgasmessgeräten (Viergas-/Trübungsmessgeräte) entsprechend der AU-Geräte Kalibrierrichtlinie durchführen?

    Eine Kalibrierung der Abgasmessgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte) entsprechend der AU-Geräte-Kalibrierrichtlinie darf ab dem 01.01.2019 von den nach der internationalen Norm ISO/IEC 17025 akkreditierten Kalibrierlaboren oder als interne Rückführung durchgeführt werden und muss anhand der Kalibrierbescheinigung (Kalibrierschein nach ISO/IEC 17025) sowie anhand eines Aufklebers auf dem Abgasmessgerät dokumentiert werden.

  • AU5 - Darf ein nicht kalibriertes Abgasmessgerät (Viergas-/ Trübungsmessgerät) für die Abgasuntersuchung eingesetzt werden?

    Bereits im Feld befindliche Abgasmessgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte) dürfen auch nach dem 01.01.2019 vorübergehend bis zur nächsten Befassung (z.B. Eichung, Reparatur oder Instandsetzung) weiter genutzt werden. Sollte eine normenkonforme Kalibrierung der Abgasmessgeräte (Viergas-/Trübungsmessgeräte) nicht mit einem positiven Ergebnis (Kalibrierschein/-aufkleber) abgeschlossen werden, dürfen diese Abgasmessgeräte für die Abgasuntersuchung an Otto- beziehungsweise Dieselfahrzeugen nicht weiter verwendet werden.

  • AU6 - Welche zusätzliche Regelung ist ergänzend noch hinsichtlich der Bedienerführung (Software-Version) ab dem 01.01.2019 zu beachten?

    Sofern auf dem Abgasmessgerät (Viergas-/Trübungsmessgerät) nur die Software-Version 4 oder 5 aufgespielt ist, dürfen damit nur noch Kraftfahrzeuge (Otto, Diesel) mit/ohne OBD-System und einer Erstzulassung bis zum 31.12.2005 geprüft werden. Die sogenannte "Übergangsregelung zur Anwendung der Software-Version 4/5" ist bis zum 31.12.2018 befristet.

    Eine weitere Verlängerung wird es nicht geben.

    Nur mit der Software-Version 5.01 darf an allen Kraftfahrzeugen (Otto, Diesel) mit/ohne OBD-System (generelle Endrohrmessung und automatisierte Grenzwertverschärfung für Euro 6-/Euro VI-Fahrzeuge) eine Abgasuntersuchung durchgeführt werden.

 

Bremsprüfstände (BPS)

  • BPS1 – Welche Art der Dokumentation erhalte ich für Kalibrierung bzw. Stückprüfung?

    Grundsätzlich wird sowohl für die Stückprüfung als auch für die Kalibrierung eines Bremsprüfstandes (BPS) ein eigenes Dokument ausgefertigt. In Einzelfällen ist es jedoch durchaus möglich, dass die Durchführung der Stückprüfung auf dem Kalibrierschein dokumentiert wird. Es muss eine eigene Plakette/Prüfmarke auf dem BPS angebracht werden.

  • BPS2 – Wie sind die Bestell-/Lieferfristen für neue Bremsprüfstände?

    Eine verlässliche Auskunft hierüber kann nicht getroffen werden, da diese sehr stark hersteller- und typabhängig sind. Aufgrund der aktuell sehr hohen Nachfrage sind jedoch Lieferfristen von mehreren Monaten nicht unüblich. Eine etwaige Neuanschaffung sollte daher frühestmöglich angegangen werden. Sofern der BPS die wesentlichen Anforderungen der 2011-Richtlinie erfüllt, kann eine Nachrüstung der ASA-Schnittstelle zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen ausreichen. (siehe BPS 6)

  • BPS3 – Existieren für alle Bremsprüfstände auch Kalibrierverfahren?

    Insbesondere für seltene oder ältere Typen von Bremsprüfständen sind bisher keine akkreditierten Kalibrierverfahren entwickelt worden. Möglicherweise wird für einige Gerätetypen in Zukunft ein solches Verfahren angeboten werden. Aufgrund der Unwägbarkeiten und der zudem notwendigen Einhaltung der Vorgaben der BPS-Richtlinie 2011 ist jedoch die Neuanschaffung eines BPS in Erwägung zu ziehen.

  • BPS4 - Wie sieht ein ordnungsgemäßer DAkkS-konformer Kalibrierschein aus?

    Schreiben esz

    (Auszug erste Seite)

  • BPS5 – Muss die Stückprüfung eines Bremsprüfstandes einer bestimmten Form entsprechen?

    Formal ist die Stückprüfung nicht an ein bestimmtes Erscheinungsbild gebunden. Inhaltlich gelten jedoch sehr wohl Anforderungen, denen Rechnung getragen werden muss. Details sind in der Anlage 1 der Richtlinie für die Anwendung, Beschaffenheit und Prüfung von Bremsprüfständen  (Bremsprüfstandsrichtlinie) vom 12. April 2011 (VkBl. S. 354 Nr. 107) aufgeführt.

  • BPS6 – Was hat es mit der BPS-Richtlinie 2011 auf sich?

    Bremsprüfstände, die über den 01.01.2020 im Rahmen der technischen Fahrzeugüberwachung hinaus eingesetzt werden sollen, müssen bestimmten rechtlichen und technischen Vorgaben entsprechen. Diese sind in der Richtlinie für die Anwendung, Beschaffenheit und Prüfung von Bremsprüfständen  (Bremsprüfstandsrichtlinie) vom 12. April 2011 (VkBl. S. 354 Nr. 107) geregelt. Konkret bedeutet dies, dass BPS unter anderem über eine asanetwork Livestream Schnittstelle verfügen müssen.

 

Scheinwerfereinstellprüfsysteme (SEPS)

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