Wählen Sie ein anderes Land, um sich über die Services vor Ort zu informieren

//Land auswählen

Presse und Medien

3. November 2020

Worauf man achten sollte

„Das ideale Familienauto muss drei Kriterien erfüllen“, plädiert Karsten Graef von TÜV SÜD in München: „Platz, Platz und – nochmals – Platz.“ Deshalb standen bis vor wenigen Jahren die praktischen Vans als Familienfahrzeug so hoch im Kurs. Inzwischen haben SUVs diese Karosseriekategorie ziemlich verschwinden lassen. „Wer ein Kind hat, der hat ziemlich schnell auch weitere Kinder in seinem Auto“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Beobachtungen. Als Fahrgemeinschaft geht es Richtung Kita, zur Schule oder zum Reiten. Zudem nimmt der Bedarf an zusätzlichem Raum deutlich zu, denn Spielzeug wie Gepäck wollen verstaut werden. Neben dem Platzangebot sollte man sein Augenmerk allerdings noch auf andere Entscheidungskriterien und ein kindgerechtes Interieur richten.

Mitunter sind beispielsweise die Türgriffe für kleinere Kinderhände nur schwer zu betätigen. Angenehm ist es, wenn die Getränkehalter so platziert sind, dass die angeschnallten Kinder sie gut erreichen, etwa in der hinteren Mittelarmlehne. Ebenfalls hilfreich: reichlich Ablagen zum Verstauen des Kinderkrimskrams und der eigenen Utensilien. Grundsätzlich sollte die Innenausstattung aus strapazierfähigen Materialien bestehen, die leicht abzuwischen sind. Praktisch unverzichtbar sind inzwischen Bordsteckdosen im Fond zur Stromversorgung von Smartphones und – für die Eltern – ein zusätzlicher Spiegel zur Beobachtung des Fonds.

Empfehlenswert zudem: robuste Sitzbezüge. Die Rückseiten der Frontsitze sollten dunkel sein, denn hier sorgen erfahrungsgemäß Kinderschuhe alsbald für unschöne Schmutzspuren. „Außerdem sollte ein Familienauto über eine Kindersicherung an den Türen verfügen und über Fensterheber mit Einklemmschutz“, gibt Graef zu bedenken und „ein Trennnetz zum Gepäckabteil sichert alle Insassen vor umherfliegenden Gepäckstücken, etwa bei abrupten Bremsmanövern.“

Bei dem Gurtsystem ist es wichtig, dass es gut zum Kindersitz passt. Der TÜV-Fachmann empfiehlt Familienautos, die über ein Isofix-System auch auf dem Beifahrersitz verfügen. So lässt sich die Babyschale sicher befestigen. Dann allerdings Pflicht: ein abschaltbarer Beifahrer-Airbag.

Die Ladekante sollte niedrig genug sein, um einen Buggy nebst Einkäufen leicht unterzubringen. Wichtig ist für den TÜV SÜD-Fachmann überdies die richtige Sicherheitsausstattung. Sechs Airbags und ESC sind das Minimum. Empfehlenswert sind Spurverlassenswarner und ein Notbremsassistent. „Da wird der Griff ins Portemonnaie zwar tiefer, aber gibt Eltern am Steuer und vor allem den Kindern mehr Sicherheit ”, gibt er zu bedenken.

Nervenschonend für Eltern wie Kinder ist eine möglichst geringe Geräuschkulisse. Das gilt für das Motorgeräusch und die Windgeräusche. „Man sollte sich vor der Kaufentscheidung selbst einen Eindruck machen“, legt Graef Eltern ans Herz. Bei der Probefahrt im Fond kann man sich zugleich einen Eindruck verschaffen, ob die Klimaanlage kühle Luft ausreichend nach hinten bläst. Eine Klimaanlage sollte nach den Erfahrungen von Graef nach Möglichkeit immer in einem Familienauto an Bord sein. Optimalerweise lässt sich die Fondtemperatur getrennt regeln. Die derzeit sehr beliebten Panorama-Dächer hält er für verzichtbar: „Bei sonnigem, heißem Wetter wird der Fond zu einem Grill. Bleibt die Jalousie geschlossen, ist es vorbei mit dem Panoramablick.“ Eine sinnvolle Ausstattung sind hingegen Klapptische an der Rückseite der Vordersitze. So können sich die kleinen Mitreisenden etwa mit einem Malbuch beschäftigen. „Am besten man vereinbaret vor dem Autokauf eine Probefahrt und testet den Wagen mit der ganzen Familie. Dann bekommt man ein Gefühl dafür, ob das neue Auto zur Familie passt“, schildert Graef seine Erfahrungen.

Download Pressemeldung

Pressekontakt: Vincenzo Lucá

Next steps

WORLDWIDE

Germany

German