5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

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5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

Ein „grünes“ Bewusstsein wird für Unternehmen zunehmend zum Erfolgsfaktor. Gut, wenn der einzelne Mitarbeiter den Wandel mitträgt. TÜV SÜD gibt praktische Tipps, wie das funktionieren kann.

Umwelt- und Klimaschutz stehen im Fokus modernen Unternehmertums: Firmeninterne Projektgruppen entwickeln spannende Ideen, wie sich die Abfälle entlang der Wertschöpfungskette reduzieren lassen. Sie denken darüber nach, wie die Abwärme des Rechenzentrums oder Prozesswärme nutzbar ist – beispielsweise um das Brauchwasser im Unternehmen zu erwärmen. Und TÜV SÜD verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Prüfdienstleistungen im Bereich Nachhaltigkeit, etwa nach der etablierten ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme oder auch jüngeren Rahmenwerken wie dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften, dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex oder der neuen DIN SPEC 91436 „Zero Waste“.

Bei den Bemühungen um „grüneres“ Handeln im Großen wird oft übersehen, dass der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit auch beim einzelnen Mitarbeiter ansetzen muss. Denn selbst kleine Veränderungen im Business-Alltag können unter dem Strich einen großen Unterschied machen. Daher sollten Unternehmen ihre Belegschaft gezielt zum verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen unserer Erde anregen – ganz gleich, ob sie vor Ort oder im Homeoffice arbeiten. TÜV SÜD hat Tipps in fünf Bereichen zusammengestellt:

1. Strom sparen leicht gemacht

Wenn der Strom ausfällt, stehen die meisten modernen Unternehmen erst mal still. Dennoch ist es einfacher als gedacht, den Stromverbrauch Tag für Tag zu senken. Zum Beispiel, indem am Morgen statt des Aufzugs die eigene Energie genutzt wird, um auch an den Arbeitsplatz in den höheren Stockwerken zu kommen. Wer seinen Computer in den Ruhezustand versetzt, sobald er den Schreibtisch verlässt, und nach Arbeitsschluss komplett abschaltet, trägt ebenfalls zu einer schlankeren Stromrechnung bei. Apropos: Oft sind es tatsächlich die Mitarbeiter, die darauf pochen, dass ihr Unternehmen auf Ökostrom umsteigt.

2. Mobilität neu denken

Parkplätze für alle? Keine gute Idee. Denn eine Strecke allein in einem Auto zurückzulegen, ist alles andere als klimafreundlich. Ihren CO2-Ausstoß können Sie hier berechnen. Doch ein Umdenken findet bereits statt, schließlich haben die pandemiebedingten Einschränkungen gezeigt: Die Mitarbeiter können einen Teil ihrer Aufgaben uneingeschränkt im Homeoffice erledigen, und so manches Business-Meeting führt per Video-Konferenz sogar schneller zum Ziel. Jeder eingesparte Weg senkt die CO2-Emissionen. Und selbst wenn Präsenz gefragt ist, führen häufig viele emissionsarme Wege zur Arbeitsstelle. Einige Unternehmen fördern inzwischen neben Tickets für Bahn und öffentliche Verkehrsmittel auch die Nutzung von E-Autos etwa durch Ladesäulen oder stellen Leasingfahrräder zur Verfügung. Wenn sich Fliegen bei einer Geschäftsreise nicht vermeiden lässt, sollten Direktflüge bevorzugt werden und möglichst mehrere Business-Termine am Zielort zusammengelegt werden.

3. Zero Waste auch am Schreibtisch

Müll vermeiden am Arbeitsplatz fängt beim Mehrwegbecher für den „Coffee to go“ an, führt über einen Wasserspender im Büro, der den Plastikflaschen den Kampf ansagt, und betrifft in besonderem Maße den bewussten Umgang mit Papier. „Think before you print“ – die Devise kennt jeder. Ausdrucke, die sich nicht vermeiden lassen, sollten nach Möglichkeit auf Farbdruck verzichten und doppelseitig erfolgen. Falsch bedrucktes Papier eignet sich oftmals als Schmierzettel – allzu Vertrauliches sollte aber natürlich vernichtet und dem Recycling zugeführt werden. Auch ordentlich getrennter und entsorgter Müll trägt übrigens signifikant zur besseren Ökobilanz eines Unternehmens bei: Schätzungen zufolge rettet jede Tonne recycelten Papiers etwa 17 Bäume und spart 26.500 Liter Wasser!

4. Digitale Ressourcen bewusst einsetzen

Papier spart auch, wer nach Möglichkeit digital bleibt – im TÜV SÜD MyPortal haben Kunden die Wahl, ob sie wichtige Dokumente postalisch zugesandt bekommen möchten oder ob sie sie einfach digital herunterladen wollen. Gleichzeitig sollten die Mitarbeitenden ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass die tägliche E-Mail-Flut durchaus Energie kostet und pro Mail etwa zehn Gramm CO2 verursacht. Deshalb lohnt es sich auch, nicht mehr benötigte E-Mails nach einiger Zeit zu löschen. Und auch bei der Wahl der Suchmaschine ist es möglich, die Natur zu schützen: Ecosia beispielsweise pflanzt pro 45 Suchanfragen einen Baum und spendet 80 Prozent seines Einnahmenüberschusses für gemeinnützige Naturschutzorganisationen.

5. Nachhaltige Ideen fördern

Wie in jedem anderen Bereich zählt das gute Beispiel. Jede Führungskraft und alle Mitarbeitende, die das Thema Nachhaltigkeit auf den Tisch bringen, eigene Verbesserungsideen vorleben und mit dem Kollegium diskutieren, inspirieren damit auch andere. Gemeinsam wird man auf Dinge aufmerksam, die sich ändern lassen, entwickelt Ideen und nicht zuletzt die Nachhaltigkeitswerte, die für das Team und damit für das gesamte Unternehmen ausschlaggebend sind. Das kann durchaus Spaß machen: Mitarbeiter aus der TÜV SÜD-Division Mobility haben beispielsweise das Projekt BeeHomes gestartet – neue Hotels für Wildbienen.

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit erfahren Interessierte auch im Artikel „ZNU, „Zero Waste‘, SMETA: geprüftes Nachhaltigkeitsmanagement“ in diesem Value Newsletter.

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